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"Joes Fighters" in der E-Dart-Bundesliga

Lokalsport: "Joes Fighters" in der E-Dart-Bundesliga
In der höchsten Spielklasse Deutschlands angekommen: Die "Joes Figthers" mit Rene Detering, Volker Heimemann, Dennis Vehreschild, Sebastian Kretschmar, Betreuer Günter Lein (hintere Reihe von links) sowie Marco Schwarz und Thomas Gundlack (vorne von links). FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kleve. Das Team aus der Weberstadt schaffte als erste E-Dart-Mannschaft aus dem Kreis Kleve den Aufstieg in das Oberhaus. Dort wollen sie in der am Wochenende startenden Saison eine möglichst gute Figur machen. Ziel ist der Klassenerhalt. Von Sabrina Peters

Am Wochenende ist es soweit: Die Gocher Joes Fighters werden ihr erstes Match in der E-Dart-Bundesliga des Deutschen Sportautomatenbundes (DSAB) absolvieren. Diese Ehre wird den sechs Mann aus der Weberstadt nach ihrem Aufstieg im Januar als erste Kreis Klever Mannschaft zuteil. "Im Steel-Dart gab es schon mal eine Gocher Mannschaft, die Bundesliga gespielt hat. Im E-Dart ist mir allerdings keine bekannt", sagt Günter Lein, der zu den Joes Fighters gehört.

Vor 13 Jahren gründete er zusammen mit weiteren Spielern den Verein. "Wir haben damals hobbymäßig zusammen gespielt und uns gedacht, dass wir dann doch auch in einem Verein spielen und an Meisterschaftsspielen teilnehmen können", erklärt Lein, der daraufhin die Joes Fighters gründete. Das Team startete in der Anfangszeit in der niedrigsten Spielklasse im E-Dart, der Kreisliga C. Der Erfolg stellte sich bei den Gochern jedoch schnell ein. "Danach haben wir immer höher und höher gespielt", sagt Lein. Von der B- ging's in die A-Liga, ehe sie vor drei Jahren den Aufstieg in die Bezirksoberliga schafften. Das ist nach der Bundesliga die zweithöchste Klasse im E-Dart-Sport.

Ihr Ziel, den Klassenerhalt zu sichern, gelang ihnen in diesen vergangenen drei Spielzeiten jeweils souverän, was gerade in der Anfangszeit nicht zu erwarten war. "Wir wussten damals, dass ein Nicht-Abstieg sehr schwer werden würde. Fast immer sind die Aufsteiger direkt wieder abgestiegen", berichtet Lein. Die Joes Fighters schafften es jedoch nicht nur die Klasse zu halten, sondern sich von Saison zu Saison auch tabellarisch zu verbessern. In der vergangenen Spielzeit holten sie so einen sehr guten zweiten Platz.

Da der Meister ihrer Bezirksoberliga nicht zur Qualifikation für die Bundesliga antreten wollte, nahmen die Joes Fighters diese Chance als Nachrücker im Januar wahr. Eine tolle Erfahrung sei dies gewesen, bestätigen die sechs Spieler. Als Außenseiter fuhren sie eigentlich chancenlos nach Bornheim, wo das Qualifikationsturnier ausgetragen wurde. Mit viel Können und auch ein wenig Glück schafften sie es überraschend unter die ersten drei, die in der an diesem Wochenende beginnenden Saison an der Bundesliga teilnehmen. Dort treffen sie auf Mannschaften wie Eschweiler, Gladbach, Dinslaken oder Duisburg. Anders als beim Steel-Dart gibt es im E-Dart nicht nur eine Bundesliga für ganz Deutschland, sondern mehrere regional aufgefächerte Bundesligen. Im Falle der Gocher Joes Fighters ist dies die Bundesliga für Nordrhein-Westfalen. "Das ist aus Kosten und organisatorischen Gründen so", erklärt Lein. Alle zwei Wochen empfangen sie in der Gasstätte "Goch Live" zu einem Doppelspieltag zwei Mannschaften.

Lein selber spielt allerdings bereits seit einiger Zeit nicht mehr aktiv in der Mannschaft mit. "Das Niveau ist für mich zu hoch geworden. Bis zur Kreisliga kann ich noch mithalten, aber darüber hinaus wird es einfach schwierig", berichtet Lein, der mittlerweile die Rolle eines Betreuers einnimmt. Auch seine damaligen Mitgründer der Joes Fighters erging es so. Sie sind mittlerweile alle nicht mehr dabei. Dafür hat sich das Team über die Jahre immer wieder neu verstärkt.

In die neue Saison starten die Gocher indes mit guten Gefühlen. "Wir freuen uns und wollen versuchen die Klasse zu halten", sagt Lein. Ob ihnen das gelingt, wird sich bis zum Sommer zeigen.

Quelle: RP
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