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Lokalsport
Ein Triathlon für alle

Lokalsport: Ein Triathlon für alle
Auch wenn die Wassertemperaturen in Wissel nicht gerade hochsommerlich waren, wagten sich einige Sportler ohne Neoprenanzug in den Wisseler See. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Jens Gosebring vom SC Bayer Uerdingen siegte beim Triathlon am Wisseler See. Die Veränderungen in der Streckenführung kamen bei den 545 Teilnehmern gut an. Von Per Feldberg

Als sich um 12 Uhr die letzte Startergruppe in die Fluten des Wisseler Sees stürzte, kam zum ersten Mal an diesem Tag sogar die Sonne heraus. Zuvor mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. Herbrand Niederrhein Triathlons bei leichtem Nieselregen die unterschiedlichen Distanzen in Angriff nehmen.

Im Gegensatz zum Vorjahr hatten die Veranstalter um den Klever Verein "TriFun" die Streckenverläufe bei den Disziplinen Radfahren und Laufen geändert. Besonders die Tatsache, dass der Zieleinlauf nun im "Event-Bereich" der Veranstaltung lag, erwies sich als goldrichtig. Denn so erlebten die Athletinnen und Athleten, einzeln vorgestellt von der "Stimme der Veranstaltung" Laurenz Thissen, unter dem Beifall der Zuschauer einen stimmungsgeladenen Zieleinlauf. Darunter auch Anja von Gerhard, die für den AS Neukirchen-Vluyn an den Start gegangen war und total euphorisiert nach 500 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Radfahren die Ziellinie passierte. "Das war heute mein erster Triathlon und ich bin total glücklich, dass ich hier ins Ziel gekommen bin". Empfangen wurde sie dabei auch von ihrem Mann und den Kindern. "Ich bin über den Marathon zum Triathlon gekommen und wollte für mein Debüt nicht an einer zu großen Veranstaltung teilnehmen. Da war dieses Event hier in Wissel genau richtig, um nicht zu weit zu reisen und die Familie mitnehmen zu können". Überhaupt war "familiär" das Stichwort unter den 545 gemeldeten Sportlerinnen und Sportlern.

So auch bei Jens Burghard vom TuS Xanten, der mit weiteren sieben Vereinsmitgliedern den Niederrhein-Triathlon zur Austragung der Vereinsmeisterschaft nutzte. "Die Atmosphäre hier ist fantastisch und man merkt allen Helfern an, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. Das ist schon ein großer Unterschied zu den Massenveranstaltungen der Groß-Event-Anbieter, die in erster Linie ihr Geld mit einer solchen Veranstaltung verdienen wollen", so der Xantener Triathlet, der auch schon bei der Premiere im Vorjahr am Start war.

Das Wetter, obwohl es den ganzen Vormittag nieselte, war unter den Sportlern dagegen kein großes Thema. "Besonders auf der Radstrecke sind viele vorsichtig gefahren, obwohl die Strecke zwar nass, aber nicht rutschig war", erklärte Marco Bunert vom ausrichtenden "Trifun Kleve". Und auch die Wassertemperaturen von rund 20 Grad hielten einige nicht davon ab, ohne Neoprenanzug ins feuchte Nass zu steigen. So auch Falco Sieverding, der mit seinen Mitstreitern Achim Kowalski und Marcus Gotthard als eine der beiden Staffeln des Hauptsponsors Herbrand an den Start ging. "Das war echt saukalt. Normalerweise würde ich sowas nicht tun", erklärte Falco nach 500 Metern im Wasser. "Jetzt erst einmal heiß duschen", sagte er und verschwand in den Sanitärräumen.

Ein unter den Sportfans bekannter Name war auch bei den "Finishern": Fernsehjournalist Ralf Scholt absolvierte erfolgreich die olympische Distanz und wurde von Sprecher Laurenz Thissen entsprechend beim Zielleinlauf nicht nur "als Mann, der vom Triathlon berichtet, sondern ihn auch selbst erlebt" gefeiert. Auch der Spruch des Tages kam von Thissen: "Jeder hier heute ist ein Sieger."

Quelle: RP
 
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