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Lokalsport
Hält Viktoria-Serie gegen Liga-Favoriten?

Kleve. Fußball-Bezirksliga, Gruppe 4: Alle Spiele beginnen am Sonntag um 15 Uhr. Von Frank Gipmann, Christopher Hecht und Christoph Janssen

Viktoria Goch - SV Scherpenberg. Nach sechs Spieltagen ist die Gocher Viktoria weiterhin ungeschlagen. Doch am Sonntag wartet auf die neu formierte junge Kilkens-Elf im Hubert-Houben-Stadion der bisher wohl größte Prüfstein mit dem mit erfahrenen Akteuren gespickten Liga-Topfavoriten SV Scherpenberg (Anstoß 15 Uhr). Eine große Herausforderung, die Jan Kilkens mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht angehen will. "Scherpenberg hat ein absolutes Topteam mit tollen Einzelspielern und einem überragenden Sturm. Für uns wären diese Akteure gar nicht ansprechbar", weiß Kilkens, dass der Gegner sich vom Finanziellen her in einer anderen Liga bewegt. Dennoch sind die Scherpenberger nur mäßig in die Saison gestartet und rangieren nur auf Rang 8 im Tabellenmittelfeld. Am letzten Sonntag musste mit dem überraschenden 0:1 gegen den SV Sevelen gar die erste Niederlage hingenommen werden, so dass Sturmtank Almir Sogolj und Co. sicher mit einer Portion Wut im Bauch nach Goch anreisen. Die Weberstädter rechnen sich dennoch etwas aus: "Einige Teams haben mit einer defensiveren Taktik ganz gut gegen Scherpenberg ausgesehen", liebäugelt Jan Kilkens mit einem leichten Abrücken von der sonst so offensiven Grundausrichtung. Personell hat der Niederländer wieder alle Mann an Bord und fordert eine konzentriertere Vorstellung als zuletzt beim 2:2 in Pfalzdorf: "Das war unser bisher schwächstes Spiel. Auch da müssen wir uns noch weiterentwickeln und auch in Führung liegend die Konzentration hoch halten."

SV Haldern - 1. FC Kleve II. Die Reserve des 1. FC Kleve ist nach sechs Spieltagen in der Bezirksliga nicht unzufrieden mit dem Saisonauftakt: "Wir hatten schwere Gegner dabei, zwei Niederlagen kassiert, aber in einigen Partien wäre mehr drin gewesen als nur ein Zähler", sagt Kleves Trainer Umut Akpinar. Das Problem bei den Rot-Blauen hat der Coach auch schon ausgemacht: "Was uns bisher öfters gefehlt hat, besonders wieder vergangene Woche, ist eine konstante Leistung über 90 Minuten. Wenn wir die auf den Platz bekommen, dann sind drei Punkte auch wieder möglich", meint Akpinar. Mit sechs Punkten aus sechs Partien rangieren die Schwanenstädter momentan im Mittelfeld der Tabelle. Nach einem äußerst schweren Auftakt mit anfänglich großen Verletzungsproblemen kommen jetzt aber Gegner, bei denen die Klever viel gut machen können. "In der Tabelle ist es alles sehr eng. Fakt ist, wir wollen in jedem Spiel unseren Plan durchbringen und natürlich am liebsten drei Punkte mit nach Hause nehmen. Wenn unser Plan aufgeht, dann sehe ich Sonntag gute Chancen für uns", ist Akpinar optimistisch. Personell fehlen werden Nils Bruns, Martin Menting, Christopher Hermsen und Fabian van Beusekom.

"Ein oder zwei angeschlagene Akteure haben wir noch, aber das wird sich dann im Abschlusstraining entscheiden, ob sie dabei sein können", wartete Akpinar bis gestern auf ein OK dieser Spieler. Mit dem SV Haldern trifft die FC-Reserve auf einen Gegner, der sich momentan auf einem Abstiegsplatz befindet. Unterschätzen wird den SV aber nicht. "Die Leistungsdichte in dieser Staffel ist sehr kompakt", meint Akpinar.

SGE Bedburg-Hau 05 - FC Moers-Meerfeldt. Am Sonntag empfängt die SGE Bedburg-Hau um 15 Uhr mit dem FC Moers-Meerfeldt einen Gegner, den man so früh in der Saison noch nicht richtig einschätzen kann. "Ich kenne die Mannschaft leider nicht und weiß nicht, wie sie spielen werden. Das wird schon ein bisschen eine Wundertüte für uns, sodass wir einfach auf uns schauen werden", sagt SGE-Trainer Sebastian Kaul. Zwar holte man bisher acht Zähler mehr als der Gegner und steht auf dem zweiten Platz der Bezirksliga, doch diese Momentaufnahme wolle man nicht überschätzen.

"Der Blick auf die Tabelle ist schön, klar. Er gibt aber noch keinen Aufschluss über den wahren Leistungsstand", meint auch Kaul. Trotzdem sei das Ziel gegen Moersklar: Die Bedburg-Hauer wollen nicht tief stapeln, sondern die drei Punkte zuhause halten und damit ihre Heimbilanz aufbessern. Diese ist mit je einem Sieg, einem Remis und einer Niederlage noch recht durchwachsen im Vergleich zur Auswärtsbilanz: In der Ferne konnten die Bedburg-Hauer bisher nämlich jedes Spiel gewinnen.

Nachdem man am vergangenen Wochenende in Praest eine tolle Reaktion gezeigt und mit 2:0 gewonnen hatte, würde Kaul die Mannschaft gerne beisammen halten: "Man sagt ja: Never change a winning team. Das muss ich am Sonntag aber leider machen." Neben dem verletzten Christian Fischer fallen nämlich noch Jan van der Hammen und Martin Lindau aus, sodass man nach einer guten Mannschaftsleistung nun gegen Moers doch umstellen muss.

Quelle: RP
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