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Lokalsport
Gestorben wird später

Lokalsport: Gestorben wird später
Tarek Staude zieht ab. Gegen Velbert kam er in der 70. Minute ins Spiel. Im Hintergrund ist Dominik Borutzki Beobachter der Szene. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Fußball-Oberliga: Der SV Hö.-Nie. ist am Sonntag, Anpfiff 15 Uhr, beim Tabellenletzten FC Kray zum Siegen verdammt. Von Hans-Gerd Schouten

Rein theoretisch kann der SV Hönnepel-Niedermörmter den Klassenerhalt in der Oberliga mit drei Siegen in den letzten Spielen zwar noch schaffen, doch nach der 1:3-Heimpleite am vergangenen Sonntag gegen die Spielvereinigung Velbert haben selbst die größten Fans keine Hoffnung mehr. So gibt sich auch Hönnepels Trainer Georg "Schorsch" Mewes realistisch: "Wir haben noch eine Minichance, wenn wir die restlichen Spiele alle gewinnen. Doch es fällt schwer, daran zu glauben."

Abgestiegen ist der SV Hö.-Nie. zweifellos nicht in der Rückrunde, doch die Hypothek aus der ersten Saisonhälfte war einfach zu groß. Sechs Punkte standen auf dem Konto der Schwarz-Gelben, als der Klub vom "bebenden Acker" die Reißleine zog und für den glücklosen Daniel Beine Trainerfuchs "Schorsch" Mewes an die Seitenlinie zurückholte. Unter seiner Regie startete die Mannschaft eine bemerkenswerte Aufholjagd und konnte 21 Punkte auf der Habenseite verbuchen. Aber auch damit wird man zum Saisonende den Gang in die Landesliga kaum verhindern können, selbst wenn man in den letzten drei Begegnungen siegreich bleiben sollte. "Wir wollen die Spielzeit vernünftig beenden und uns anständig aus der Klasse verabschieden", erhofft Mewes von seinen Schützlingen, dass sie sich jetzt nicht hängen lassen, sondern den natürlich enttäuschten Anhängern noch schöne Spiele zeigen.

Am Sonntag geht die Reise zum bereits abgestiegenen FC Kray, dem man im Hinspiel im November mit 0:3 unterlegen war. Damals bot der SV eine desolate Leistung und musste sich nach Toren von Tavio Y Huete, Kevin Steuke und Maurice Reiß mit 0:3 geschlagen geben. Dafür wollen sich die Mewes-Schützlinge nun an der Buderusstraße revanchieren gegen eine Mannschaft, deren Trainer Christoph Klöpper nicht weiß, ob er mit dem besten Aufgebot antreten kann. Christian Mengert plagt sich mit einer Verletzung herum und auch Johannes Fochers Einsatz ist noch fraglich.

Dies wird den SV Hö.-Nie. aber höchstens am Rande interessieren, denn auch Hö.-Nie. kann nur mit einer Rumpftruppe antreten. Andre Trienenjost, Arne Kleinpaß und Niklas Klein-Wiele fallen bis zum Saisonende aus, Jan-Paul Staschickmuss wegen einer Lungenentzündung passen. "Wir lassen uns nicht hängen und geben nicht auf", hofft "Schorsch" Mewes auf eine gute Einstellung seiner Mannen, "wir geben nicht auf, zu verlieren haben wir ja nichts mehr." Nach der Niederlage gegen Velbert seien die Köpfe der Spieler allerdings leer. Der Coach hofft jedoch, dass sich die Akteure in den noch verbleibenden Begegnungen zusammenreißen und sich anständig aus der Oberliga verabschieden.

Einem Gegner wie Kray, der bereits 81 Gegentore auf dem Konto hat, müsste der SV Hö.-Nie. spielerisch zumindest ebenbürtig sein. Mewes vor dem "Absteigergipfel": "Wir haben sicherlich noch eine theoretische Chance. Die wollen wir nutzen und in drei Punkte mitnehmen."

Quelle: RP
 
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