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Handball
Merkur-Handballerinnen halten nur bis zur Pause mit

Kleve. Für die Handballerinnen des VfL Merkur Kleve stand am vergangenen Wochenende der letzte Spieltag der aktuellen Bezirksligasaison vor der Winterpause an. Dabei musste sich das Team von Trainer August Bockenhüser trotz starker erster Hälfte dem neuen Tabellenführer von Blau-Weiß Dingden mit 14:24 (8:9) geschlagen geben. Von Niko Hegemann

Vor dem Spiel musste Bockenhüser die Ausfälle der Routiniers Meike Kessler, Antje Pastoors und Monika Reintjes-Engelen verkraften. Außerdem stand ihm die zuletzt überzeugende Nina Patzwahl nicht zur Verfügung. Dafür kehrte Sonja Frohnöfer nach einer Auszeit zurück, kassierte allerdings kurz vor Abpfiff eine rote Karte. Angesichts des dünn besetzten Kaders lautete die Marschroute der Merkur-Damen "hinten wenig zulassen und vorne lange durchspielen", wie es der Merkur-Coach formulierte.

Diese Marschroute ging allerdings nicht auf, und die favorisierte Heimmannschaft führte schnell mit 5:1. Dann gelang es den Merkur-Handballerinnen jedoch, sich großartig zurück zu kämpfen und das Spiel ausgeglichen zu gestalten. "In dieser Phase sind wir hinten robust aufgetreten, haben vorne geduldig den Ball laufen lassen und unsere Spielzüge durchgezogen", lobte Bockenhüser die Reaktion seiner Mannschaft, die in der letzten Minute vor dem Pausenpfiff durch Kreisläuferin Denise Reintjes die Chance hatte, per Siebenmeter den Ausgleich zu erzielen. Da der Wurf aber nicht im Tor landete, ging Dingden mit einer 9:8-Führung in die Kabine.

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich der Spitzenreiter jedoch stark verbessert und konnte sich bis zur 40. Minute auf 16:10 absetzen. Gleichzeitig ließ mangels vieler Wechseloptionen die Kondition der Merkur-Damen nach, was sich auch in der Konzentration niederschlug. "In der zweiten Hälfte hat bei uns dann die Zuordnung in der Defensive gefehlt", sagte Bockenhüser, der darin einen Grund für die Niederlage ausmachte. "Zudem haben uns aufgrund der großen und robusten Abwehr des Gegners die einfachen Tore gefehlt."

Vor allem der Rückraum der Dingdener nutzte die Lücken in der Merkur-Deckung gnadenlos aus. Gegen diese Bälle konnte auch das Torhütergespann Christina Marschall und Claudia Gretschel-Thissen nichts ausrichten. Dadurch kam eine deutliche 14:24-Niederlage zustande. "Wir können trotz des verlorenen Spiels mit unserer Leistung zufrieden sein, da wir Dingden eine Halbzeit lang das Spiel schwer gemacht haben. Es hat uns nach der Pause einfach die Kondition gefehlt", sagte Bockenhüser, der ein positives Fazit des Spiels zog.

Beste Werferin auf Seiten der Kleverinnen war Rückraumakteurin Mara Kraume, die fünfmal in die gegnerischen Maschen traf. Eine starke Leistung zeigte außerdem Kathrin Fey, der vier Tore gelangen. Insgesamt können die Merkur-Damen mit dem bisherigen Saisonverlauf und ihrem mit 9:9-Zählern ausgeglichenen Punktekonto zufrieden sein.

Merkur Kleve: Marschall, Gretschel-Thissen - Kraume (5), Fey (4), Reintjes (2), Blasberg (1), Frohnöfer (2), Janning, Veenker. Nächstes Spiel: HSG Wesel II - VfL Merkur Kleve (Samstag, 9. Januar, 16 Uhr, Schulzentrum Nord).

Quelle: RP
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