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Sportpolitik
KSB-Vorstand ohne Gegenstimme wiedergewählt

Kleve. Die Mitgliederversammlung des Kreissportbundes Kleve fand in der Öffentlichen Begegnungsstätte in Winnekendonk statt.

Die Mitgliedsvereine des KreisSportbundes (KSB) Kleve waren der Auffassung, dass ihr Führungsorgan in den zurückliegenden drei Jahren seine Aufgaben sehr zufriedenstellend für die Sportvereine erledigt hat. Der Beleg dafür sind die Neuwahlen: Ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung wurde der komplette Vorstand auf der Mitgliederversammlung in der Öffentlichen Begegnungsstätte des Kevelaerer Ortsteils Winnekendonk wiedergewählt. Lutz Stermann als Vorsitzender, Dieter Bauhaus und Norbert Käfer als Stellvertreter sowie der Schatzmeister Günter Schlüpen wurden zur Wiederwahl vorgeschlagen, von den Mitgliedern gewählt und nahmen ihr Amt an. Damit ist Kontinuität in der Vorstandsarbeit auch für die kommenden drei Jahre gewährleistet.

In den Berichten wurde deutlich, dass das Aufgabenfeld des KSB Kleve immer umfangreicher wird. So wurde die Willkommenskultur, die den Flüchtlingen entgegengebracht wurde, die durch Unterbringung in den Sporthallen den Sportraum der Vereine einengten, mit viel Herzblut betrieben. Stellvertretend für die vielen Vereine wurden der Gemeinde-Sportverband Rheurdt ("Sportabzeichen für Neuankömmlinge") und der SSV Hellas Emmerich (Schwimmangebot für Flüchtlinge) geehrt. Auch die Landtagsabgeordnete Margret Voßeler bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Sportvereine im Rahmen der Flüchtlingsarbeit.

Kevelaers Bürgermeister Dominik Pichler dankte dem KSB Kleve für 70 Jahre Treue in seiner Stadt. Die Zusammenarbeit und Impulse, die von seiner Stadt ausgingen, haben dem Sport gut getan. Unter dem Beifall der Anwesenden stellte der alte und neue Vorsitzende Lutz Stermann den Wunsch an die Politik heraus, eine stärkere Förderung für die kreisweite Jugendarbeit anzustreben. Es sei nicht hinnehmbar, dass der KSB als größte Bürgervereinigung für die Jugendarbeit 384 Euro im Jahr erhielte. Auch die verpasste Chance einer Anerkennungsförderung für das kreisoffene Jugend-, Medien- und Kompetenzzentrum nahmen die Mitglieder mit Unverständnis und Enttäuschung auf.

Das Grundsatzreferat von Dirk Engelhard vom Landessportbund (LSB) Nordrhein-Westfalen zum Thema "Bewegt älter werden" zeigte deutlich auf, wie die Gesellschaft altert und vor welchen Herausforderungen der Sport mit dieser Zielgruppe steht. Der KSB Kleve sei ein Vorreiter und verlässlicher Partner für diesen Themenkreis.

Unter der Rubrik "Wünsche der Vereine" wurden weitere Förderung für die Integrationsarbeit, Bürokratieabbau und Förderung des Ehrenamts genannt. Insgesamt waren sich alle einig, dass der Dienst- und Serviceleister für den Sport im Kreis Kleve auch nach der Vorstellung des Bauvorhabens gut aufgestellt ist. Ein Wermutstropfen war die Nachricht, dass der am 28. Mai geplante Jubiläumsempfang "70 Jahre KSB Kleve" mangels Interesse der Vereine und dem Sport nahestehenden Institutionen abgesagt werden musste. Ob es einen neuen Festaktgeben wird, konnte der KSB-Vorstand noch nicht sagen.

Quelle: RP
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