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Aus Den Vereinen
Klever Bouler greifen bei Deutscher Meisterschaft an

Kleve. Christina und Alexander Gall sowie Annemarie Schmidt kämpfen bei der Deutschen Meisterschaft im "Triplette 55+". Von Sabrina Peters

Christina und Alexander Gall sowie Annemarie Schmidt vom Boule-Club Kleve haben etwas bislang Einmaliges geschafft. Als erste Schwanenstädter fahren sie zu einer Deutschen Boule-Meisterschaft, die am kommenden Samstag und Sonntag im hessischen Tromm ausgetragen wird. Gemeinsam kämpfen sie in der Klasse "Triplette 55+" um einen guten Platz in einem starken Teilnehmerfeld.

Bereits vor einem Jahrzehnt sind die drei vom Boule-Fieber gepackt worden. Das Ehepaar Gall wurde damals von seinen Söhnen mit dem Virus infiziert. "Und wenn man einmal infiziert ist, ist das wie eine Sucht", erklärt Alexander Gall, der seither mit seiner Frau in der Freizeit und sogar im Urlaub der komplexen Sportart nachgeht. Zunächst hatten sich die beiden einem Gocher Boule-Club angeschlossen. Als 2008 der Boule-Club Kleve gegründet wurde, wechselten sie dorthin. Zusammen mit Annemarie Schmidt, die sich erst etwas später dem Klever Verein anschloss, spielen sie zu dritt in der Boule-Bezirksklasse.

Bei einem Boule-Turnier auf Bezirksebene hatten sie sich zunächst für den Wettbewerb auf Landesebene qualifiziert. Der verlief allerdings ganz anders als geplant. "Wegen Dauerregen musste das Turnier abgesagt werden", berichtet Schmidt. Die Anfahrt ins nordrhein-westfälische Niederzier-Krauthausen hatten die drei damit umsonst bestritten. Zur Deutschen Meisterschaft konnten sie trotzdem fahren. Da keine neuen Runden gespielt werden konnten, wurde kurzerhand die Rangliste der letzten Jahre zur Wertung hinzugenommen. Da die Klever im vergangenen Jahr nur um einen Platz die Teilnahme an der vom Deutschen Petanque Verband ausgerichteten Deutschen Meisterschaft verpassten, reichte ihre gute Platzierung aus dem vorigen Jahr aber zur Teilnahme an der DM in diesem Jahr. Als 27. fahren sie nun mit insgesamt 32 weiteren Boule-Gruppen aus NRW und 127 Boule-Gruppen aus ganz Deutschland an diesem Wochenende ins hessische Tromm.

Los geht es für Christina und Alexander Gall sowie Annemarie Schmidt bereits morgen. "Wir fahren zu dritt im Wohnmobil und stellen es in der Nähe ab, um dort zu übernachten", sagen die drei Bouler, bei denen neben dem Turnier auch ein wenig Sightseeing angesagt ist. "Die Gegend soll ja sehr schön sein", begründen die drei, die sich vielleicht sogar erst am Montag auf die Rückreise begeben werden.

Für die Schwanenstädter stehen am Wochenende vor allen Dingen Spaß und die Erfahrung im Vordergrund. "Meister werden wir sicher nicht werden", sagt Christina Gall. "Unser Ziel ist es aber schon, gut abzuschneiden", fügt Annemarie Schmidt hinzu. Ein Erfolg für das Trio wäre es schon, in die A-Runde einzuziehen. Am ersten Tag des Turniers müssen sie sich dafür in kleinen Vierer-Gruppen qualifizieren. Schaffen sie es nicht, geht es für sie am nächsten Tag in einem B-Turnier weiter. Sollten sie den ersten Tag aber meistern, müssen sie sich am Sonntag in K.o.-Runden, die bis zum Finale führen können, messen.

Das Ziel lautet dabei immer: Die eigene Kugel möglichst nah an die Zielkugel, das Schweinchen, zu platzieren.

Quelle: RP
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