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Kleve. Angesichts der Abgänge, die der BV Wissel mit Leistungsträgern wie Robin Deckers, Benjamin Hesse, Felix Beckmann, Patrick Kopriosek und Stefan Worm vor dem Saisonbeginn zu verzeichnen hatte, war Spielern und Verantwortlichen klar, dass es in dieser Spielzeit für den Dorfklub nur um den Klassenerhalt gehen kann. Platz 15 nach der Hälfte der Meisterschaftsrunde macht deutlich, dass es sich bei den Prognosen bzw. Erwartungen nicht um Tiefstapelei gehandelt hat. Von Roland Baumann

"Natürlich ist es nicht schön, wenn man als Drittletzter überwintert, aber wir liegen mit 14 Punkten noch im Rennen, denn andere Mannschaften haben auch nicht viel mehr gepunktet als wir", weiß Spielertrainer Martin Würzler, dass die Chancen für ein weiteres A-Liga-Jahr für den BV Sturm durchaus gegeben sind. Weitere Hoffnung wird geschürt durch die Rückkehr von Felix Beckmann, der nach nur einem halben Jahr vom TuS Xanten zur Dünenelf zurückkehrt und der Abwehr, die sich bislang als Schwachstelle herauskristallisiert hat, mehr Stabilität verleihen soll.

Mit 58 Einschlägen stellen die Wisseler die mit Abstand schwächste Hintermannschaft der A-Liga. "Da müssen wir uns verbessern", weiß auch Würzler, wo der Schuh drückt. Wüzler wurde nach dem ersten Spieltag das sportliche Kommando für den ausgeschiedenen Mario Wessler übertragen und wird zumindest bis zum Saisonende dieses Amt weiter ausüben. "Wir werden uns zu Beginn der Rückrunde zusammensetzen und alles Weitere besprechen", stellt Würzler die Trainerfrage in den Hintergrund.

Der Fokus soll zunächst auf eine intensive Vorbereitung gelegt werden, denn in der Phase vor dem Saisonstart wurde bei schwacher Trainingsbeteiligung versäumt, die konditionelle Grundlage für die Spiele zu schaffen. "Wir müssen Kraft für 90 Minuten haben. Es nutzt nichts, wenn wir nach 70 Minuten zusammenbrechen", hat Martin Würzler erkannt, dass seinen Spielern in der Endphase der Partien die Puste ausging. "Es kann nur über Kampf gehen", weiß der Defensivspieler, dass im Abstiegskampf spielerische Elemente nicht so sehr gefordert sind und dass der BV Sturm schon seit jeher berühmt-berüchtigt für seine Kampfstärke war.

Die Schwächen in der Defensivarbeit konnten von einer gut funktionierenden Offensive nicht kompensiert werden. "Hier müssen wir ein Gleichgewicht hingekommen", fordert Würzler, der seine Elf stets dazu im Stande sieht, einen Treffer zu erzielen. Nicht zuletzt denkt er dabei an den jungen Maximilian Janssen, der mit 14 Toren zu den zweitbesten Goalgettern der Liga zählt. Torreiche Begegnungen sollen, wenn es nach dem Wisseler Trainer geht, der Vergangenheit angehören.

"Bisher war immer was los bei unseren Spielen. Aber mir wäre ein 1:0 oder ein 0:0 lieber", hofft Martin Würzler auf bessere Abwehrarbeit beim BV Sturm.

Quelle: RP
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