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Fußball
Goch mit Kay Tassenaar gegen Spitzenreiter

Kleve. Fußball-Bezirksliga, Gruppe 4: Nur Viktoria und SGE Bedburg-Hau haben Heimspiele. Von Frank Gipmann, Christopher Hecht und Jens Helmus

Viktoria Goch - SV Emmerich-Vrasselt (Sonntag, 14.30 Uhr). Trotz der jüngsten Negativserie von fünf Niederlagen in Folge sieht sich die Gocher Viktoria gut gerüstet für die Partie gegen Tabellenführer SV Emmerich-Vrasselt. Dafür kann Coach Jan Kilkens gleich mehrere Gründe anführen: "Wir haben die Spielpause gut genutzt und hart trainiert. Zudem haben wir zuletzt ja gar nicht so schlecht gespielt und jeweils nur knapp verloren. Wir müssen konzentriert so weiterarbeiten, dann wird sich auch der Erfolg wieder einstellen", sieht der Niederländer seine Schützlinge auf einem guten Weg, auch wenn er den durchaus möglichen verpassten Erfolgserlebnissen in Sevelen (1:2) und beim GSV Moers (0:1) nachtrauert: "Ein paar Punkte hätten dem Team in dieser Phase sicher gut getan." Eng verknüpft sind die Hoffnungen auf Besserung aber mit einem Namen - Kay Tassenaar. Ohne den rotgesperrten Abwehrchef rutschten die Weberstädter schließlich erst in die Niederlagenserie und mit ihm wollen sie nun flugs wieder heraus. "Keine Frage, mit Kay Tassenaar sind wir wieder anders aufgestellt", kann Kilkens mit einer seiner Stützen mehr an Bord auch in den anderen Mannschaftsteilen wieder umbauen und Lukas Ernesti ins Mittelfeld vorziehen. Schmerzlich vermisst wird nur noch Pierre Wetzels, der wohl noch bis zur Winterpause ausfallen wird. "Der SV Vrasselt verfügt über eine gewachsene starke Mannschaft und ist bisher sehr konstant aufgetreten. Da haben wir schon Respekt vor. Dennoch gehen wir durchaus selbstbewusst in die Partie, denn auch wir haben unsere Stärken", erklärt Kilkens. Auf die beim GSV Moers gelungene stabile defensivere Ausrichtung dürften die Gocher auch gegen das offensivstärkste Team der Liga mit Toptorjäger Jeremias Geurtsen (15 Saisontore) setzen.

SV Walbeck - 1. FC Kleve II (Sonntag, 14.30 Uhr). Die Reserve des 1. FC Kleve möchte sich nach zweiwöchiger Verschnaufpause weiter aus der Gefahrenzone entfernen. "Wir treten wie in jedem Spiel an, um drei Punkte zu holen. Unser Fokus liegt immer nur auf der nächsten Partie", sagt Kleves Coach Umut Akpinar, "wir wissen aber schon, dass es ein Duell auf Augenhöhe wird." Beide Mannschaften sind im aktuellen Tableau Tabellennachbarn. In den vergangenen Wochen ging der Trend bei den Rot-Blauen kontinuierlich nach oben. "Wir wissen aber schon, dass wir immer weiterarbeiten müssen, für uns wird es sicherlich noch lange darum gehen, den Klassenerhalt zu sichern", mahnt Akpinar vor zu viel Überheblichkeit. Personell hat sich die Lage wieder verschlechtert. So fallen neben den verletzten Merlin Pastoors und Nils Bruns weitere wichtige Stützen aus. Für Nico Mölders ist nach einem Muskelriss das restliche Jahr 2016 gelaufen. Thomas Karcz wird ebenfalls wegen einem Muskelfaserriss pausieren müssen. Christian Urbanek steht arbeitsbedingt nicht zur Verfügung. Seit ein paar Wochen steht der FC-Reserve aber auch ein neues Gesicht zur Verfügung. Der 20-jährige Arne Zitzke aus Berlin hat sich entschlossen an der Rhein-Waal-Hochschule zu studieren und die Rot-Blauen zu unterstützen. Gegen den FC Meerfeld feierte ein kurzes Debüt. "Er passt natürlich perfekt in unsere junge Mannschaft, braucht aber natürlich noch Zeit. Aber für unsere angespannte Personallage ist das natürlich von Vorteil", sagt Akpinar, "in Walbeck wollen wir das Maximum herausholen."

