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Lokalsport
Merkur mit Aufholjagd für die Annalen

Lokalsport: Merkur mit Aufholjagd für die Annalen
Mara Kraume (Mitte) trug mit vier Treffern dazu bei, dass der VfL noch einen Zähler aus Schermbeck mitnehmen konnte. FOTO: K. Stade
Kleve. Handball-Bezirksliga: Klever Damen sichern sich beim 18:18 durch ein furioses Finale noch einen Punkt beim SV Schermbeck. Von Niko Hegemann

Dank einer hervorragenden Mannschaftsleistung konnte die Damenmannschaft des VfL Merkur Kleve beim SV Schermbeck einen Punkt entführen. So lautete das Endergebnis vor 70 Zuschauern in der Sporthalle an der Erler Straße nach einem packenden Spiel 18:18 (11:8).

Die Vorzeichen standen dabei aber alles andere als optimal: mit Torhüterin Christina Marschall, Debbie Vogt, Janina Fischer und Astrid Veenker fielen gleich vier Spielerinnen aus. Somit hatte Merkur-Coach August Bockenhüser lediglich drei Wechseloptionen, während seine Schermbecker Kollegin Stefanie Heidermann aus einem vollen Wechselkontingent schöpfen konnte.

In einem extrem kampfbetonten Spiel erwischte dann auch der Tabellendritte aus Schermbeck den besseren Start und baute den Vorsprung schnell aus. "Hier haben wir uns aber toll zurückgekämpft", nannte Bockenhüser den Grund, weshalb seine Spielerinnen den Spielstand ausgeglichen gestalten konnten. Vor der Pause drückte Schermbeck dann jedoch erneut aufs Tempo und ging so mit einem drei-Tore-Vorsprung in die Kabine (11:8). Das Ergebnis hätte sogar wesentlich deutlicher ausfallen können. Allerdings verpasste es der Favorit, zahlreiche Großchancen bei Tempogegenstößen auszunutzen und scheiterte mehrmals am Aluminium oder verfehlte das Tor. Dieses Szenario setzte sich nach Wiederanpfiff fort und die Merkur-Damen wirkten zunächst überfordert mit ihren körperlich überlegenen Gegenspielerinnen. So lautete der Rückstand der Klever eine Viertelstunde vor Schluss 16:12. "Dann hat sich die gesamte Mannschaft aber enorm gesteigert und kämpferisch eine absolute Spitzenleistung geboten", zeigte sich Bockenhüser hochzufrieden mit der Reaktion seines Teams. In dieser Phase konnte auch Torhüterin Claudia Gretschel-Thissen ihr Können unter Beweis stellen und trug mit einigen tollen Paraden dazu bei, dass Schermbeck in der Schlussphase nur zwei Tore gelangen. Nach einem dieser Treffer, dem 17:16, nachdem den Merkur-Damen das erste Mal der Ausgleich gelungen war, nahm dann Bockenhüser eine Auszeit und gab seiner Mannschaft Anweisungen für die restlichen Minuten. Nach einem Tor auf beiden Seiten war dann nur noch eine Minute zu spielen, als den Merkur-Damen der 18:18-Ausgleich gelang. Beim folgenden Schermbecker Angriff stand die Klever Defensive dann so stabil wie in den vorherigen 15 Minuten und ließ keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. "Dieser Punkt fühlt sich für uns an wie ein Sieg. Keine Spielerin hat zu irgendeinem Zeitpunkt aufgesteckt", war der Merkur-Coach nach Spielende hocherfreut und befand: "Das war eine Aufholjagd für die Annalen!" jedoch fand er auch lobende Worte für die gegnerische Mannschaft: "Schermbeck steht zurecht auf dem dritten Platz." Beste Werferin auf Klever Seiten war Rückraumakteurin Antje Pastoors, der sechs Treffer gelangen. Erfreulich war auf Klever Seiten auch, dass einige Tore durch Tempogegenstöße erzielt werden konnten, was zuvor im Training geübt worden war. Wie gewohnt standen die Klever Damen in der Abwehr stabil und gingen wie ihre Gegner robust zu Werke. Dies machte sich mit drei Zeitstrafen bei beiden Teams bemerkbar.

Die Merkur-Damen befinden sich nach dem siebten Spieltag auf dem siebten Tabellenplatz und haben mit 7:7 Punkten und 129:129 Toren weiter eine ausgeglichene Bilanz. Mit einem Sieg im nächsten Spiel gegen Borken könnte das Bockenhüser-Team aber auf Platz vier vorpreschen.

Für die Merkur-Damen spielten und trafen: Claudia Gretschel-Thissen (Tor) - Antje Pastoors (6 Tore/davon 2 Siebenmeter), Mara Kraume (4), Kathrin Fey (3), Denise Reintjes (2/1), Nina Patzwahl (2), Alina Blasberg (1), Laura Janning, Meike Kessler, Monika Reintjes-Engelen

Quelle: RP
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