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Reitsport
Emmers im S*-Springen nur knapp geschlagen

Reitsport: Emmers im S*-Springen nur knapp geschlagen
Judith Emmers auf ihrer neunjährigen Schimmelstute Galant van't Kapelhof, mit der sie im S*-Springen Platz drei belegte. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Die Amazone des RFV von Driesen Asperden-Kessel zeigte bei der vierten Auflage der Winterturnierserie an der Buschstraße starke Leistungen. Markus Merschformann gewann jedoch das S*-Springen. Von Stephan Derks

Das Kompliment geht dieses Mal an Judith Emmers. Denn die einstige Bereiterin im Stall von Christian Ahlmann bewies beim vierten Hallenturnier auf der Anlage des Pfalzdorfers Holger Hetzel im Rahmen der Winterturnierserie einmal mehr ihre reitsportliche Klasse. Schließlich kam die Pferdewirtin, die auf dem Hof ihres Vaters in Goch-Hülm selber Pferde ausbildet, in sechs von acht Springprüfungen jeweils unter die ersten Drei, wobei der 29-Jährigen beinahe noch ein ganz besonderer Erfolg gelungen wäre.

Blickpunkt Springprüfung der schweren Klasse, gleichzeitig der Höhepunkt der Veranstaltung an der Buschstraße. In dieser Prüfung hatte Emmers gleich zwei Eisen im Feuer. Zunächst konnte sie die neunjährige Schimmelstute Galant van't Kapelhof (von Guiseppe/Luise) fehlerfrei auf Platz drei rangieren. Der Wermelskirchener Olaf Hermann, der sich bereits international Meriten verdient hatte, hatte den Parcours mit respektablen Hindernissen versehen. Da war schon verstärkt ein Teamwork zwischen Pferd und Reiter gefragt, musste sich das Paar in der Bahn beinahe blind verstehen, um die Runde fehlerfrei zu überstehen.

Das gelang der "von Driesen"-Amazone zudem im Sattel des in Holstein gezogenen Hengstes Cassito del Diabolo (Cassini I/Acord II), mit dem sie schlussendlich Platz zwei in diesem schweren Springen erzielte. War es der Bogen, der auf dem Weg zum Hindernis zu groß genommen wurde oder fehlte am Ende das Tempo? Denn Markus Merschformann (Osterwick), der 2014 mit der deutschen Springmannschaft der Jungen Reiter und Junioren Gold und Bronze bei der EM im italienischen Arezzo gewinnen konnte, ritt die gleichfalls in Holstein gezogene Stute Zofie (Boritas/Leonce) fehlerfrei, allerdings in Bestzeit (59:44 Sekunden), über die Hindernisse und verwies Emmers auf die nachfolgenden Plätze.

Vorbei war Emmers' Traum von der Goldschleife oder gar einem Doppelerfolg. Aber auch in der Springpferdeprüfung der mittelschweren Klasse "musste" sich die "von Driesen"-Aktive mit der Silberschleife begnügen. Und das, obwohl sie auf der Tochter des Campbel Czech, der fünfjährigen Hannoveraner Stute Cupcake, eine Wertnote von 8,50 (9,00 = sehr gut) erzielte. Denn der gleichfalls routinierte und Emmers bestens bekannte Springreiter Markus Renzel (Alt Marl) rangierte den westfälischen Wallach Cedane (Cornado I/Florestan I) mit einer Wertnote von 8,80 auf Rang eins in dieser Prüfung.

Offensichtlich hatte dem Richterduo Adolf Vogt und Peter Schmerling die Rittigkeit und Springmanier des Dunkelbraunen noch eine Spur besser gefallen, war dessen Galoppade in der letzten Konsequenz vielleicht ein wenig runder im Grundtempo oder das Anreiten der Hindernisse in einem gleichmäßigeren Rhythmus erfolgt.

Sei es drum. Was aber zählt, dass in den Prüfungen der Pfalzdorfer Winterturnierserie von Pferd und Reiter ausnahmslos gute Leistungen gezeigt wurden, so dass man sich bereits heute auf die Fortsetzung der Veranstaltung am Mittwoch, 17. Februar, freuen darf.

Quelle: RP
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