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Leichtathletik
Klever Citylauf mit neuer Streckenführung

Kleve. Leichathletik: Die Laufveranstaltungen in der Schwanenstadt haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Mit einer neuen und vor allem flacheren Strecke will der LV Marathon Kleve für noch mehr Tempo in der Innenstadt sorgen. Von Reinhard Pösel

Die Tradition der Laufveranstaltungen in der Schwanenstadt ist lang. Sie hat eine Menge mit der Gründung des LV Marathon Kleve zu tun, den Gerd Mölders und der vor sechs Jahren verstorbene Hansi Runzheimer in der Mitte der 1980er Jahre auf die Schiene stellten. Das war die Zeit, als der Laufsport hierzulande boomte - in der Breite wie auch in der Spitze. Zur damaligen Zeit war es die Regel, nicht wie heute die Ausnahme, dass Straßenläufe über fünf Kilometer mit 14er oder "kleinen" 15er Zeiten gewonnen wurden. Über zehn Kilometer waren es 32er und 33er Zeiten. Viele dieser Leistungen wurden von Athleten des LV Marathon Kleve erzielt, mancher Kreisrekord trägt heute noch die Namen von Läufern beziehungsweise Läuferinnen dieses Vereins.

Was lag da für die Truppe um Gerd Mölders näher, als sich mit der Organisation einer eigenen Veranstaltung einer breiteren Öffentlichkeit in Kleve zu präsentieren. Einziger Nachteil: die Streckenführung in der Berg- und Talstadt, wie sie die Lage nun mal vorgibt, konnte niemals den Anspruch haben, Bestzeiten verdächtig zu sein. Dafür waren die Anstiege von der Unter- in die Oberstadt zu giftig und kraftzehrend. Trotzdem schafften es die Klever Marathonis in enger Kooperation mit den Verantwortlichen der Stadt, die Veranstaltung mit Start- und Ziel am Elsabrunnen fest in der Läuferszene zu verankern. Und dabei spielte es auch keine Rolle, dass im Laufe der Jahre immer mal wieder andere Bezeichnungen für den Klever Lauf warben.

Im vergangenen Jahr hieß es noch aus dem Mund von Moderator Laurenz Thissen: Herzlich willkommen beim zum siebten Mal ausgetragenen Klever Berglauf. Am Samstag, 5. September, wird der 66-Jährige vom 24. Klever Citylauf sprechen. "Die Vorbereitungen dafür gehen allmählich in die heiße Phase", berichtet Vereinschef Gerd Mölders. Die neue und flachere Strecke durch die Klever Innenstadt musste nicht nur genauestens ausgesucht werden, sondern anschließend auch noch auf den Zentimeter genau vermessen werden.

Diesbezüglich konnte auch der alte Haudegen Mölders noch dazu lernen, als er sich über den Unterschied zwischen einer amtlich vermessenen und nach den Regeln des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) vermessenen Strecke aufklären ließ. "Unsere Strecke wurde DLV-vermessen", sagt Mölders, der darauf hinwies, dass nur die Ergebnisse auf so überprüften Strecken für die Bestenlisten anerkannt werden. "Dem wollten wir im Zuge der neuen Streckenführung auf jeden Fall Rechnung tragen", betont Mölders, der den Langstrecklern damit keinen Vorwand liefert, am ersten September-Wochenende an Kleve vorbei zu laufen. Der Veranstalter sah nach Reaktionen aus Läuferkreisen ein, dass "die alte Strecke offensichtlich für die große Masse der Teilnehmer zu beschwerlich war".

"Wir rechnen in diesem Jahr mit 900 Teilnehmern", sagt Florian Falkenthal, der beim Citylauf unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Im Mittelpunkt werden die Rennen über fünf und zehn Kilometer stehen. Auch dafür gibt es einen nachvollziehbaren Grund, da die Freizeitathleten diese Strecken häufig laufen und sie deshalb ihre Zeiten einfach vergleichen können und wollen.

Wem diese Streckenlängen aber zu lang sind, kann sich die zehn Kilometer in einer Staffel vierteln. Auf jeden kommt dann nur noch eine Runde von 2500 Metern zu. "Da der Klever Citylauf etwas für die ganze Familie ist, gibt es auch unterschiedlich lange Rennen für den Nachwuchs. Für die Knirpse einen Bambinilauf über 400 Meter, für die Grundschüler einen Lauf über 1000 Meter und einen Schülerlauf über 2000 Meter", heißt es seitens des LV Marathon.

Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung bleibt der Platz am Elsabrunnen. Der Rundkurs führt am Opschlag und der Gasthausstraße entlang, durch die dort befindlichen Bars und Kneipen erhofft man sich eine noch bessere Stimmung. Neu ist auch, dass die Kindergärten und Grundschulen mit den meisten Teilnehmern Geldbeträge erhalten. Auch die Zweit- und Drittmeisten bekommen noch abgestufte Beträge. Es gibt wie immer ein großes Kuchenbuffet und Leckeres vom Grill sowie eine große Auswahl an Getränken zu kleinen Preisen. Jeder Teilnehmer erhält ein Funktionsshirt sowie eine Urkunde.

Quelle: RP
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