SGE Bedburg-Hau - SV Haldern (14.30 Uhr). Die SGE Bedburg-Hau zeigte sich zuletzt beim MSV Moers (2:0) wieder deutlich verbessert und landete einen wichtigen Sieg, um sich weiter aus der Abstiegszone abzusetzen. Elf Punkte trennen die Elf von SGE-Trainer Sebastian Kaul nun schon von der Gefahrenzone, doch überheblich will man bei den Grün-Weißen nicht werden. "Wichtig war, dass wir in Moers wieder eine gute Leistung abgeliefert und Vorsprung erhöht haben. Doch für uns heißt das noch lange nicht, das wir uns entspannt zurücklegen dürfen", fordert Kaul weiter 100 Prozent von seinem Team. Der nächste Gegner ist der SV Haldern und die Möglichkeiten sind nicht schlecht, dass sich die SGE mit einem weiteren Erfolg sogar ins obere Tabellendrittel schieben kann. "Unser Fokus liegt jetzt auf diesem Spiel und das wollen wir natürlich gewinnen. Die kleine Pause hat uns sicherlich nicht geschadet, wir wollen frisch diese Aufgabe meistern und am liebsten die drei Zähler in Bedburg-Hau behalten", sagt Kaul. Was Kaul in den vergangenen Spielen oft zur Verzweiflung brachte, war die mangelnde Chancenverwertung: "Da müssen wir uns wieder steigern und noch kaltschnäuziger werden. Gegen stärkere Mannschaften ist das dann zu wenig, was wir daraus machen."

RSV Praest - VfB Alemannia Pfalzdorf (Sonntag, 14.30 Uhr). Nach dem spielfreien Wochenende verschlägt es den Tabellenletzten Alemannia Pfalzdorf am Sonntag auf die andere Rheinseite. Die Mannschaft von Trainer Thomas Erkens tritt gegen den Tabellenfünften RSV Praest an. "Wir haben die Pause genutzt, um uns zu sammeln und auf die vier schweren Spiele vorzubereiten, die uns vor der Winterpause noch bevorstehen", sagt Thomas Erkens. Mit Praest erwartet der Coach eine "schwer zu bespielende Mannschaft, die äußerst abgebrüht und spielstark ist". Den Gegner kennen die Pfalzdorfer noch gut aus den zurückliegenden Bezirksliga-Spielzeiten. "Die Voraussetzungen haben sich seitdem nicht geändert, Praest ist der klare Favorit. Bis auf eine Ausnahme konnten wir in den vergangenen Jahren allerdings immer Paroli bieten. Daran wollen wir am Sonntag anknüpfen und dem Gegner ein umkämpftes Duell liefern", sagt Erkens.

Personell müssen die Alemannen am Sonntag einige Ausfälle verkraften: Neben Christoph Remy, der weiterhin verletzungsbedingt ausfällt, stehen am Sonntag auch Kai Riechmann, Sebastian Düvert, Kevin Schiller und Christian Hinz nicht zur Verfügung. Hinzu kommen einige verletzungs- und krankheitsbedingte Fragezeichen.

FC Moers-Meerfeld - SV Hönnepel-Niedermörmter II (Sonntag, 14.30 Uhr). Die U23 des SV Hönnepel-Niedermörmter II tritt am Sonntag bei Aufsteiger FC Moers-Meerfeld an. Mit 20 Punkten aus 15 Spielen ist der Tabellenneunte aktuell der erfolgreichste Aufsteiger der Bezirksliga-Gruppe.

Gäste-Coach Frank Misch: "Das wird kein einfaches Spiel für uns werden auf der Meerfelder Asche. Ich erwarte einen Gegner, der kompakt auftritt und abwartend spielt." Den FC-Coach Thomas Geist kennt Frank Misch noch aus seiner Zeit als A-Jugend-Trainer bei Ossenberg: "Als Jugendtrainer haben wir uns einige heiße Duelle geliefert. Thomas Geist ist ein Trainerfuchs, der seine Mannschaft am Sonntag gut auf uns einstellen wird." Die Zielsetzung der U23: "Wir wollen auswärts etwas Zählbares mitnehmen, um nicht den Anschluss an das Mittelfeld zu verlieren. Bei einer Niederlage wären es bereits zehn Punkte Rückstand auf Meerfeld", sagt der Trainer. In der spielfreien Woche hat sich die personelle Lage bei der SV-Reserve entspannt: Die Erkältungswelle der letzten Wochen ist größtenteils überstanden. Sengbusch und Körner fallen weiterhin verletzungsbedingt aus, zudem ist ein Einsatz von Marvin Braun fraglich.

Quelle: RP
 
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