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Leichtathletik
Drei LVN-Titel für Büning und Joeken

Leichtathletik: Drei LVN-Titel für Büning und Joeken
Ein Bild aus zurückliegenden Tagen, als Marcus Büning noch die Farben der Gocher Viktoria trug. Aber die Freude dürfte in Oberhausen ähnlich groß gewesen sein, wo der Nütterdener zu zweimal Gold und einmal Silber kam. FOTO: Birkenstock
Kleve. Leichtathletik: Die Nordrhein-Meisterschaften der Senioren wurden in Oberhausen ausgetragen. Zwei Athleten von LA Nütterden holten drei Titel: Marcus Büning gewann Gold über 200 und 400 Meter, Anette Joeken über 5000 Meter. Von Reinhard Pösel

Am vergangenen Wochenende rückte das traditionsreiche Niederrhein-Stadion in Oberhausen wieder einmal in den Fokus der Leichtathleten. Dorthin hatte der Landesverband Nordrhein (LVN) die Titelkämpfe der Senioren vergeben. Das Fähnchen der Kreis-Leichtathletik wurde allein durch zwei Läufer von Leichtathletik Nütterden hochgehalten, die mit vier Medaillen aus dem Ruhrgebiet zurückkehrten. Die ebenfalls für Oberhausen gemeldeten Silke Flören und Theo Artz von der Gocher Viktoria mussten ihre Teilnahme absagen. "Für mich ist die Saison leider zu Ende, bevor sie so richtig begonnen hatte", sagte Flören, die sich wegen akuter Achillessehnenprobleme strikte Ruhe verordnet hat. Obschon ihr das nach eigenem Bekunden enorm schwer falle. "Aber anders bekomme ich da wohl keine Ruhe rein."

So waren es die beiden Nütterdener Büning und Joeken, die sich auf der Landesebene der Konkurrenz stellten. "Für mich sind diese Titelkämpfe immer so etwas wie ein Test, ob die Form über die langen Strecken schon stimmt", erklärte Büning, der im Vorfeld der Meisterschaften mit Schmerzen im Knie und an der Hüfte zu kämpfen hatte. Daher sei er nach Oberhausen gefahren, um über 100, 200 und 400 Meter zu testen, wie gut es geht. Insbesondere über die extrem kraftraubende Stadionrunde, die Büning seit einem Jahr nicht mehr gelaufen war.

Bünings Einstand in Oberhausen verlief alles andere als zufriedenstellend. Im Kurzsprint über 100 Meter erreichte er in 13,03 Sekunden den zweiten Platz. "Über die Zeit war ich enttäuscht", sagte Büning, der kurz vorher in Oedt 12,86 Sekunden schnell war. Etwas Gutes hatte die Sprintentscheidung aber: Das Adrenalin des Wettkampfs hatte alle Schmerzen besiegt. Selbstbewusst nahm Büning anschließend die längeren Strecken in Angriff. Es wurde zweimal Gold: über 200 Meter in 26,27 Sekunden, über die Stadionrunde in 59,83 Sekunden. "Mit einer Zeit unter einer Minute hatte ich über 400 Meter nicht gerechnet", sagte Büning, der am Ende eines langen Wettkampftages noch einmal sämtliche Körner in diesen Lauf investiert hatte. "Nach den drei Starts habe ich jetzt ein gutes Gefühl, bei den Deutschen Meisterschaften in Zittau die 110- und 400-Meter-Hürden durchstehen zu können", blickte Büning drei Wochen voraus. Heute werde er noch einen Testwettkampf über die lange Hürdenstrecke beim TV Bedburg bestreiten.

Sehr zufrieden mit ihrem Abschneiden in Oberhausen zeigte sich auch Anette Joeken von den Nütterdener Leichtathleten, obschon sie bei den Landesmeisterschaften in Oberhausen über 5000 Meter in ihrer Altersklasse W 45 konkurrenzlos gewesen war. "Trotzdem habe ich mich über den LVN-Titel natürlich sehr gefreut", gestand die 49-Jährige. Besonders glücklich sei sie aber über die erreichten 21:23,73 Minuten gewesen. Die Zeit bedeutete eine neue persönliche Bestmarke über 5000 Meter auf der Bahn. Gegenüber den jüngst stattgefundenen Polizeimeisterschaften hatte sich Joeken um eine halbe Minute steigern können.

"Probleme hatte ich während des Rennens überhaupt keine", berichtete Joeken, die nur etwas erschrocken war, als ihr die Zeit ihrer viel zu schnellen ersten Runde zugerufen wurde. "Danach habe ich das Tempo etwas gedrosselt, bin dann wunderbar innerhalb des gesteckten Zeitplans geblieben und konnte im letzten Teil des Rennens sogar noch zulegen."

Quelle: RP
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