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Kleve kann im Topspiel Meister werden

Lokalsport: Kleve kann im Topspiel Meister werden
Kleves Innenverteidiger Patrick Braun (3. v. l.) erzielte im Hinspiel gegen den FSV Duisburg den einzigen Treffer in der Partie. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Fußball-Landesliga: Spitzenreiter 1. FC Kleve reist morgen zum Tabellendritten FSV Duisburg. Anstoß ist um 15.30 Uhr. Von Reinhard Pösel

Das Aufstiegsrennen in der Fußball-Landesliga ist an Spannung kaum noch zu überbieten. Der 1. FC Kleve, der die letzten 24 (!) Ligaspiele nicht verloren hat, ist seit einer gefühlten Ewigkeit Tabellenführer (69 Punkte, plus 41 Tore). Druck auf ihn machen von hinten der VfB Homberg (68 Punkte, plus 48 Tore) und FSV Duisburg (68 Punkte, plus 38 Tore), die punktgleich auf den Verfolgerplätzen liegen. Während der VfB Homberg am vorletzten Spieltag beim 1. FC Viersen antritt, reist die Klever Mannschaft in den Duisburger Norden zum dort ansässigen FSV. Die dabei schönste Konstellation aus Klever Sicht: Gewinnen die Bresserberger und Homberg verliert, ist der 1. FC Kleve morgen gegen 17.15 Uhr aufgestiegen.

Erwartet werden auf der Kunstrasenanlage an der Warbruckstraße bis zu 2000 Zuschauer, die weit überwiegende Zahl wird nicht weiter überraschend mit der Heimmannschaft sympathisieren. Aber auch die Klever Farben werden sich auf eine große Anhängerschaft verlassen können. Bestes Indiz dafür war die Geschwindigkeit, mit der Anfang der Woche der Fanbus ausverkauft war. "Nach zweieinhalb Tagen war der letzte Platz vergeben", sagte Vorstandsmitglied Stefan Schneiders. Allen anderen FC-Fans kann man nur den Rat geben, früh anzureisen, da die Platzanlage bei dem erwarteten Zuschaueraufkommen bis zum Bersten gefüllt sein wird. Spielbeginn ist im Übrigen am Sonntag erst um 15.30 Uhr.

"Wir freuen uns auf diese Begegnung", sagte FC-Trainer Thomas von Kuczkowski, der seiner Mannschaft trotz der nachvollziehbaren Anspannung eine konzentrierte Trainingswoche bescheinigte. Der Klever Trainer verwies auf die gute Ausgangsposition seiner Mannschaft, die als Tabellenführer mit einem Vorsprung von einem Zähler auf die Verfolger die Reise nach Duisburg antreten kann. "Hinzu kommt, dass ich in der glücklichen Lage bin, keinen Ausfall zu beklagen habe", freute sich von Kuczkowski.

Tim Haal, der am vergangenen Sonntag nicht zur Verfügung stand, konnte zuletzt wieder mittrainieren und wird in Duisburg mit der Option auf der Bank Platz nehmen, eingewechselt zu werden, wenn je nach Spielverlauf robuste Zweikampfstärke gefragt sein sollte. Nach gestrigem Stand ging der Klever Coach auch bei Fabio Forster nicht davon aus, dass sein Kapitän in der Anfangsformation stehen wird. Doch danach sei vieles denkbar, sagt von Kuczkowski, der seine Mannschaft gut eingestellt in die durchaus knifflige Begegnung schicken wird. Die Verfassung seiner Mannschaft beschreibt der Klever Trainer als gut, "irgendwo zwischen Lockerheit und preußischer Disziplin". Er sei davon überzeugt, dass seine Spieler mit mit der zu erwartenden Atmosphäre zurechtkommen werden. Das habe die Mannschaft beim Spiel in Homberg und anderen wichtigen Partien in dieser Saison bewiesen. "Ich sehe momentan nichts, was gegen eine Niederlage von uns sprechen sollte", sagte "Kucze" selbstbewusst, um einschränkend zu ergänzen, dass er damit nicht gesagt habe, dass "wir auch automatisch gewinnen werden".

Schließlich steht mit dem FSV Duisburg eine enorm gut besetzte und willensstarke Mannschaft auf dem Platz, die zur Winterpause neun Punkte Rückstand auf Kleve hatte. Sie steckte in der Rückserie niemals auf und war immer zur Stelle, wenn der Tabellenführer schwächelte. Das änderte allerdings nichts daran, dass sich die Verantwortlichen nach dem 0:0-Unentschieden gegen Repelen nicht anders zu helfen wussten, als ihren Trainer Guido Naumann durch Günter Abel zu ersetzen. Der anschließend eingetretene Erfolg sollten ihnen Recht geben: Die Spiele gegen Rhede, Uerdingen und Nettetal wurden gewonnen.

Quelle: RP
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