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Lokalsport
Junge Kicker mit Freude bei der Sache

Lokalsport: Junge Kicker mit Freude bei der Sache
Deutschland gegen Borussia Mönchengladbach: In welchen Teams ihre Lieblinge spielen, wollten die jungen Fußballer nicht verleugnen. FOTO: Evers Gottfried
Kleve. In Kooperation mit dem Gocher Unternehmen Derbystar wurde wieder eine Fußballschule veranstaltet. Vier Tage lang trainierten der Nachwuchs auf der Sportanlage von Alemannia Pfalzdorf. Gecoacht wurden sie von Lehrern der DFA. Von Sabrina Peters

Begeistert berichtete die Mutter eines fußballspielenden Sohnes von ihrem Erlebnis am Morgen. "Er fragte mich nach dem Aufstehen, ob das heute schon der letzte Tag in der Fußballschule sei. Er würde gerne noch weitermachen", sagte die Mutter. Ihr Filius nahm an der Derbystar Fußball- und Torwartschule auf der Platzanlage des VfB Alemannia Pfalzdorf teil. An vier Tagen rollte jeweils fünf Stunden lang der Ball. Den anderen 107 Kindern des Camps erging es ähnlich. Auch sie wollten mit dem Training kaum noch aufhören, was nicht zuletzt weitere Jungs bewiesen, die sich nach dem offiziellen Teil den Ball schnappten, und noch schnell ein privates Fußballspielchen veranstalteten.

Die gesamte Zeit über waren die Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren ganz fokussiert und mit Spaß bei der Sache. Die meisten von ihnen waren bereits zum wiederholten Mal dabei. Andere, wie der achtjährige Malte, besuchten die Fußballschule dagegen zum ersten Mal. "Mir gefällt's gut. Man lernt andere Kinder kennen, spielt den ganzen Tag Fußball und lernt, wie Fußball richtig gespielt wird. Am besten gefällt mir das Schusstraining", erzählte der Junge. Er spielt zwar auch in einem Fußballverein, aber hatte doch großen Gefallen an den intensiven und lehrreichen Einheiten.

Die Trainer der Fußballschule kümmerten sich mit viel Geduld um ihre jungen Schützlinge. FOTO: Gottfried Evers

Mit einer Abschlussvorführung am Samstag endete das viertägige Fußballprogramm, das den Kindern vor allem wichtige technische und taktische Inhalte vermittelte. "Dass die Kinder etwas lernen, ist uns wichtig. Bei uns gibt es aber dennoch keinen Leistungsdruck. Wir möchten sowohl die schwächeren als auch die stärkeren fördern", erklärte Jörg Amthor, Leiter der deutschen Fußball-Akademie (DFA), mit der das Gocher Unternehmen Derbystar seit sehr vielen Jahren in Kooperation die Fußballschule in Pfalzdorf ausrichtet.

Ein Garant für den Erfolg seien die Trainer, von denen diesmal zehn die 108 Kinder in mehreren Gruppen coachten. "Sie sind unheimlich engagiert und können die Kinder wunderbar motivieren und führen. Das ist einfach toll", lobte Amthor. Zusammen mit seinem Team hatte er den Kindern verschiedene Übungen mitgebracht, mit denen unter anderem das Passspiel, die Dribbelkünste, Eins-gegen-Eins-Situationen, das Umschaltspiel oder Torschüsse und das Torwartspiel geübt wurden.

Ein besonderes Anliegen der Fußballschule war es darüber hinaus, nicht nur an den Stärken, sondern auch an den Schwächen der Nachwuchsfußballer zu arbeiten. So durfte in einer Übung beispielsweise nur mit dem - bei den meisten schwächeren - linken Fuß geschossen werden. "Im richtigen Fußballspiel profitieren sie von solchen Übungen, da sie ihren schwächeren Fuß dann wie selbstverständlich nutzen", erläuterte Amthor. Der Fußballlehrer legte obendrein Wert darauf, dass die Kinder sich ebenfalls untereinander messen können. "Das ist wichtig, denn dann geben sie nochmal ein paar Prozente mehr, als wenn es um nichts gehen würde", meinte Amthor.

Alles geschah allerdings unter Aufsicht und Anleitung der zehn Trainer. "Sie sollen den Kindern möglichst viele Tipps und Verbesserungen mit auf den Weg geben. Dafür sind die kleinen Gruppen von zwölf Kindern optimal", erläuterte Amthor.

Zusammen mit Joachim Böhmer, von der Derbystar-Geschäftsleitung und Sina Heursen, Assistentin der Geschäftsleitung, findet Amthor es schade, dass etwa 70 Prozent der Teilnehmer sieben bis zehn Jahre alt sind und nur 30 Prozent zehn bis zwölf Jahre. "Leider finden ältere Kinder oft, dass Fußballschulen nur für die Kleineren gedacht sind, was auch oft von Vereinen so vermittelt wird. Aber das stimmt nicht. Gerade mit Älteren kann man an vielen Feinheiten und taktischem Fußballspiel arbeiten. Deshalb ist es schade, dass die ältere Altersgruppe vergleichsweise weniger stark vertreten ist", sagte Amthor. Trotzdem konnte sich die Altersstruktur sehen lassen. "Gegenüber anderen Fußballschulen sind 30 Prozent bei den Zehn- bis Zwölfjährigen aber noch ein guter Wert.

Quelle: RP
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