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Jugendfußball
Franke zurück an alter Wirkungsstätte

Jugendfußball: Franke zurück an alter Wirkungsstätte
Peter Franke, rechts an der Taktiktafel, brauchte nicht lange, um wieder die Rolle des Trainers anzunehmen. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Der ehemalige Spielertrainer der ersten Mannschaft hat Mitte November die A-Jugend-Fußballer der Alemannia Pfalzdorf übernommen. Sein Ziel ist eine gute Ausbildung der Junioren auch im Hinblick auf die Senioren-Teams. Von Sabrina Peters

Die Jugend der Alemannia Pfalzdorf hat ein neues Gesicht bekommen, welches den allermeisten jedoch bekannt sein sollte. Denn mit Peter Franke, der seit Mitte November die A-Junioren in der Leistungsklasse coacht, ist ein ehemaliger Spielertrainer zurück an seiner alten Wirkungsstätte, wo er bereits erfolgreich arbeitete.

Zur Saison 2012/13 übernahm Franke die erste Pfalzdorfer Senioren-Mannschaft und führte sie direkt von der A- in die Bezirksliga. In der darauf folgenden Spielzeit konnte er dann auch mit dem Team die Klasse halten. Nach nur sieben Partien in der Saison 2014/15 legte er jedoch sein Traineramt nieder, um den Weg frei zu machen für neue Impulse.

Mit dem Fußball aufgehört hatte Franke seit seinem Abschied vom Gocher Berg jedoch nicht. Aus Verbundenheit zu seinem Freund Frank Bleisteiner, der den SV Donsbrüggen trainiert, schloss er sich dem A-Ligisten als Spieler an und lernte dabei auch noch einmal etwas vom Trainer Bleisteiner, wie Franke sagt.

Sein erneutes Engagement bei der Alemannia, diesmal in der Jugendabteilung, enstand eher zufällig. "Unser bisheriger A-Jugendcoach Mischa Blenckers musste aus beruflichen Gründen aufhören", erzählt Pfalzdorfs Jugendleiter Johannes Blenckers. Das sei für den Verein ein Schock gewesen. "Mischa hat hervorragende Arbeit geleistet, und wir hätten ihn gerne weiter bei uns gehabt", sagt Johannes Blenckers, der jedoch der unwiderruflichen Tatsache ins Auge blicken musste. Ihm blieb also nichts weiter übrig, als sich auf die Suche nach einem neuen Coach zu machen.

In Gesprächen mit Stefan Eikemper, für die Öffentlichkeitsarbeit der Alemannia verantwortlich und früher Co-Trainer von Peter Franke, schlug Eikemper seinen ehemaligen "Chef" als A-Jugend-Trainer vor. Da der 35-jährige nicht nur die sportlichen Qualitäten als Trainer mitbringe, wie man sich bei der Alemannia sicher war, sondern auch ein gutes Bindeglied von den A-Junioren zu den Seniorenteams darstelle, fiel die Entscheidung relativ schnell auf Franke. "Die Resonanz darauf war in den vergangenen Wochen im Verein riesig", berichtet Eikemper. Auch insgesamt sei die Stimmung im Pfalzdorfer Jugendfußball gut. "Die Entwicklung bei uns ist komplett gegensätzlich zum allgemeinen Trend", sagt Blenckers. Mit 36 Jugend-Mannschaften sei der Verein sehr gut aufgestellt. Die Erfolge der Pfalzdorfer und der Zulauf zum Verein seien unter anderem mit den qualitativ guten Trainern eng verknüpft. Auch das Ziel, alle Jugendteams in die jeweiligen Leistungsklassen zu bringen, sei schneller gelungen als gedacht.

An diese Erfolge soll nun mit Franke angeknüpft werden. Der Trainer musste auch nicht lange nachdenken, ob er das Angebot der Blau-Weißen annimmt. Das sei zum einen eine Herzensangelegenheit, zum anderen zu diesem Zeitpunkt aber auch genau das Richtige gewesen. Dem neuen Jugendcoach sei es schon immer ein Anliegen gewesen, im Nachwuchsbereich zu arbeiten. "In Pfalzdorf finde ich dazu optimale Bedingungen vor. Unser Ziel ist es, den Jungs eine gute Ausbildung zu ermöglichen - auch mit Blick auf die Senioren", sagt Franke, der im Gocher Jugendamt auch beruflich mit dieser Altersgruppe zu tun hat.

Bisher ist Franke auf einem guten Weg: Gleich im ersten Spiel gab es für ihn und seine Schützlinge den ersten Sieg. Der derzeitige siebte Tabellenplatz würde zumindest für die Qualifikation zur Leistungsklasse reichen. Ein direkter Platz für die Leistungsklasse ist sogar nur drei Punkte entfernt.

Quelle: RP
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