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Für die SGE sind die Abstiegsränge tabu

Lokalsport: Für die SGE sind die Abstiegsränge tabu
Die neue Tribüne auf der Platzanlage der SGE Bedburg-Hau ist zwar noch recht klein, aber groß genug, um dem Bezirksliga-Kader für die Saison 2015/16 Platz zu bieten: (untere Reihe v. l.) Frederic Wensing, Jannik Winkels, Dominik Ljubicic, Jens Perau, Jan Eiselt, Falko Hesse, Christoph Kost, Philip Jansen, (mittlere Reihe v. l.) Alois Schmidt (Betreuer), Alexander Nienhuys, Nemanja Vukasinovic, Mathias Janßen, Jan van der Hamen, Christian Fischer, Martin Thanisch, Sebastian Kaul (Trainer), Dominic Weber (Co-Trainer), (obere Reihe v. l.) Marcel Dobbelsteen (Physiotherapeut), Fabian Wensing, Andreas Raith, Matthias Rausch, Kai Kersjes, Fabian Remmers, Kai Sippel, Jürgen Schrievers (Torwarttrainer) und Lambert Visscher (Betreuer). Es fehlen Daniel Ehlert, Florian Michels, Ansgar Nießen und Robert Roll. FOTO: Evers
Kleve. Fußball-Bezirksligist SGE Bedburg-Hau hat eine solide Vorbereitung hinter sich. Spielertrainer Sebastian Kaul und sein Assistent Dominic Weber blicken zuversichtlich auf die am Sonntag beginnende Saison. Erster Gegner ist der GSV Geldern. Von Christoph Janssen

Nach einem starken sechsten Platz in der vergangenen Bezirksligasaison gibt sich Sebastian Kaul, Spielertrainer der SGE Bedburg-Hau, nach sechswöchiger Vorbereitung realistisch, jedoch auch zugleich selbstbewusst. "Es wäre vermessen zu sagen, dass wir nun ganz oben angreifen. Die neue Gruppe ist nicht einfach, gerade aus der Moerser Region sind gute Mannschaften dazugekommen", sagt Kaul. Wenn man sich die anderen Trainer anhöre, dann habe man den Eindruck, die die halbe Liga wolle oben mitmischen.

Auf der anderen Seite kennt Kaul, der im zweiten Jahr bei der SGE in der sportlichen Verantwortung steht, jedoch auch die Qualität seiner Mannschaft und fordert von ihr ein selbstbewusstes Auftreten. "Wir haben im vergangenen Jahr eine wirklich tolle Saison gespielt und uns dazu noch gezielt verstärkt. Von daher möchte ich möglichst nichts mit den Abstiegsrängen zu tun haben." So sei das Ziel des Trainerstabs, die nächste Spielzeit auf einem einstelligen Platz abzuschließen. "Ich halte nichts von Understatements. Wir setzen unsere Ziele nicht zu niedrig an. Sollten wir am Ende jedoch Zwölfter werden, so ist das immer noch eine ordentliche Saison", betont Kaul.

Nachdem Marcel Giessen, Dennis Schouten, Karsten Mattheis und Robert Vosskamp zum Ende der vergangenen Saison die SGE verlassen haben, verstärkte man sich mit sechs Spielern. "Auch wenn die Abgänge uns im vergangenen Jahr oft geholfen haben, waren deren Einsatzzeiten doch überschaubar. Bei den Neuzugängen haben wir nun eine sehr gute Mischung hinbekommen: Offensiv wie defensiv, jung wie erfahren sind Spieler mit aussichtsreicher Zukunft dabei. Von denen kann der ein oder andere Stammspieler werden", prophezeit der Spielertrainer der SGE.

Mit Nemanja Vukasinovic aus Groesbeek, Kai Sippel aus der Materborner A-Jugend und Dominik Ljubicic aus der U19 des 1. FC Kleve kamen drei "junge und entwicklungsfähige Spieler", wie Kaul erklärt. Vukasinovic habe als klassischer Mittelstürmer in der Vorbereitung schon seine Torgefahr unter Beweis stellen können, auch Ljubicic sei in den ersten Testspielen "wie eine Bombe" eingeschlagen. Und zu Sippel sagt Kaul: "Er hat uns zuletzt erst im Pokal durch seinen Treffer in die Verlängerung gerettet." Die jungen Spieler sollen jedoch langsam an das Bezirksliganiveau herangeführt werden. "Die können wir nicht sofort verbrennen", sagt Kaul. Der Schritt aus der Jugend in den Seniorenfußball sei nämlich schon ein großer.

Mit Fabian Wensing rückt daneben ein guter Bekannter aus der zweiten Mannschaft der SGE, in der er in der vergangenen Saison Leistungsträger und Kapitän war, eine Stufe nach oben. Zudem schlossen sich noch Fabian Remmers aus der Bezirksligaelf des 1. FC Kleve und Falko Hesse von den Erfurter Kickers den SGE-Fußballern an. "Letzterer stand als A-Jugendlicher im Bundesligakader von Rot-Weiß Erfurt. Er hat großes Offensivpotenzial und kann vielseitig eingesetzt werden", sagt Kaul.

In mehreren Testspielen gab es für Kaul einige Möglichkeiten, die Neuzugänge wie auch die alteingesessenen Akteure zu testen. "Wir haben sehr viele Spiele gemacht, was man den Jungs auch zwischenzeitlich angemerkt hat." Nach Siegen gegen den A-Ligisten SV Donsbrüggen (3:0) und B-Ligisten Fortuna Elten (7:1) folgte eine 0:2-Niederlage gegen Borussia Veen, die im Moerser Fußballkreis in der Kreisliga A spielt. Zudem gab es einen "durchwachsenen Auftritt" im Gemeindepokal. Vor einer Woche trennte man sich dann noch 3:3 vom letztjährigen Ligakonkurrenten Uedemer SV und zitterte sich vor zwei Tagen in die zweite Pokalrunde auf Kreisebene: Nach nervenaufreibenden 120 Minuten gewann die SGE mit 5:2 nach Verlängerung gegen den SV Grieth.

Nachdem Trainer Kaul in den ersten Vorbereitungsspielen zur Halbzeitpause viel durchgewechselt hatte, legte er in den beiden letzten Spielen großen Wert darauf, dass einige Spieler mehr Einsatzzeiten bekamen. "Die wilde Testerei ist aber jetzt vorbei, wir schauen nun gespannt auf den Auftakt in der Bezirksliga. Im Großen und Ganzen steht die Startformation", sagt der SGE-Coach.

Der Fokus in der letzten Trainingswoche vor dem Ligastart am Sonntag liege nun auf taktischen Dingen und der Spritzigkeit, wie Kaul verriet. "Konditionell sollten wir für den Meisterschaftsbeginn g gut gerüstet sein, und auch spielerisch sehe ich innerhalb des Teams große Fortschritte. Leider konnte nicht jeder aus dem Kader die komplette Vorbereitung mitmachen, doch für den Heimauftakt am Sonntag gegen den starken Aufsteiger GSV Geldern sind wir auf jeden Fall gut vorbereitet."

Quelle: RP
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