| 00.00 Uhr

Basketball
Merkur Kleve sorgt für Überraschung

Basketball: Merkur Kleve sorgt für Überraschung
Die Gocher Basketballer machten es wieder spannend. FOTO: Stade
Kleve. Basketball-Landesliga: Das Team von Spielertrainer Ralf Daute gewann mit 81:71 bei TG Düsseldorf II. Der TV Goch setzte sich daheim hauchdünn mit 77:75 gegen den Osterather TV durch. Von Per Feldberg

Der TV Goch machte es auch am fünften Spieltag der Basketball-Landesliga erneut spannend. Nur eine Woche nach dem denkbar knappen 70:69-Auswärserfolg bei der TUSA Düsseldorf setzte sich die Mannschaft um Spielertrainer Heiner Eling erneut nur hauchdünn gegen ihre Kontrahenten durch. Unter eigenen Körben bezwangen die Gocher den Osterather TV mit 77:75(48:41).

Dabei gelang den Gastgebern ein Auftakt nach Maß gegen den Tabellenneunten. Mit 12:4 führten die Gocher Korbjäger nach fünf Minuten. Doch dann stellten sich die Gäste immer besser auf die Ball-Raum-Verteidigung ein und fanden in ihren Spielrhythmus. So gut, dass sie das erste Viertel mit 22:18 für sich entscheiden konnten.

Im zweiten Viertel agierten die Gastgeber dann sowohl in der Abwehr als auch unter den gegnerischen Brettern wieder konzentrierter und konnten zum Seitenwechsel erneut mit 48:41 in Führung gehen.

Nach dem Seitenwechsel bot sich den Zuschauern das gleiche Bild. Die Gocher nutzten immer wieder die sich ihnen bietenden Möglichkeiten, besonders direkt unter den Körben, wo die beiden stark aufspielenden Center Mohamed Fateh und Tom Navel zusammen 36 Punkte erzielen konnten. Mit einer eigentlich sicheren 66:51-Führung ging es dann in das Schlussviertel.

Hier offenbarten sich jedoch im Gocher Spiel einige Schwächen. In der Abwehr wurde nicht mehr so konzentriert agiert wie zuvor. Und da half es auch nicht, das Coach Eling immer wieder zwischen Ball-Raum- und Mann-Mann-Verteidigung wechselte. Die Gäste bekamen nun Aufwind und reduzierten den Rückstand Punkt um Punkt. Am Ende jedoch hatte der TV Goch das bessere Ende für sich und konnte den vierten Saisonerfolg unter Dach und Fach bringen. "Wir müssen sicherlich noch lernen, eine solche Führung nicht so leicht aus der Hand zu geben und ein Spiel geduldig bis zum Schluss durchzuziehen. Auch wenn es knapp war, haben wir verdient gewonnen", erklärte Heiner Eling nach dem am Ende noch knappen und spannenden Partie.

"Im nächsten Spiel steht das Derby in Kleve an. Das wollen wir gewinnen, aber wir werden Kleve sicher nicht unterschätzen", blickt Eling schon auf das Derby am kommenden Wochenende.

TV Goch: Goertz (25 Punkte), Navel (19), Fateh (17), Wagner (9), Eling (7), Rohde und Krystof.

Für eine große Überraschung hatte der VfL Merkur Kleve bereits am vergangenen Donnerstagabend gesorgt. Mit einem fast schon als Sensation einzustufenden 81:71-Auswärtserfolg bei der TG Düsseldorf II kehrten die Schwanenstädter an den Niederrhein zurück.

Vor dem ersten der ungeliebten Auswärtsspiele in Düsseldorf durch die Woche plagten Spielertrainer Ralf Daute erhebliche Personalsorgen. Mit letztendlich nur fünf Akteuren trat der VfL seine Reise in die Landeshauptstadt an. "Im Grunde hatten wir uns schon vor Beginn der Partie damit abgefunden eine Niederlage zu kassieren und waren froh zumindest eine Minuswertung für eine Spielabsage vermeiden zu können. Mit Someo Selmanaj hatten wir sogar einen Spieler in unseren Reihen, der zuvor noch nie in der Landesliga eingesetzt wurde."

Von Beginn an verlief das Spiel jedoch überraschend ausgeglichen. Die Klever spielten durchgehend mannschaftsdienlich, diszipliniert und verteidigten verbissen, allen voran übrigens Selmanaj. Im Angriff wurden die einfachen Abschlüsse gesucht und darüber hinaus der Distanzschütze Florian Kalkes auf der Außenposition. Nach dem ersten Viertel führte Kleve 21:15, zur Halbzeit stand es 39:34 für die Merkurianer.

Nach dem Wechsel verschärfte das Team der Gastgeber seine Gangart, sodass am Ende des dritten Viertels Kleve mit zwei Punkten zurücklag (58:60). Jeder in der Halle rechnete jetzt damit, dass die Partie ihren erwarteten Verlauf nehmen und die entkräfteten Gäste zusammenbrechen würden. Doch die schlugen in einer Art und Weise zurück, die beeindruckend war.

Die letzten sechs Minuten der Partie wurden mit einem 18:5-Lauf abgeschlossen.

Zunächst hatte Center Martin Willemsen mit sieben Punkten in Serie die Führung zurückerobert, dann Florian Kalkes zwei Minuten vor dem Ende mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf aus einer wackeligen Fünf-Punkte-Führung einen nicht mehr einzuholenden Vorsprung gemacht, den die Gäste erschöpft, aber clever über die Zeit retteten.

VfL Merkur Kleve: Kalkes (24 Punkte), Willemsen (26), R. Daute (6), Selmanaj, Kacar (25).

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Basketball: Merkur Kleve sorgt für Überraschung


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.