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Tischtennis
Jenisch und Wilms holten WM-Silber

Kleve. Tischtennis: Klever WRW-Quartett starteten bei den Senioren-Weltmeisterschaften im spanischen Alicante. Von Liza-Marie Siegmund

Für Petra Jenisch, Claudia Wilms, Marion Klußmann und Stefan Irsen erfüllt sich ein Traum: Das Klever WRW-Quartett startete im spanischen Alicante bei den 18. Senioren-Weltmeisterschaften. Und das mit Erfolg: Während sich Jenisch in der Damen 40er-Klasse an der Seite von Tatjana Michajlova (PSV Oberhausen) im Doppel bis ins Finale spielte und am Ende die Vize-Weltmeisterschaft feierte, gelang Wilms im Trost-Wettbewerb der 50er-Damen der Einzug ins Finale und ergatterte ebenfalls Silber.

"Neben den Medaillen haben wir wahnsinnig tolle Erfahrungen in Alicante gesammelt, die wir von einem sehr gut organisierten Turnier mit nach Hause nehmen werden", sagte Jenisch. "Wir sind am Wochenende vor dem Turnierstart angereist und haben uns vor Ort umgesehen. Zum Turnierstart waren wir von den Spielbedingungen beeindruckt. 160 Tische in einer Halle, wo hat man das schon einmal gesehen? Das überträgt sich natürlich auf die Stimmung, sodass wir beim Turnier eine unbeschreibliche Atmosphäre in der Halle hatten."

Für Jenisch begann das Turnier als Betreuerin, denn zunächst war einmal das Trio um Klußmann, Wilms und Irsen in der 50er-Klasse gefragt. In sage und schreibe Gruppe 79 (!) kämpfte dabei Klußmann um den Gruppensieg, der ihr bei einer 2:1-Bilanz hauchdünn verwehrt blieb. Die Abwehrspielerin im Bunde musste der Dänin Gruppensiegerin Lone Hummeluhr den Vortritt lassen, zog aber mit ihr ins Hauptfeld ein. Für ihre Mannschaftskollegin Wilms reichte es in der Vorrunde 17 zu einem Sieg über Priti Gupta aus Indien. Zwei weitere Niederlagen bedeuteten am Ende aber Rang drei und die Trostrunde. In jener ging das Turnier nach der Gruppenphase auch für Irsen weiter, der in Vorrunde 53 eine 0:3-Bilanz quittierte. Erst einen Tag später durfte dann auch Jenisch bei den 40er-Damen zum Schläger greifen. Dabei beeindruckte sie ihre Konkurrentinnen und sicherte sich sowohl im Einzel als auch im Doppel den Gruppensieg. Gemeinsam mit Michajlova sprang dabei ein erster Erfolg gegen ein asiatisches Duo heraus. Auch für Klußmann und Wilms sprangen im Doppel Gruppensiege in der 50er-Klasse heraus. Klußmann schlug dabei an der Seite von Jutta von Diecken (SV Arminia Appelhülsen) auf, während Wilms mit Beate Zeyn (Niendorfer TSV) an die Tische ging. Irsen ging unterdessen mit dem Spanier Rafael Ocana Iglesias an den Start und fand sich mit dem Akteur des Gastgeberlandes in der Trostrunde wieder. Wenngleich Stefan Irsen in der ersten Trostrunde im Doppel ausschied und ihn gleiches Schicksal in der zweiten Einzel-Trostrunde ereilte, konnte auch er noch einen besonderen Erfolg feiern, ehe er sich als erster Klever aus dem Turnier verabschiedete. Er bezwang den Chinesen Ru Xiang Zheng, ehe der Serbe Sinisa Curic beim 0:3 zu stark war. Das Feld der Klever Teilnehmer lichtete sich in Richtung der Endrunden zunehmend. So musste auch Klußmann in der zweiten Einzelrunde der Engländerin Karen Henry beim 1:3 den Vortritt lassen und Wilms schied im Doppel gemeinsam mit Zeyn in der Runde der letzten 64 gegen die Polinnen Elzbieta Pieczarkowska/Grazyna Zielinska aus. Eine Runde später erwischte es auch Klußmann/von Diecken gegen die späteren Vizeweltmeisterinnen Qianghong Lu (China) und Sui Ying Katherina Gao (Australien) in der 50er-Konkurrenz. Während Jenisch im Einzel der 40er-Damen in der Runde der letzten 64 die Segel streichen musste, spielte sie sich mit Michajlova im Doppel Schritt für Schritt in Richtung Podestplatz. Besonders umjubelt war der Viertelfinalkrimi, der gegen Petronela Badurova (Slowenien) und Jana Fojtikova (Tschechien) mit 13:11 im fünften Satz entschieden wurde. Und auch die Schwedinnen Lena Johnsson und Katarina Amark waren im Halbfinale erst im Entscheidungssatz zu schlagen. "Das waren tolle Momente. Wir freuen uns sehr über Silber." Gegen die belgische Paarung Cécile Ozer/Magali Charlier hatte das Duo beim 0:3 keine richtige Chance.

Claudia Wilms feierte in der Trostrunde der 50er-Damen Erfolg um Erfolg. Ob Nutan Bhaskar Dhikale (Indien), Sheila Page (Südafrikanische Republik), Linda Attridge (England) oder die Koreanerin Myunghee Han: Auf ihrem Weg ins Viertelfinale verwies sie alle der Reihe nach und verbuchte drei Fünfsatzsiege. Ein weiterer folgte mit einem 3:2 über Sabine Dittmer, bevor es im Halbfinale gegen Mette Knudsen den fast deutlichsten 3:0-Erfolg gab. Parallel dazu spielte sich mit Claudia Bienstadt eine weitere Deutsche ins Finale, der Wilms beim 1:3 knapp unterlegen war. "Wir haben alle gute Leistungen gezeigt", so Jenisch.

Quelle: RP
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