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Basketball
Goch punktet acht Sekunden vor Schluss

Basketball: Goch punktet acht Sekunden vor Schluss
Der TV Goch gewann hauchdünn in Düsseldorf. FOTO: Stade
Kleve. Basketball-Landesliga: TV Goch gewinnt 70:69. Merkur Kleve verliert daheim mit 63:83. Von Per Feldberg

Nach einer an Spannung kaum noch zu überbietenden Schlussphase setzte sich der TV Goch in der Basketball-Landesliga denkbar knapp mit 70:69 (34:32) DJK TuSa Düsseldorf durch. Acht Sekunden vor dem Spielende führten die Gocher mit einem Punkt 70:69, als den Gastgebern zwei Freiwürfe zugesprochen wurden. Jedoch versagtem dem TuSa-Akteur an der Linie die Nerven und beide Versuche verfehlten die Reuse. Allerdings konnten sich die Gastgeber den Rebound sichern, doch auch der folgende Wurfversuch verfehlte das Ziel. Der vom Korb abspringende Ball landete in den Armen von Marc Goertz, der bis dahin schon eine sehr starke Leistung gezeigt hatte. Sofort wurde Goertz von den Gastgebern gefoult, um die Spieluhr anzuhalten, auf der noch zwei Sekunden angezeigt wurden. Nun hatte der Gocher zwei Freiwurfversuche.

Der Erste ging daneben, den zweiten warf der clevere Gocher absichtlich daneben, weil Tusa bei einem erfolgreichen Wurf eine Auszeit genommen und anschließend dann einen Einwurf Höhe der Mittellinie erhalten hätte. So mussten die Gastgeber ohne taktische Anweisungen in zwei Sekunden das ganze Feld überbrücken, was ihnen letztendlich nicht gelang und der TV als Sieger aus der Landeshauptstadt an den Niederrhein zurückfahren konnte.

Der TV erwischte einen guten Start und führte nach fünf Minuten mit 15:7. Dann wurde die Mannschaft um Spielertrainer Heiner Eling in der Manndeckung nachlässiger und konnte oft den direkten Zug der TuSa-Spieler zum Korb nicht verhindern. Dennoch führte der Gast knapp mit 34:32 zum Seitenwechsel.

In Durchgang zwei in der zweiten Hälfte stellte Coach Eling die Defensive seiner Mannschaft auf ein Ball-Raum-Verteidigung, um die gut funktionierte, sodass die Gäste bis fünf Minuten vor Spielende immer mit etwa zehn Punkten führten. Durch eigene Nachlässigkeiten kam der Gegner wieder heran, konnte am Ende die Partie aber nicht mehr drehen.

" Das war letztlich ein glücklicher, aber am Ende auch verdienter Sieg von uns", so der "playing Coach" nach der spannenden Partie. Am Samstag empfangen die Gocher Korbjäger zuhause (18 Uhr) den Osterather TV, der im bisherigen Saisonverlauf erst einen Sieg verbuchen konnte. "Wir werden den Gegner aber auf keinen Fall unterschätzen und voll konzentriert in die Partie gehen", so Eling.

TV Goch: Marc Goertz (28 Punkte), Mohamed Fateh (16), Markus Wagner (9), Tom Navel (8), Heiner Eling (8), Yannik Rohde (1) und Joshua Krystof.

Auch wenn das Heimspiel der weiterhin sieglosen Mannschaft des Basketball-Landesligisten VfL Merkur Kleve gegen den Tabellenvierten BSG Grevenbroich mit 63:83 (42:46) den erwarteten Ausgang nahm, erlebten die Zuschauer in der Sporthalle des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums doch eine Partie mit einigen Überraschungen. Die Erste war die Rückkehr eines verdienten Spielers, der am vergangenen Mittwoch nach zwei Jahren, in denen er aus beruflichen Gründen pausieren musste, erstmals wieder am Trainingsbetrieb teilnahm und sofort für das Spiel am Wochenende verpflichtet wurde: Center Kevin Pitzner war wieder am Start, und es dauerte nur bis zur zehnten Minute des ersten Viertels, bis er seine ersten Punkte für seinen alten Klub erzielte.

Die zweite Überraschung war der Spielverlauf der Partie an sich. Denn nach der Hälfte des ersten Viertels führte das Team des Gastgebers mit 12:6 gegen den klaren Favoriten. Dann jedoch setzte sich der routinierten Gegner langsam durch, kam aber bis zur Halbzeit nur zu einer vier-Punkte-Führung (42:46).

Und auch nach dem Seitenwechsel kämpfte das Team des Tabellenletzten aus Kleve um jeden Ball und hielt die Partie weiterhin offen. Von einem Klassenunterschied zwischen den Kontrahenten war bis dahin nichts zu sehen.

Kurz vor Ende des dritten Spielabschnitts verkürzte die MerkurMannschaft um Spielertrainer Ralf Daute den Rückstand sogar noch einmal bis auf nur einen Punkt zum 55:56.

Den erwarteten Verlauf nahm die Partie dann im Schlussabschnitt, als die Gäste auf eine Ball-Raum-Verteidigung umstellten und die Klever Würfe aus der Distanz einfach nicht den Weg in den Korb finden wollten. Die Gäste konnten ihre Chancen konsequent nutzen und am Ende zu hoch mit 83:63 gewannen.

"Die Mannschaft hat gegen einen starken Gegner heute ihre bisher beste Saisonleistung gezeigt. Und das stimmt uns optimistisch im anstehenden Abstiegskampf", erklärte Ralf Daute nach der Partie.

VfL Merkur Kleve: Pitzner (4), Kerenker (13), Lange (8), R. Daute (2), Kalkes (8), M. Daute (2), Willemsen (23), Heinrichs, Wegemann (2).

Quelle: RP
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