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Nach Enttäuschung überwiegt der Stolz

Lokalsport: Nach Enttäuschung überwiegt der Stolz
Beobachtet vom Trio Niklas Groß , Stefan Herzberg und Libero Martin Heynen (v. l.) zeigt Haus Spielertrainer Tobias Moerkerk (r., beim Angriffsball) im Vizemeisterschaftsfinale gegen Wipperfürth die von ihm geforderte Aggressivität am Netz. FOTO: Markus van Offern
Kleve. Volleyball-Verbandsliga: SV Bedburg-Hau verliert gegen SV Wipperfürth mit 1:3 (18:25, 25:19, 22:25, 19:25) und verpasst die Relegation. Von Firtz Holtmann

Am finalen Spieltag in der Volleyball-Verbandsliga haben es Bedburg-Haus Männer vor großer heimischer Kulisse nicht geschafft, Platz zwei in der Tabelle zu behaupten. Der bisherige Tabellendritte SV Wipperfürth setzte sich in vier Sätzen gegen die Hausherren durch. Die Mannschaft Team aus dem Bergischen verdrängte die SVB-Sechs so noch von Rang zwei und zieht somit als Vizemeister hinter Meister KT 43 Köln in die Aufstiegsrunde zur Oberliga ein.

Nach Wipperfürths Punkt zum 25:19 und 3:1-Sieg im letzten Ballwechsel des umkämpften und lange Zeit spannenden Vizemeisterschaftsfinales war die verständliche Enttäuschung über das Verpassen der Aufstiegsrunde bei Haus Spielertrainer Tobias Moerkerk und seinen Schützlingen zuerst nicht zu übersehen. Bald aber löste großer Stolz über die im Saisonverlauf erbrachten Leistung den Frust nach der 1:3-Niederlage ab. Gleichzeitig wurde auch der starke Auftritt Wipperfürths im Saisonfinale neidlos anerkannt. "Ihr wart dieses Mal wirklich besser", sagte Haus Angreifer Stefan Herzberg nach Spielschluss im Gespräch mit dem Wipperfürther Zuspieler David Höhfeld. Der Steller der Gäste war in dieser Partie der der herausragende Akteur.

Wipperfürth eröffnete das Spitzenspiel mit einer 6:2-Führung und baute diese in den folgenden Ballwechseln deutlich bis 17:7 noch weiter aus. Aufschlags- und Angriffsdruck der Gäste waren enorm. Gastgeber Hau war ständig in der Defensive und nur selten zu erfolgversprechenden, offensiven Aktionen in der Lage. Erst nach 12:20-Rückstand und etwas nachlassendem Druck der Gäste fanden die Hausherren endlich ins Spiel hinein. Haus erster guter Lauf in der Partie ab 13:21 wurde bei 18:23 per Auszeit gestoppt und kurz danach war Wipperfürth mit 25:18 zum 1:0 vorn. Das SVB-Team war aber im Vizemeisterschaftsfinale angekommen und die Einwechslung von Deeb Saba als Mittelblocker für "Alex" Pötzsch zeigte im zweiten Satz auch sofort Wirkung. Hau ging 6:2 in Führung. Wipperfürth nahm eine erste Auszeit und dann die zweite bei 13:16. "Köpfe hoch! Wir führen!" feuerte SVB-Angreifer Stephan Reinders seine Mitspieler laut an. Die Sportvereinigung gab danach im zweiten Durchgang weiter die Schlagzahl vor. Haus 25:19 zum 1:1 war genau so verdient wie viel versprechend.

Ein 3:10-Rückstand zu Anfang von Satz drei verhieß anderes. Doch zur Wipperfürther Auszeit bei 15:17 sah es wieder anders aus. Hau war wieder da und Spielertrainer Moerkerk foderte von seinem Team: "Noch aggressiver. Wir müssen an die Grenzen gehen!" Bei 22:21 war Hau nah an einer 2:1-Satzführung. Ein Aufschlagfehler und ein Patzer der Annahme zum 22:23 verhinderten das. Herzberg und "Katze" Bours scheiterten dann am Block der Gäste. Wipperfürths vorentscheidendes 25:23 zum 2:1 war perfekt.

Vergebens versuchte die SVB-Sechs in Satz vier von 10:15 bis 19:21 die drohende Niederlage abzuwenden. Zusehends zeigte sich dabei, dass Haus Akkus leerer wurden. Die Gäste waren stärker. Sie setzten mit einem Block und einem Servicewinner die Schlusspunkte zum 25:19 und 3:1. Haus Traum von der Vizemeisterschaft war damit geplatzt, die Saisonbilanz von Haus Spielertrainer Moerkerk fiel dennoch rundum positiv aus: "Als Mannschaft haben wir eine starke Rückrunde und eine ganz tolle Saison gespielt. Wir können stolz auf uns sein und haben trotz des 1:3 noch einen Abschluss mit einen echten Topspiel gehabt."

SV Bedburg-Hau: Groß, Bours, Pötzsch, Moerkerk, Holtermann, Herzberg, Heynen, Reetz, Saba, Reinders

Quelle: RP
 
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