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Lokalsport
Dritter Dan für Ex-Bundesliga-Kämpfer

Kleve. Der Judoka Uwe Laakmann ist mit dem dritten Dan ausgezeichnet worden. Vor 40 Jahren begann er mit dem Kampfsport und schaffte es mit dem Judoclub Grieth bis in die erste Liga. Von Maarten Oversteegen

Nur wenige leben derart für ihren Sport wie Uwe Laakmann. 40 Jahre lang war der Judoka als Sportler, Trainer und Vorsitzender aktiv. Für seine jahrzehntelange Einsatz im Judosport erhielt er nun von der Budo Sportgemeinschaft Kleverland die Urkunde zum dritten Dan. Der dritte Dan ist ein schwarzer Gürtel und einer der höchsten Auszeichnungen, die man im Judo-Sport erhalten kann. Laakmann ist der einzige Judoka im Kreis Kleve, der mit dieser Ehrung ausgezeichnet wurde.

Mit 16 Jahren begann Laakman mit dem Judosport beim JC Grieth. Unter der Leitung von Hubert Hell entwickelte er sich zu einem starken Kämpfer. So räumte er regelmäßig Preise auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene ab. Sein Ehrgeiz führte ihn sogar bis in die Oberliga und 1996 gar in die Bundesliga. Unter anderem kämpfte er für KG Bushido Nordrhein und dem MSV Duisburg.

Doch auch nach seiner sportlichen Karriere engagierte sich Laakmann für seine Leidenschaft, den Judosport. Er erwarb den C-Übungsleiterschein und die Jugendleiter-Lizenz und trainierte fortan Jugendliche und Kinder, bereitete hunderte Kyu-Prüfungen vor und organisierte Jugendlager am Eyller See, dem Wolfsberg und im Ausland. Zahlreiche Nachwuchshoffnungen begleitete er zu den Deutschen Einzelmeisterschaften; unter anderem Jessica Düring, Andreas Wachowitz und Maren Bormann. So hat sich Laakmann landesweit einen Namen wegen hervorragender Nachwuchsausbildung gemacht. "Wenn beim Nachwuchstraining der Ruf "Eine Reihe!" durch die Sporthalle schallt, stehen die Kinder und Jugendlichen in wenigen Sekunden, nach Kyu-Grad sortiert, am Mattenrand", lautet der erste Teil der Antragsbegründung.

Doch er prägte nicht nur nachhaltig seine sportlichen Schützlinge, sondern setzte sich auch aktiv für verschiedene Judo-Vereine im Kreisgebiet ein. Als Trainer war er bei Samurai Goch und Roter Drache Kleve aktiv und gründete 2006 den Judoverein Senshu-Hau. Der Verein ist mit seinem 55 Mitglieder eine feste Größe geworden. Auch war er Mitbegründer des JV BG Senshu-Emmerich.

Laakmann ist nicht nur ob seiner sportlichen Erfolge eine Koryphäe seines Sports, sondern auch wegen seines markigen Auftreten. "Wenn wir Judo beibringen, dann richtig!", ist sein Anspruch an das Training. Dann kann er auch mal strenger und lauter werden. "Den Respekt hat Uwe Laakmannn, nach über 40 Jahren Judo, noch lange nicht verloren. Die Kinder wissen, dass vor ihnen jemand steht, der den Judosport liebt und von dem man vieles lernen kann, auch wenn der Ton schon mal etwas ruppig ist", lautet die Begründung weiter. Den dritten Dan erhielt Laakmann von Wilfried Marx, dem Vizepräsidenten des Nordrhein-Westfälischen Dan Kollegium (NWDK), verliehen. 1990 legte er seine Prüfung zum ersten Dan, drei Jahre später die Prüfung zum zweiten Dan ab.

Quelle: RP
 
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