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Radsport
Einradfahrer erstmals beim Klever Rad-Spektakel

Kleve. Es wäre nicht das Team um Rudi und Helmut Tönnissen, wenn es nicht für eine Überraschung gut wäre. So auch zur 18. Auflage des Radrennspektakels, das am 21. August in der Klever Oberstadt über die Bühne gehen wird. Den Machern dieses Radsportereignisses, das sie mit der Radrenn-Gemeinschaft (RRG) Kleverland organisieren, ist es gelungen, eine spektakuläre Premiere an die Klever Albersallee zu holen: das Einradfahren. "Eigentlich fehlt nur ein Rad. Doch in der Praxis wird daraus ein völlig anderer Sport. Besonders kunstvoll, offensichtlich schwieriger und mit einem enormen Gleichgewichtssinn verbunden", erklärt Rudi Tönnissen.

Das Einradfahren, bei dem es am 21. August ab 14.50 Uhr eine ganze Menge zu sehen geben wird, bildet einen der Höhepunkte des Klever Radrennens. Das Einradfahren geht als NRW-Meisterschaft über eine Strecke von fünf Kilometern (2,5 Runden). Unter den 50 Teilnehmern werden die Schnellsten Deutschlands sein. "Darauf sind wir alle sehr gespannt", so Organisator Rudi Tönnissen.

Umgekehrt freuen sich die Einradfahrer ebenfalls auf ihren Start in Kleve. "Schließlich bekommen wir nicht bei jeder Veranstaltung die Möglichkeit, auf einer fünf oder zehn Kilometer langen Strecke unsere Meisterschaft auszutragen", erläutert Dorothee Lindenberg-Wojtek.Die Koordinatorin für das Einradfahren im Vorstand des Radsportverbandes NRW weiß ganz genau, worauf es beim Radfahren mit nur einem Reifen ankommt: auf das Gleichgewicht. "Was am Anfang recht schwierig zu erlernen ist, kommt mit der Zeit, und dann ist Einradfahren nicht komplizierter als der Sport auf dem Zweirad", ist Lindenberg-Wojtek überzeugt. Jeder könne das Einradfahren erlernen. Vorausgesetzt, er bringe genügend Geduld und Ausdauer mit. Im Breitensport lernen Kinder bereits ab einem Alter von sechs Jahren diese Sportart. "Aber auch später kann man diese interessante und anspruchsvolle Art der Fortbewegung als sein Hobby entdecken", weiß Lindenberg-Wojtek.

Erst vor ein paar Monaten habe ein Pensionär in ihrem Verein das Einradfahren für sich entdeckt. Um im Sportbereich jedoch die Spitzenleistungen der Wettkampffahrer zu erreichen, benötige man viel Ehrgeiz, Disziplin, Durchhaltevermögen und Trainingsfleiß. Erst über Jahre hinweg entwickle man genügend Sicherheit, um mit einer sehr ruhigen Körperhaltung bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit am Limit auf dem Einrad zu fahren und Spitzenzeiten zu erzielen, so die Fachfrau.

(sd)
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