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Enes Bayram schockt Hö.-Nie. mit seinem späten Siegtreffer

Lokalsport: Enes Bayram schockt Hö.-Nie. mit seinem späten Siegtreffer
Hö.-Nie.-Mittelfeldmann Tarek Staude behauptet den Ball vor dem Sonsbecker Dennis Schmitz. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Sommerturnier auf dem "bebenden Acker": Oberligist Jahn Hiesfeld gewann das Finale mit 2:1 gegen den Gastgeber. Der 1. FC Kleve besiegte im Spiel um Platz drei den SV Sonsbeck mit 4:2. Von Hans-Gerd Schouten

Der SV Hönnepel-Niedermörmter hat sein eigenes Sommerturnier nicht gewinnen können. Im Finale verlor die Oberliga-Mannschaft von Trainer Daniel Beine dem Ligarivalen TV Jahn Hiesfeld mit 1:2. Rang drei sicherte sich der 1. FC Kleve durch ein 4:2 über den SV Sonsbeck. Rund 600 Zuschauer besuchten an beiden Tagen die Spiele.

Die vom Ex-Hö.-Nie-Trainer "Schorsch" Mewes gecoachten Hiesfelder gewannen nicht unverdient, weil sie vor allem in der ersten Hälfte des Endspiels die klarere Spielanlage zeigten. Die erste Chance hatten allerdings die Hausherren (11.), Nils Pagojus schoss aber am Tor vorbei. Mit zunehmender Spieldauer kam der Gast immer besser ins Spiel, die Beine-Truppe konnte kaum noch für Entlastungsangriffe sorgen.

So war das 1:0 in der 28. Minute die logische Folge. Jahn-Kapitän Pascal Spors zog von der Strafraumgrenze ab, der Ball landete, noch leicht abgefälscht, im Kasten. Kurz vor der Pause hatte Hö.-Nie.-Mittelfeldmann Daniel Boldt noch zwei Kopfballchancen, die Kugel verfehlte beide Male ihr Ziel.

Dem 1:1 (50.) ging ein Riesenpatzer von Hiesfelds Ioannis Alexiu voraus. Der vertändelte völlig unnötig den Ball gegen Luca Thuyl. Der Youngster des SV Hö._Nie. ließ sich die Chance nicht nehmen und bezwang Jahn-Keeper Kevin Hillebrand mit einem Schuss in die kurze Ecke. Eine gute Chance für Schwarz-Gelb vergab kurz danach Oliver Hesseling, der aus guter Position zu schwach abschloss. Hö.-Nie. wurde stärker und hatte noch eine gute Schussgelegenheit durch Tim Seidel nach Vorlage von Andre Trienenjost. Der Ball strich knapp über den Querbalken (64.).

Nachdem Nedzad Dragovic an Hillebrand gescheitert war (85.), fiel im Gegenzug die Entscheidung. Kai-Robin Schneider verlor in Nähe der Mittellinie den Ball. Ausgerechnet der ehemalige Hönnepel-Akteur Enes Bayram drosch das Spielgerät in Richtung gegnerisches Tor. Der Ball senkte sich über den zu weit vor dem Tor stehenden Fabian Groß in die Maschen. Kurz darauf hätte Kevin Menke auf 3:1 erhöhen können. Mewes nach Spielschluss: "Ich meine, dass wir auf Grund der besseren fußballerischen Leistung verdient gewonnen haben." Trainerkollege Beine sagte: "Alle drei Tore waren Geschenke. Ich bin aber zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft."

Torreich verlief das Spiel um den dritten Platz zwischen Kleve und Sonsbeck. Nach 21 Minuten ging der FC in Führung. Robin Deckers tauchte allein vor Torhüter Jonas Grüntjens auf und schoss trocken ins kurze Ecke. Das 2:0 (41.) ging auf das Konto von Jan-Luca Geurtz, der eine Hereingabe von Levon Kürkciyan verwertete. Den Sonsbecker Anschlusstreffer durch Jonas Gerritzen beantwortete Tim Haal prompt mit einem flach verwandelten Freistoß. Nach der Pause war beiden Einheiten der Kräfteverschleiß anzumerken. In den letzten Minuten spielte Kleve in zweifacher Unterzahl, da Kürkciyan und Kapitän Mike Terfloth verletzungsbedingt passen mussten. Deckers erhöhte noch per Sololauf auf 4:1, das 2:4 durch Jonas Kremer hatte nur noch statistischen Wert.

In der ersten Halbfinalpartie am Freitagabend geriet Hö.-Nie. in Rückstand. Torhüter Christian Auclair konnte nur unzureichend klären. Sonsbecks Florian Abel nahm das Geschenk an und schoss den Ball ins verwaiste Tor. Der Gastgeber hatte aber eine schnelle Antwort parat. Seidel nach Vorarbeit von Moritz Amler und Thuyl mit einem trockenen Schuss in die lange Ecke sorgten für die Führung (24./27.). In den letzten Minuten scheiterten Trienenjost und Rene Groes allein vor Weichelt, der auch einen Schuss von Tarek Staude parieren konnte.

Kleve zeigte gegen Jahn Hiesfeld keinen Respekt und war vor allem in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Die beste Chance hatte Geurtz (35.), der nach einer Rechtsflanke neben das Gehäuse köpfte. Sieben Minuten nach der Pause traf Hiesfelds Pascal Spors zum 1:0. Acht Minuten vor dem Ende machte Kevin Hillebrand, eigentlich Torhüter, mit dem 2:0 alles klar.

Quelle: RP
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