| 00.00 Uhr

Lokalsport
KFC eine Nummer zu groß für Hönnepel-Niedermörmter

Kleve. Fußball-Oberliga: Der SV Hönnepel-Niedermörmter verlor gestern Abend beim Tabellenführer KFC Uerdingen mit 1:5 (0:2). Nedzad Dragovic erzielte kurz vor dem Abpfiff durch einen verwandelten Foulelfmeter den Ehrentreffer. Von Hans-Gerd Schouten und Reinhard Pösel

Vor drei Tagen brannte anlässlich des Pokalkampfes des KFC Uerdingen gegen den MSV Duisburg der Baum unter den mehr als 7300 Zuschauern in der prächtig gefüllten Grotenburg. Gegen den Tabellenführer der dritten Liga herrschte eine Fußballatmosphäre, wie sie sehr viel schöner nicht sein konnte. Für die meisten Uerdinger Fußballer war es verständlicherweise das Spiel ihres Lebens.

Gestern Abend nun das Kontrastprogramm dazu: Nur noch 1400 Zuschauer passierten die Stadiontore, zu Gast war der Abstiegskandidat SV Hönnepel-Niedermörmter. Für die Anhänger der Heimelf stand der Sieg ihres Teams außer Frage, von Interesse war allenfalls die Höhe. Eine gefährliche Ausgangssituation, zumal die Fußballer von der Düffelsmühle ausgeruht anreisten, ohne mental wie körperlich 90 anstrengende Pokalminuten hinter sich zu haben.

Vielleicht war das auch der Grund für den Uerdinger Coach André Pawlak den Rotationsknopf nicht zu kräftig zu betätigen. Obschon er vor der Partie mit dem SV Hö.-Nie. die Auffassung vertrat, einigen seiner zuletzt stark beanspruchten Spieler könnte eine Pause ganz gut tun. Der Umbau der Uerdinger Mannschaft, Tabellenführer der Oberliga und heißer Anwärter auf den Aufstieg, hielt sich aber in Grenzen. Dagegen sind die Möglichkeiten beim SV Hö.-Nie. ohnehin beschränkt, als dass Trainer Daniel Beine gegen so einen Gegner personell jonglieren könnte. Sein Handeln war vielmehr darauf ausgerichtet, alles zu unternehmen, damit seine Mannschaft nicht unter die Räder gerät.

Der KFC Uerdingen gab mit dem Anpfiff von Schiedsrichter Patrick Rudolf den Ton an und entfachte den zu erwartenden Druck. Dennoch hatten die Gäste die erste Chance des Spiels. Ein schöner Pass kam auf Andre Trienenjost, dessen Schuss aber zur Ecke geklärt wurde. Ein Schuss von Ajdin Mehinovic aufs Uerdinger Tor aus der 15. Minute war von eher harmloser Natur, und ein Distanzball von Niklas Klein-Wiele verschwand in der Dunkelheit der Nacht.

Die übrige Zeit war der SV Hö.-Nie. damit beschäftigt, den stark nach vorne drängenden Gegner in den Griff zu bekommen. Vergeblich jedoch in der 15. Minute, als der Uerdinger Vincent Wagner einen scharf von links vors Tor geschlagenen Freistoß die entscheidende Richtungsänderung gab. Der KFC lag 1:0 in Front. Acht Minuten später lagen sich dessen Spieler ein zweites Mal in den Armen. Diesmal kam die Hereingabe durch Kapitän Timo Achenbach von der rechten Seite. Torschütze Patrick Ellguth düpierte mit dem 2:0 die wie bereits beim ersten Gegentor desorientiert wirkende Hö.-Nie.-Abwehr aus kurzer Distanz. Kurz vor dem Seitenwechsel vergab der Uerdinger Pascale Talarski eine weitere Großchance.

Mit dem 2:0 schienen beide Seiten lange Zeit gut leben zu können. Das Spiel büßte nach dem Wechsel an Niveau ein. Hö.-Nie. konnte nicht mehr zeigen, und Uerdingen schien froh zu sein, nicht stärker gefordert zu werden. Es reichte dem KFC auch so, den Gegner ohne viel Mühe auf Distanz zu halten.

In der 67. Minute baute Johannes Dörfler, dem im ersten Durchgang nach einem vermeintlichen Foul an ihm im gegnerischen Strafraum ein Strafstoß versagt geblieben war, die Führung auf 3:0 aus. Kurz darauf sauste ein Freistoß von Klein-Wiele knapp am Uerdinger Kasten vorbei. Dann waren die Gastgeber wieder am Zug. Danny Rankl traf mit seinem sechsten Saisontor zum 4:0 (76.), und der kurz vorher eingewechselte Dennis Jovanovic erwischte einen Einstand nach Maß und besorgte das 5:0 (82.). Den Ehrentreffer zum 1:5 (87.) erzielte Nedzad Dragovic durch einen flach verwandelten Foulelfmeter.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: KFC eine Nummer zu groß für Hönnepel-Niedermörmter


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.