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Lokalsport
Erleichterung nach Tor von Klein-Wiele

Kleve. Fußball-Landesliga: Der 1. FC Kleve bezwang den Duisburger SV mit 2:0 (0:0). Beide Treffer fielen in der Schlussphase des Spiels. Die Rot-Blauen taten sich schwer, den massiv aufgestellten Abwehrriegel des Gegners zu knacken. Von Reinhard Pösel

Die erwartete schwierige Aufgabe stand dem Fußball-Landesligisten 1. FC Kleve gegen den Duisburger SV bevor. Die Anhänger der Rot-Blauen unter den 200 Zuschauern mussten 88 Minuten lang um den Erfolg ihrer Mannschaft zittern. Zwei Minuten vor dem Abpfiff des souverön das Spiel leitenden Schiedsrichters Martin Ulankiewicz flog eine Flanke in den Duisburger Strafraum, kam über Pascal Hühner und Jan Luca Geurtz zu dem halblinks im gegnerischen Strafraum wartenden Niklas Klein-Wiele. Der offensive Mittelfeldspieler des 1. FC Kleve, der sich die durch die Verletzung von Tim Haal verwaiste Sechser-Position diesmal mit Mike Terfloth teilte und dadurch mehr als zuletzt in die Offensive einschalten konnte, packte entschlossen zu, legte sich den Ball zurecht und schickte ihn aus acht Meter Entfernung flach in das vom Schützen aus gesehene hintere Toreck. Der Knoten war damit geplatzt, das schwarz gekleidete Abwehrbollwerk der Gäste ein erstes Mal in diesem Spiel überwunden und das Anrennen der Klever Fußballer auf einem tiefen und schwer zu bespielenden Geläuf doch noch von Erfolg gekrönt.

Als der Klever Jubel über den späten Führungstreffer abgeebbt war und die Gastgeber den Ball ein letztes Mal an diesem nass-kalten Nachmittag in den Duisburger Strafraum trugen, wurden Levon Kürkciyan im Strafraum von seinem Gegenspieler die Beine weggezogen. Der Schiedsrichter zögerte keinen Augenblick, um auf Elfmeter zu entscheiden. Liebend gerne hätte sich der Gefoulte selbst das Spielgerät auf den Punkt gelegt. Doch da konnten seine Augen noch so flehend gucken, Abwehrchef Nedzad Dragovic kannte kein Pardon, nahm sich den Ball und drosch ihn gewohnt sicher in die gegnerischen Maschen. 2:0 hieß es in der 90. Spielminute. Einige FC-Anhänger hatten zu diesem Zeitpunkt bereits enttäuscht die Tribüne verlassen, hatten die Flinte längst im hohen Bogen ins Feld gepfeffert und gaben keinen Pfifferling mehr für ihre Mannschaft.

Nach dem Schlusspfiff schlugen sich die Klever Spieler erleichtert ab. Beim Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz war der Sieg gegen den Duisburger SV von großer Bedeutung, um den Kontakt auf die Aufstiegsplätze nicht zu verlieren. Zumal der 1. FC Kleve am kommenden Sonntag erneut Heimrecht genießt und die Punktebilanz in heimischer Umgebung ausbauen kann.

Gestern Nachmittag war es ein hartes Stück Arbeit, ehe die Mannschaft von Trainer Umut Akpinar den Sieg eingefahren hatte. Nach einer fulminanten ersten Viertelstunde der Gastgeber bekamen die von ihrem Trainer Jörg Kessen gut eingestellten Duisburger einen immer besseren Zugriff auf das Spiel. Gegen den Ball agierten die Wanheimer mit einem stabil stehenden und engmaschig gestrickten Abwehrgebilde, das aus einer Fünfer- und Dreierkette bestand. Trotz allen Bemühens der Klever tat sich für sie kaum einmal eine Lücke auf, um ihre leichtfüßigen Angreifer erfolgreich in Szene zu setzen.

Zum ersten Mal nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause stand der Ex-Aldekerker Jannis Altgen wieder auf dem Platz. Erfolgreich in Szene setzen konnte er sich gegen die Duisburger nicht. Gleiches galt aber auch für seine schnellen Nebenleute Hühner und Kürkciyan, die wie Altgen viele lange Wege machten, jedoch zu selten von ihren Mitspielern in Szene gesetzt wurden. Was zu großen Teilen auch daran lag, weil die Klever im Spielaufbau zu kompliziert agierten und vielfach zu lange mit dem Ball liefen, anstatt es dem Spielgerät zu überlassen, die Räume schnell zu überwinden. Dazu kam die fehlende Bewegung in der vorderen Klever Reihe. So taten sich die Mitspieler schwer, in der dicht gestaffelt stehenden Duisburger Abwehr Anspielstationen zu finden. So blieben die Einschussmöglichkeiten auf Klever Seite Mangelware. Und wenn dann selten genug die FC-Angreifer doch einmal in eine gute Schussposition kamen, war der Gästekeeper zur Stelle und erledigte zuverlässig das, wozu er verpflichtet wurde.

Dass sich aus Klever Sicht das Blatt dann doch noch erfolgreich wendete, hatte man Klein-Wiele zu verdanken.

Quelle: RP
 
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