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Aus Den Vereinen
Förderzentrum beginnt die Arbeit

Aus Den Vereinen: Förderzentrum beginnt die Arbeit
Bürgermeisterin Sonja Northing (2.v.l.) griff zur Schere, um das Absperrband zu durchtrennen. Sie übergab damit das Förderzentrum für den Frauen- und Mädchenfußball seiner Bestimmung. Neben ihr zu sehen sind Sascha Wilmsen, Klaus Bartsch, Wolfgang Raymann und Frank Peters (v.l.). FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Bei der Ausbildung von Mädchenfußballern ziehen SV Bedburg-Hau, VfR Warbeyen und 1. FC Kleve an einem Strang. Von Per Feldberg

Am Donnerstagabend war es endlich soweit. Im Beisein von Schirmherrin und Bürgermeisterin Sonja Northing sowie der Vorstände der beteiligten Vereine SV Bedburg-Hau und VfR Warbeyen wurde das "Talentförderzentrum (TFZ) Kämpferherzen" auf der Platzanlage "Duvenpoll" in Warbeyen seiner Bestimmung übergeben. Schon im Vorfeld hatte Kleves Bürgermeisterin zu dem Projekt gesagt: "Der Frauen- und Mädchenfußball braucht gute Rahmenbedingungen und muss in die breite Öffentlichkeit gerückt werden."

Zumindest was die Rahmenbedingungen angeht hat der eigens gegründete neue Verein "Kämpferherzen Talentförderzentrum Kleve e.V." ganze Arbeit geleistet. Unter der Leitung von Klaus Bartsch, der Jahrzehnte lang in verschiedenen Klever Vereinen erfolgreich die Jugendarbeit aufgebaut hat, wurden unter erheblichen finanziellen Aufwendung der drei beteiligten Vereine beste Voraussetzungen für eine leistungsorientierte Nachwuchsarbeit im Mädchenfußball geschaffen.

"Allein war das alles mit nur einem Verein nicht mehr zu stemmen", betont Bartsch. "Bei der SV Bedburg-Hau sind wir ganz einfach an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen. Deshalb haben wir den Schritt in Richtung der anderen Vereine gemacht." Und das Ergebnis ist wirklich beeindruckend. Der VfR Warbeyen, dessen Damen-Mannschaft in der Landesliga spielt, bietet mit zwei Rasenplätzen und einem technisch komplett neu aufgerüsteten Vereinsheim den "Kämpferherzen" ein räumliches Zuhause. Der 1. FC Kleve bietet weitere Platzkapazitäten und ein Zweitspielrecht für die Mädchen in den Leistungsklassen der Jungen. Das Gros der Mädchen kommt von der SV Bedburg-Hau, in deren Mädchen-Nachwuchskonzept der Ursprung der Kämpferherzen liegt und deren U 17 sich vor kurzem erst ein weiteres Jahr die Zugehörigkeit zur Niederrhein-Liga gesichert hat. "Wir möchten allen talentierten Mädchen in der Umgebung die Möglichkeit geben, leistungsorientierten Fußball zu spielen. Dazu müssen sie ihre Heimatvereine nicht einmal verlassen, denn durch das Zweitspielrecht haben sie die Möglichkeit, auch dort weiter am Ball zu bleiben", sagte Bartsch und stellte einen der Vorzüge dieses neu aufgelegten Förderkonzeptes heraus.

Bei der Eröffnungsfeier des Förderzentrums am Donnerstagabend nutzten viele Eltern die Gelegenheit, sich genau über die neu entstandenen Möglichkeiten der fußballerischen Ausbildung ihrer Töchter zu informieren. "Klaus Bartsch hat am Donnerstag ein Elterngespräch nach dem anderen geführt", wusste Sven Rickes von der SV Bedburg-Hau zu berichten. "Überhaupt war die Resonanz absolut toll. Mit einem solchen Zuspruch hatten wir im Vorfeld überhaupt nicht gerechnet. Umso erfreulicher für alle Beteiligten, dass schon bei der offiziellen Eröffnung des Projektes so viel positiver Zuspruch da war", ergänzte Rickes.

Nach dem offiziellen Teil konnten die Zuschauer dann sehen, was die Nachwuchsfußballerinnen beim TFZ erwartet. Unter der Leitung von Frank Peters, Inhaber der DFB-Elite-Lizenz, wurde eine Demonstrations-Trainingseinheit absolviert. "Wir haben Frank Peters mit ins Boot holen können. Er wird die Trainingspläne überwachen und sich um die interne Trainerweiterbildung kümmern", sagte Rickes, der sich freut, dass dadurch auch in diesem Bereich für entsprechende Qualität gesorgt wurde.

Unter großer Beteiligung der Verantwortlichen, Interessierten, Eltern und der Nachwuchskickerinnen endete der Abend "chillig" in der eigens dafür eingerichteten "Players-Lounge."

Quelle: RP
 
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