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Lokalsport
Emotionen bestimmen das Duell auf dem Berg

Kleve. Fußball-Bezirksliga: Die Zweitvertretung des 1. FC Kleve empfängt morgen die SGE Bedburg-Hau. Der Ball rollt ab 15 Uhr. Von Sabrina Peters und Julian Binn

Spiele zwischen dem 1. FC Kleve II und der SGE Bedburg-Hau sind bekanntlich immer etwas Besonderes. Die Tabellensituation macht die morgige Begegnung auf dem unteren Kunstrasenfeld am Klever Bresserberg aber noch etwas brisanter. Nur zwei Zähler trennen die beiden Teams, wobei die SGE als Tabellensechster zur Zeit noch einen Platz über ihrem Kontrahenten rangiert.

Gegen sein Ex-Team ist FCK-Coach Detlev Remmers verständlicherweise besonders heiß. Der Trainerfuchs hat aber mit einigen Problemen zu kämpfen. "Es ist schon ein Leidensweg, den der ehrgeizige Trainer durchlebt", sagt er selbst zu seiner jetzigen Situation bei den Rot-Blauen, dessen Reserve zur Zeit seit vier Spielen auf einen Dreier wartet - drei dieser Partie gingen sogar verloren.

Ein Grund mit ist die lange Verletztenliste. "Zehn Ausfälle mussten wir am vergangenen Wochenende verkraften. Ob sich die Personalsituation bis zum Derby verbessert, steht noch in den Sternen", erklärt Remmers, der zwar die eigene A-Jugend als Aushelfer lobt, doch die hat am Wochenende selbst ein wichtiges Spiel beim TSV Weeze und kann daher dieses Mal nicht unterstützen. Die Landesliga-Mannschaft ist obendrein im Derby bei Viktoria Goch ebenfalls auf jede Hilfe angewiesen. Dafür steht wenigstens Jakob Berger nach überstandener Studienreise wieder zur Verfügung.

"Insgesamt steht die Partie für uns aber unter dem Motto: Helfe dir selbst, dann wird dir geholfen", sagt Remmers. Die eigenen Leute müssen es im Derby gegen die SGE, die zwar zuletzt das Derby beim Uedemer SV mit 1:3 verloren hat, insgesamt aber eine mehr als ordentliche Saison spielt, richten. Auch Remmers lobt die Kicker von Trainer Sebastian Kaul.

"Der Stolz der Bedburg-Hauer ist der Vierer-Abwehrriegel. Mit Christian Fischer und Daniel Ehlert haben sie aber auch zwei torgefährliche Stürmer in ihren Reihen. Hinzu kommen noch mit Ansgar Nießen und Dominic Weber zwei überdurchschnittliche Spieler mit viel Erfahrung", erläutert Remmers. Auf Grund der aktuellen Personalsituation wäre er mit einem Punkt aber schon zufrieden.

Ein Derby gegen den Ex-Verein; das ist auch für SGE-Spielertrainer Sebastian Kaul etwas ganz Besonderes. "Neben mir haben ja auch einige andere Spieler in unserem Kader eine Klever Vergangenheit. Daher ist es natürlich kein Spiel wie jedes andere, da verbindet man besondere Emotionen mit - das hat man auch im Hinspiel gesehen."

Doch von den Emotionen möchten sich die 05er nicht verleiten lassen, sondern sich voll auf die 90 Minuten fokussieren. Mit einem Sieg könnte die SGE sieben Spiele vor dem Saisonende das Polster auf die Abstiegsplätze weiter ausbauen und damit einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. "Das wäre schon eine kleine Vorentscheidung, darum möchten wir gerne alle drei Punkte aus Kleve entführen. Wir können allerdings auch mit einem Punkt leben, der größere Druck liegt beim FCK", weiß Kaul. Zumal seine Mannen zwei Partien weniger absolviert haben als der Gegner und trotzdem zwei Zähler vor ihm liegen.

Personell könnte die Situation bei der SGE fast nicht besser sein. Zwar steht hinter dem Einsatz von Philip Jansen, der am vorigen Sonntag einiges einstecken musste, noch ein Fragezeichen, dafür ist Robert Roll wieder mit von der Partie. Auch bei den Langzeitverletzten ist Licht am Horizont: Florian Michels ist wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, Kai Kersjes steht nach einer wahren Odyssee vor einem Comeback in der Reservemannschaft.

Quelle: RP
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