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Fußball-Landesliga
Drei Mannschaften und ein Ziel

Fußball-Landesliga: Drei Mannschaften und ein Ziel
Auch auf seine Tore baut der 1. FC Kleve: Angreifer Maurice Rybacki, hier gegen Viktoria-Torhüter Raven Olschewski, FOTO: eve
Kleve. Es ist ein Trio, das beste Chancen auf die Meisterschaft hat. Die RP hat die Trainer der Teams befragt, wie sie ihre Chancen einschätzen. Der 1. FC Kleve will im vierten Anlauf endlich den Titel holen. Von Sabrina Peters

Die Trainer der Fußball-Landesliga, Gruppe 2, waren sich vor dem Saisonbeginn einig. Sie prophezeiten eine starke Liga und sollten Recht behalten. Um den Aufstieg in die Oberliga kämpfen derzeit noch drei Teams fast gleichauf. Die beste Position hat vor den letzten drei Spieltagen der 1. FC Kleve, der mit 66 Zählern auf dem Konto und einem Punkt Vorsprung auf den VfB Homberg (Platz zwei) und dem FSV Duisburg (Rang drei) die Tabelle anführt.

Günter Abel (FSV Duisburg)

Für Günter Abel, der seit wenigen Wochen das Traineramt nach der Entlassung vom bisherigen Coach Guido Naumann beim FSV Duisburg übernommen hat, sind diese drei Mannschaften ein starkes Trio. "Ich habe in dieser Saison häufig Oberliga-Spiele beobachtet und ich bin mir sehr sicher, dass alle drei Teams in der nächsten Spielzeit nicht viel mit Abstieg in der Oberliga zu tun hätten", prophezeit Abel. Doch aufsteigen können maximal zwei Mannschaften von ihnen. Der Tabellenerste qualifiziert sich definitiv für die Oberliga, während der Rangzweite nach derzeitigem Stand über den Umweg der Relegation ebenfalls ein begehrtes Ticket lösen könnte. Darauf verlassen will sich drei Spieltage vor dem Saisonende aber keiner, zumal von Platz eins bis drei für alle drei Teams noch alles möglich ist.

Deshalb hofft auch der FSV Duisburg noch darauf, beide Teams überholen und den ersten Platz erklimmen zu können. "Der Verein hat fünf Spieltage vor Schluss seinen Trainer freigestellt und mich geholt. Das haben sie bestimmt nicht mit dem Ziel getan, Platz drei zu holen", sagt Abel. Natürlich sei der Aufstieg, gerade nachdem der FSV in der vergangenen Saison wie der 1. FC Kleve in der Relegation scheiterte, ein Thema. "Wir liegen nur einen Punkt hinten und spielen noch sowohl gegen Kleve als auch gegen Homberg", so Abel, der mit dieser Aussage aufzeigt, dass der FSV Duisburg, obwohl derzeit nur auf Rang drei stehend, noch alles selbst in der Hand hat. "Aber wir wollen den zweiten Schritt nicht vor dem ersten gehen. Das nächste Spiel ist immer das schwerste und das bestreiten wir gegen Nettetal. Das müssen wir auch erst mal gewinnen, bevor wir den 1. FC Kleve empfangen", sagt Abel, dessen Team die bisher beste Rückrundenmannschaft ist.

Stefan Janßen (VfB Homberg)

Hinter dem FSV Duisburg, der nach der Hinrunde neun Zähler Rückstand auf die Klever hatte, steht Homberg auf dem zweiten Rang der Rückrunden-Tabelle. Der VfB ist allerdings darauf angewiesen, dass die Klever mindestens eines ihrer noch drei zu spielenden Partien gegen den 1. FC Viersen, beim FSV Duisburg und gegen den Duisburger SV nicht gewinnen können und der VfB selbst dagegen möglichst alle drei Spiele erfolgreich gestaltet. Dabei hat Homberg mit der Viktoria Goch, 1. FC Viersen und dem FSV Duisburg das vermeintlich leichtere Restprogramm, auch wenn Hombergs Trainer Stefan Janßen dennoch vor diesem warnt. "Man hat ja am vergangenen Spieltag gesehen, dass auch Kleve sich gegen Goch schwer getan hat", begründet Janßen.

Nach dem Abstieg im vergangenen Jahr mit dem damaligen VfB- und heutigen FSV Duisburg-Trainer, Günter Abel, möchte Homberg jedoch unbedingt den direkten Wiederaufstieg über den ersten Platz schaffen. Am Anfang sah es danach allerdings ganz und gar nicht aus, denn der VfB erwischte einen schwachen Start in die neue Spielzeit. "Wir hatten sehr viele Ab- und Zugänge. Die Mannschaft musste sich erst mal finden, vor allem die jungen Spieler", begründet Janßen, dessen Mannschaft zur Rückrunde noch einen Rückstand von sieben Zähler auf Spitzenreiter 1. FC Kleve hatte. "Da haben wir bereits gesagt, dass wenn wir diesen Rückstand noch aufholen, den Aufstieg wirklich verdient hätten", meint Janßen.

T. von Kuczkowski (1. FC Kleve)

Thomas von Kuczkowski, Trainer der führenden Klever, konzentriert sich dagegen lediglich auf seine Mannschaft und die Verteidigung der Spitzenposition. "Wir sind seit 23 Spielen ungeschlagen und seit 18 Partien Tabellenführer. Das ist eine sehr gute Konstanz, auch wenn zuletzt viele Unentschieden dabei waren", macht "Kucze" deutlich, der überzeugt ist, dass sein Team den ersten Platz auch in den letzten drei Saisonspielen verteidigen wird. Deshalb beschäftige er sich auch nicht mit dem zweiten Rang, der wahrscheinlich einen Relegationsplatz bedeutet. "Bis zum Ende habe ich aber schon alle Konstellationen durchgespielt", merkt von Kuczkowski an.

Mit seinem Team arbeite er jedoch lieber konzentriert im Training als sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Obendrein gehe seine Mannschaft motiviert in die restlichen Spiele, für die "Kucze" sich aber auch etwas Beistand von ganz oben wünscht. "Wenn es irgendwo einen FußballGott gibt, darf der in diesem Jahr nur für uns sein", meint von Kuczkowski aufgrund der drei verpassten Aufstiege in den vergangenen drei Spielzeiten. "Aber wir gehen noch nicht nach jedem Training beten", fügt "Kucze" ein wenig schmunzelnd hinzu. Der Fokus liege schließlich darin, die restlichen drei Spiele zu gewinnen.

Quelle: RP
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