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Lokalsport
Laura Hetzel hofft aufs Finale

Lokalsport: Laura Hetzel hofft aufs Finale
Laura Hetzel mit ihrer 13-jährigen Stute Quanita. FOTO: Tomas Holcbecher
Kleve. Reitsport: Deutschlands beste Nachwuchsreiter und -voltigierer starten von heute an bis Sonntag in der Aachener Soers im Schatten des Hauptstadions. Auch Mara Anna und Kai Terhoeven-Urselmans am Start. Von Stephan Derks

Der eine oder andere der Nachwuchssportler wird sicherlich schon mal einen Blick ins Hauptstadion werfen. Dort, wo kürzlich noch Ludger Beerbaum und Co. beim Weltfest des Pferdesports, dem CHIO Aachen, um sage und schreibe 2,7 Millionen Euro Preisgeld gekämpft haben und von 350.000 Besuchern angefeuert wurden. Ab heute starten in Aachen die Deutschen Jugendmeisterschaften (DJM), wobei diese zugegeben noch ein paar Nummern kleiner sind. Allerdings nicht minder professionell organisiert. "Wir wollen den Aktiven bestmögliche Bedingungen ermöglichen", sagt Frank Kemperman. Der Niederländer ist Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV) und Turnierleiter sowohl des CHIO Aachen wie auch der DJM.

Wenn also bis zum 10. September Deutschlands beste Nachwuchsreiter und -voltigierer im Schatten des Hauptstadions starten, werden sie ohne Zweifel original CHIO-Luft schnuppern können. Und idealerweise gelingt dann irgendwann der Sprung in den großen Sport. Davon dürften jetzt bereits einige Reiter des Kreispferdesportverbandes träumen, die im Rahmen der DJM in Aachen an den Start gehen. Hierzu gehört bei den "Childern" (nur Springen, bis 14 Jahre) Mara Anna Terhoeven-Urselmans (Keppeln), die mit ihrem Pony Filou an den Sart gehen wird. Bei den Jungen Reitern (bis 21 Jahre) ist es ihr Bruder Kai, der sich mit Abu Dhabi auf die Jagd nach Sieg und Platzierung gehen wird. Die Dritte im Bunde, die bei den DJM an den Start gehen wird, ist die amtierende Rheinische Meisterin Laura Hetzel. Die 17-jährige Nachwuchsspringreiterin aus Pfalzdorf geht mit ihrem Erfolgspferd Quanita in der Altersklasse der Junioren (U18) an den Start.

"Rita ist sehr gut drauf. Nach der Europameisterschaft hat sie ein bisschen Pause gehabt und konnte entspannen. Jetzt steht sie wieder voll im Training und ist frisch", sagt die Reiterin von der RSG Niederrhein über ihr bestes Pferd. Bei der U18-Europameisterschaft im slowakischen Samorin im August freuten die beiden sich mit der Junioren-Equipe nach einer spannenden Aufholjagd am Ende über Mannschaftsbronze.

Auch bei Deutschen Meisterschaften feierten Hetzel und ihre 13-jährige Stute schon große Erfolge. Im vergangenen Jahr platzierte sich das Paar aus Goch im Finale in Riesenbeck auf Rang fünf, 2015 gewannen sie in Zeiskam Bronze. "Ich möchte auch dieses Jahr ordentliche Runden drehen und mit Rita und mir zufrieden sein. Das Finale zu reiten ist auf jeden Fall mein Ziel", resümiert die Juniorin ihre Erwartungen.

Zur Vorbereitung auf Aachen habe Hetzel noch einmal auf Rasen trainiert, da auch in Aachen auf einem Rasenplatz geritten wird. "Grundsätzlich merke ich keinen Unterschied, ob ich Rita auf Rasen oder auf Sand springe. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sie auf Rasen noch mehr Spaß hat", meint Hetzel. "Ehrlich gesagt finde ich aber auch, dass ein großes Turnier auf Rasen zu reiten etwas wirklich Besonderes ist." Am heutigen Vormittag geht es für sie und Quanita von Goch nach Aachen. "Die erste Wertungsprüfung für uns Junioren startet schon am Nachmittag", erklärt Hetzel. Nach der ersten und zweiten Wertungsprüfung, beide auf S-Niveau, qualifizieren sich die besten Reiter für das abschließende Finale, eine Springprüfung der Klasse S** mit zwei Umläufen.

Unterstützung bekommt die Schülerin in Aachen von vielen Seiten. "Meine Mama steht mir mental zur Seite, Papa ist mein Trainer und unsere Pflegerin kümmert sich darum, dass es Rita gut geht. Vielleicht kommen sogar Oma und Opa für einen Tag vorbei und drücken die Daumen", freut sich die 17-Jährige.

(FN)
 
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