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Radsport
Gero Walbrül gewinnt das Eliterennen

Radsport: Gero Walbrül gewinnt das Eliterennen
Alles drehte sich gestern in Kleve ums Radrennen. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. 18. Radrennen "Rund ums Tönnissen-Center". Das Wetter macht den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung. Von Per Feldberg

Rund um das Tönnissen-Center waren alle Vorbereitungen getroffen worden. Die Feuerwehr und Jugendfeuerwehr Kleve stellte mit rund 25 Mann an allen neuralgischen Stellen Streckenposten, um den Verkehr zu regeln, das THW hatte bereits am Morgen die Strecke mit Hilfe hunderter Absperrgitter gesichert.

Rund um Start und Ziel sorgte Fahrradclown Pepe mit seinem Fahrradbett für die Belustigung der jungen Zuschauer, zudem sorgte das Team des "Takatukahauses" für viele geschminkte Kindergesichter. Für das leibliche Wohl der Zuschauer wurde ebenfalls in unterschiedlichsten varianten bestens gesorgt. Einzig und allein das Wetter machte den Veranstaltern Helmut und Rudi Tönnissen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Denn ab den Mittagsstunden gab es immer wieder heftige Schauer, die am Ende wohl verantwortlich dafür waren, dass die Veranstaltung am Ende nicht auf soviel Resonanz stieß wie in den Vorjahren.

Bei der Zieldurchfahrt reißt Gero Walbrül vom Radsport Club Rheinbach die Arme nach oben. Soeben hat er souverän mit 38 Sekunden Vorsprung das Elite-Rennen der Amateure gewonnen. FOTO: Stade Klaus-Dieter

"Wir haben in der Vergangenheit immer Glück mit dem Wetter gehabt. Diesmal hat es leider nicht geklappt. Und dennoch bin ich unter diesen Umständen mit dem Zuspruch zufrieden", erklärte Rudi Tönnissen. "An dieser Stelle möchte ich natürlich den zahlreichen Sponsoren danken, die wie in den Vorjahren, diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben. Und ich hoffe, dass die mittlerweile jahrelange gute Zusammenarbeit auch fortgesetzt werden kann."

Den sportorganisatorischen Part hatte nun bereits zum dritten Mal hintereinander die Radrenngemeinschaft Kleverland übernommen. "Wir haben heute rund 25 Mitglieder als Helfer hier im Einsatz, die sich in erster Linie um die Meldestelle kümmern, aber auch an den Übergängen auf ihren Posten sind. Für uns ist es noch keine Routine, aber die Abläufe passen schon ganz gut. Wir sind mit dem Ablauf zufrieden", erklärte RGG-Schatzmeister Corny Aben.

Viel Spaß hatten die Kinder mit Clown Pepe, der hier große Riesenseifenblasen machte. FOTO: Stade Klaus-Dieter

Veranstalter Rudi Tönnissen war auch während der Rennen ein vielgefragter Mann. Ob Nachfragen seiner Mitarbeiter, eine kurze Begrüßung von Bekannten vor dem VIP-Bereich oder ein lockerer Spruch zu den Herren am Getränkestand. Tönnissen erledigte die Dinge gewohnt souverän und ohne jede Hektik. "Auch die Vorbereitung läuft recht ruhig ab. Ich habe insgesamt vier Ordner, die ich abarbeiten muss, bis die Veranstaltung steht. Das ist nun beim 18. Mal Routine, die aber immer noch auch sehr viel Spaß bereitet", so der Hauptmotor hinter der Veranstaltung. Dabei lag Tönnissen in diesem Jahr besonders ein Projekt, das im Vorfeld des Renntages gestartet wurde, besonders am Herzen. Zusammen mit Saturn Geschäftsführer Max-Ingo Festing und RGG-Schatzmeister Corny Abben wurde im Rahmen des Schulprogrammes "Fette Reifen" ein integratives Projekt mit Flüchtlinkskindern aus Kleve und Kindern des SOS-Kinderdorfes durchgeführt. Sowohl Tönnissen wie auch Festing waren von der Resonanz der Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren begeistert, die neben dem Radfahren auch Fahrradtechnik und Verkehrskunde im Vorfeld gemeinsam erlernten. Höhepunkt dann war natürlich das "Fette Reifen Rennen" am gestrigen Sonntag.

"Hier hat nicht entscheidend, wer gewonnen hat, sondern wie die Kinder zu diesem Rennen gekommen sind und wie sie als Team zusammengewachsen sind", resümierte Fesing abschließend.

Sportlich war das Eliterennen der Amateure der Höhepunkt der Veranstaltung. Aus ganz Nordrhein-Westfalen und auch weit darüber hinaus waren die Radrennsportler angereist, um um die Prämien und Ranglistenpunkte zu fahren. So auch Jarno Reimers aus Münster, der für das Rostocker Rennteam BIKE Market fährt. "Das Rennen hier in Kleve ist sehr gut organisiert und zudem hoch mit Ranglistenpunkten ausgeschrieben. Die Besonderheit heute ist die nasse Fahrbahn. Da muss man in den engen Kurven schon aufpassen und konzentriert zu Werke gehen", so Reimers, der am Ende auf Rang sieben kam. Ungefährdet jedoch der Sieg von Gero Walbrül vom RSC Rheinbach. Erst hatte sich nach Rund der Hälfte der 70-Kilometer Renndistanz eine sechsköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Doch wenige Runden vor dem Ende setzte sich Walbrül ab und kam mit einem komfortabelen Vorsprung von 38 Sekunden ins Ziel. Den Kampf um Platz zwei musste dann im Fotofinish geklärt werden. Am Ende lag hier Christoph Schübbe vom Cycle your Live e.V. eine Radbreite vor Daniel Klemme vom Stevens Racing Team. Insgesamt kamen in dem rasanten Rennen, das besonders immer lautstark im Start- und Zielbereich von den Zuschauern beklatscht wurde, 35 Radsportler ins Ziel. Eine Besonderheit konnten die Zuschauer zuvor bewundern. Denn es war schon ein ungewohnter Anblick, als die Einradfahrer zu ihrem Rennen antraten. Leider litt gerade diese Disziplin besonders unter einem gerade herunterprassenden Regenschauer. Dennoch kamen die Fahrerinnen und Fahrer unter dem Applaus und den Anfeuerungsrufen der Zuschauer beinahe sturzfrei über die Ziellinie. Valeska Schmitz aus Lennep bei den Damen und Luis Albert aus Düsseldorf bei den Herren sicherten sich dabei die Titel um die NRW-Meisterschaft.

Am Abschluss eines kurzweiligen Renntages gab es dann noch ein Jedermann-Rennen über 40 Kilometer. Hier konnten Remy van Strien und Rene Heister vom RGG Kleverland immerhin die Plätze elf und zwölf belegen und sorgten so für einen versöhnlichen Abschluss für den Mitausrichter einer rund um gelungenen Radportveranstaltung Rund um das Tönnissen-Center.

Quelle: RP
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