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Lokalsport
Nach gutem Auftakt am Ende klar geschlagen

Kleve. Fußball-Oberliga: Der SV Hönnepel-Niedermörmter fängt sich bei der SSVg. Velbert eine klare 0:4-Niederlage ein und vergrößert seine Abstiegssorgen. Trainer Beine: "Wir waren keine vier Tore schlechter." Von Hans-Gerd Schouten

Die Hoffnungen des SV Hönnepel-Niedermörmter auf den Verbleib in der Fußball-Oberliga haben nicht unerwartet einen weiteren Dämpfer erhalten. Beim Tabellenzweiten SSVg. Velbert konnten die Mannen von Trainer Daniel Beine nur 29 Minuten lang ein torloses Remis halten, mussten sich dann aber am Ende mit 0:4 deutlich geschlagen geben. "Wir waren keine vier Tore schlechter als der Gegner", sagte Beine nach dem Abpfiff, "kämpferisch und läuferisch kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen."

Dabei begann es verheißungsvoll für den abstiegsbedrohten Außenseiter. Kaum 60 Sekunden waren vorüber, da legte Luca Thuyl auf für Andre Trienenjost, doch der schoss den Ball neben den Pfosten des Velberter Tores. Eine frühe Führung hätte dem Spiel der Schwarz-Gelben sicherlich gut getan. Der SV Hö.-Nie., bei dem Daniel Boldt neben Nedzad Dragovic in der Innenverteidigung aufgeboten wurde, ließ die nicht sonderlich starken Platzherren nicht ins Spiel kommen. So gehörte die nächste Möglichkeit auch wieder Schwarz-Gelb. Nach 21 Minuten prüfte Ajdin Mehinovic Velberts Philipp Sprenger mit einem Freistoß. Der Schuss geriet allerdings zu zentral, so dass der Torhüter mühelos parieren konnte.

Die erste Velberter Chance gab es erst nach 25 Minuten. Nach einem Ballverlust des Gastes in der Vorwärtsbewegung schoss Christian Schlösser aber weit am Kasten von Philipp Juttner vorbei.

Dann aber schlug es doch ein beim SV (29.), der den Ball im Mittelfeld unnötig verlor. Velbert setzte zu einem schnellen Gegenangriff an. Vom linken Flügel kam die Kugel zum in der Mitte völlig freistehenden Patrick Adam Dytko, der aus kurzer Distanz für die zu diesem Zeitpunkt unerwartete Führung sorgte.

Dem SV Hö.-Nie. waren Offensivbemühungen nicht abzusprechen, doch der entscheidende Pass in die gefährliche Zone kam einfach nicht an. Da versuchte es Niklas Klein-Wiele einmal mit einem Distanzschuss, der, leicht abgefälscht, knapp am Pfosten vorbeistrich (34.). 180 Sekunden später war das zweite Gegentor fällig. Und dieses wurde erneut von der linken Seite vorbereitet. Maximilian Kuznik stocherte das Spielgerät aus wenigen Metern über die Linie, von Gegenwehr der Schwarz-Gelben war in dieser Szenekaum etwas zu sehen. Diesen klaren Pausenrückstand hätte man sich bei ein wenig mehr Aufmerksamkeit ersparen können.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn hätte Marvin Ehis, der diesmal im Mittelfeld agierte, verkürzen können. Sprenger zeigte aber bei dem nicht schlechten Schuss eine Superparade und verhinderte den Anschlusstreffer, der so wichtig für die Beine-Truppe gewesen wäre.

Die Partie plätscherte über längere Zeit ziemlich ereignislos dahin. Nachdem Dragovic einen Freistoß aufs Lattendach gesetzt hatte (74.), war kurz darauf die Entscheidung endgültig zugunstenvon Velbert gefallen. Klein-Wiele vertändelte den Ball im Mittelfeld, der kurz zuvor eingewechselte Keisuke Ota schickte die Kugel unhaltbar aus halbrechter Position in die lange Ecke. Es sollte aber noch heftiger kommen für den Tabellenletzten. Nur 120 Sekunden später umkurvte Dytko den Hö.-Nie.-Schlussmann und schob den Ball ins leere Tor.

Dass Andre Trienenjost sich wenig später mit einem Weitschuss aus mehr als 30 Metern versuchte, zeigte die Verzweiflung beim SV, dem der Ehrentreffer nicht vergönnt war. Mit dem Abpfiff scheiterte der eingewechselte Florian Girnth mit einem Flachschuss an Sprenger.

Am kommenden Sonntag erwartet Hö.-Nie. den FC Kray, der ebenfalls in den Abstiegskampf verstrickt ist. Ein Heimsieg ist somit Pflicht.

Quelle: RP
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