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Hö.-Nie. auf letzter Rille nach Wuppertal

Fußball: Hö.-Nie. auf letzter Rille nach Wuppertal
Jonas Rölver (rechts) ist einer der Spieler aus dem Kader des SV Hö.-Nie., auf den Trainer Georg Mewes in Wuppertal bauen kann. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Fußball-Oberliga: Am Sonntag gastiert die Mewes-Truppe beim Aufstiegsaspiranten WSV. Anpfiff im Stadion am Zoo ist um 15 Uhr. Von Hans-Gerd Schouten

Trainer Georg Mewes ist beim SV Hönnepel-Niedermörmter um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Nach der erwartet schweren Hinserie und dem ersten Rückrundenspiel, das gegen Schwarz-Weiß Essen mit 2:3 in heimischer Umgebung verloren wurde, belegen die Mannen von Trainer Georg Mewes den viertletzten Tabellenplatz. Der würde am Ende nicht zum Klassenerhalt reichen. Aber noch liegen 16 Spiele vor den Schwarz-Gelben, in denen es genügend Möglichkeiten gibt, die erforderlichen Punkte unter Dach und Fach zu bringen. Der Hö.-Nie.-Coach, ohnehin ein Optimist vor dem Herrn und selten schlecht gelaunt, ist sicher, dass er mit seiner Mannschaft das Klassenziel, den Verbleib in der Oberliga, erreicht: "Wir haben genügend Qualität für diese Klasse, der Verein wird dort auch in der kommenden Saison spielen."

Die sonntägliche Aufgabe ist aber bereits eine hammerharte, müssen sich die Schwarz-Gelben doch beim Tabellenführer und Meisterschaftsfavoriten Wuppertaler SV vorstellen. Doch bereits im Hinspiel konnte Hö.-Nie. dem scheinbar übermächtigen Kontrahenten Paroli bieten. Die Bergischen gingen zwar durch einen von Gaetano Manno verwandelten Handelfmeter in Führung, doch eine Minute vor dem Ende konnte der aufgerückte innenverteidiger Nedzad Dragovic im Anschluss an einen Eckball den vielumjubelten Ausgleich erzielen.

"Schorsch" Mewes beklagt vor diesem ersten Pflichtspiel im Jahr 2016 die durchwachsene Vorbereitungsphase. Die schlechten Platzverhältnisse haben das Vorbereitungsprogramm häufig gestört, so dass nicht immer in der erforderlichen Intensität gearbeitet werden konnte. Auch in den Testspielen konnten selten überzeugende Leistungen gezeigt werden, da immer wieder experimentiert werden musste. Erst am vergangenen Sonntag gegen Schwarz-Weiß Essen konnte Mewes in etwa die Elf aufs Feld schicken, die auch am Sonntag im Stadion am Zoo auflaufen soll.

Doch inzwischen stehen schon wieder drei Akteure, die am Dienstag nicht trainiert haben, auf der Verletztenliste. Am schlechtesten sieht es bei Offensivkraft Benjamin Schüssler aus, dem Oberschenkelprobleme zu schaffen machen. Er werde, so Mewes, wohl kaum dabeisein können. Bei Dominik Borutzki (Bauchmuskelzerrung) und Mike Welter (Achillessehenbeschwerden) seien die Chancen auf ein Mitwirken allerdings größer. Fraglich ist auch Stefan Osman-Reinkens (Magen-Darm-Probleme). Zudem fehlen Kai-Robin Schneider und Marco Olivieri. "Wir reisen mit dem letzten Aufgebot nach Wuppertal", beklagt Mewes die großen Personalprobleme.

Der Coach will trotz dieser personellen Probleme gegen den Wuppertaler SV auf eine sture Defensivtaktik verzichten und fordert von seinen Schützlingen ein mutiges Auftreten. "Wenn wir uns hinten reinstellen und ein schnelles Gegentor kassieren, kann es ein bitterer Nachmittag werden." Gegenüber Stefan Vollmerhausen betreut den WSV, der unbedingt den Aufstieg in die Regionalliga schaffen möchte. Prunkstück der Mannschaft ist die Offensive mit Marvin Ellmann, Manno und Aleksandar Vranjes, somit wartet eine Mammutaufgabe auf die Hintermannschaft der Gäste, die im bisherigen Saisonverlauf nicht immer den sichersten Eindruck machte. Optimist Mewes: "Wenn wir nicht schnell ein Gegentor kassieren, ist alles möglich".

Quelle: RP
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