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Basketball
Gochs Korbjäger mit Licht und Schatten

Basketball: Gochs Korbjäger mit Licht und Schatten
FOTO: Evers, Gottfried (eve)
Kleve. Basketball-Landesligist TV Goch konnte den Klassenerhalt sichern. In der nächsten Saison wird er auf den VfL Merkur Kleve treffen, dem als souveräner Bezirksliga-Meister die Rückkehr in die Landesliga gelang. Von Per Feldberg

Der Basketball-Landesligist TV Goch hat auf der Zielgraden der abgelaufenen Spielzeit den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen können. In der Abschluss-Tabelle belegte das Team um Spielertrainer Heiner Eling mit acht Siegen und 14 Niederlagen den achten Rang. Für den Coach gab es in der abgelaufenen Spielzeit, unabhängig von der Endplatzierung, Licht und Schatten.

"Die Saison begann mit einem Auswärtserfolg beim FK Basket Emmerich eigentlich verheißungs-voll", erklärte Coach Eling. Doch in der Folge lief es für die Gocher Korbjäger alles andere als rund. Einige Akteure hörten überraschend auf und standen somit nicht mehr zur Verfügung. Zudem gesellte sich das Verletzungspech dazu, so dass der Turnverein zu einigen Auswärtspartien mit nur fünf Aktiven anreisen konnte. Negativer Höhepunkt: Aufgrund der Tatsache, dass gar nur drei Spieler einsatzfähig waren, mussten die Gocher Basketballer eine Partie sogar komplett absagen und so die Niederlage am "grünen Tisch" hinnehmen.

"Bis etwa zur Mitte der Saison drückte das natürlich auch auf die Stimmung innerhalb des Teams. Die Zusammensetzung des Spielerkaders war auch recht häufig unterschiedlich, so dass bis dahin ein wirkliches Mannschaftsspiel nicht zustande kam. Dennoch: zwei bis drei Niederlagen waren unnötig, dann wären wir auch frühzeitiger während der Saison im gesicherten Mittelfeld der Tabelle gewesen" analysiert Spielertrainer Heiner Eling diese schwierige Phase rückblickend.

Doch für den Spielertrainer gab es auch positive Dinge. "Das sind sicher die vier Derbysiege und die nur knappe Niederlage beim späteren Meister Giants Düsseldorf". Ein besonderes Lob hat Eling für die Gocher Fans parat. "Sie haben uns die gesamte Spielzeit hindurch immer tatkräftig unterstützt. Im letzten Heimspiel gegen Grün-Weiß Vernum konnten wir zumindest mit einigen spielerischen Schmankerln dafür Danke sagen."

Die Ziele für die kommende Spielzeit gibt Heiner Eling bereits deutlich vor: "Die Derbys gegen Kleve und Emmerich gewinnen sowie so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben". Allerdings hat man im Gocher Lager mit den Planungen für die kommende Spielzeit noch nicht im Detail angefangen. "Ich denke, dass wir im Kern so zusammenbleiben, aber vieles ist noch offen. In den nächsten Wochen werden wir eine Teamsitzung abhalten und alles in Ruhe besprechen."

Deutlich besser ist die Stimmungslage beim VfL Merkur Kleve am Freiherr vom Stein. Mit einer glanzvollen Saison, in der die Mannschaft um Trainer Ralf Daute in allen Ligaspielen ungeschlagen blieb, wurde das Team Meister in der Bezirksliga-Gruppe sechs und schaffte den erhofften direkten Wiederaufstieg in die Landesliga. Dort kommt es für die Klever unter anderem nun zu den immer heiß umkämpften Partien gegen den TV Goch und den FK Basket Emmerich.

Entsprechend enthusiastisch fällt dann auch der Rückblick von Coach Daute aus: "Wir haben alle Spiele gewonnen, darunter gleich das erste, in dem wir am Ende minutenlang in Unterzahl spielen mussten, dann die entscheidende Partie in Anrath, in der wir absolute Nervenstärke bewiesen und klar siegten sowie vor rund 150 Zuschauern und mit einer großen Show in Willich, wo wir im Schlussviertel und insbesondere in den Schlusssekunden gegen den in der Rückrunde bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Gegner einen Neun-Punkte-Rückstand wettmachen konnten. Also viele fantastische Augenblicke."

Trotz aller Euphorie bei den Schwanenstädtern bleibt die Prognose für die kommende Spielzeit geerdet. "Unser Ziel für die kommende Saison ist natürlich der Klassenerhalt und dann der dauerhafte Verbleib in der Landesliga, was wir angesichts unseres nachrückenden Potenzials eigentlich schaffen müssten. Grundsätzlich wollen wir als erste Mannschaft in der kommenden Saison in der Lage sein, noch mehr Systeme zu spielen, um in kritischen Situationen besser mithalten zu können", sagt Ralf Daute.

Zudem können sich die Merkurianer über eine Doppel-Meisterschaftin ihrer Basketball-Abteilung freuen. Denn auch die zweite Mannschaft der Herren konnte in der 2. Kreisliga den Titel einfahren mit Ambitionen, gleich in die Bezirksliga zu springen - also die 1. Kreisliga zu überspringen, was leistungsmäßig kein Problem darstellen würde.

Trainiert wird das junge, erfolgshungrige Team vom Trainerfuchs Nikola Radic, der aus den Klever Talenten eine Truppe formte, die mit einer aggressiven Verteidigung die Gegner oft schon vor der Mittellinie stoppte und die mit hohem Tempo in der Liga Maßstäbe setzte und somit auf jeden Fall einen verheißungsvollen Unterbau für die erste Mannschaft liefert.

Quelle: RP
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