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Nach Silber hofft Hetzel jetzt auf Aachen

Lokalsport: Nach Silber hofft Hetzel jetzt auf Aachen
Haben allen Grund zur Freude: Silbermedaillengewinner Holger Hetzel mit seinem Holsteiner Wallach Legioner und Christine Dorenkamp, die mit dem Warmblut Lepus den fünften Platz belegte. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Der Pfalzdorfer Springreiter holte die Silbermedaille bei den Deutschen Titelkämpfen. Fünfter Platz für Dorenkamp. Von Helmut Vehreschild

Dass ein erfahrener Reiter in Verbindung mit einem erstklassigen Pferd Berge versetzen kann, das bestätigte sich am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der Springreiter in Balve im Sauerland. Der Pfalzdorfer Nationenpreisreiter Holger Hetzel musste sich nach vier Umläufen nur der alten und neuen Deutschen Meisterin Simone Blum (Massenhausen) geschlagen geben. Der 13-jährige Holsteiner Wallach Legioner ritt sowohl am Freitag als auch am Sonntag fehlerfrei durch den Parcours. Am Ende trennte ihn ein Dreiviertelstrafpunkt von der Goldmedaille. "Ich bin sehr zufrieden. Ich habe auf diese Meisterschaften hingearbeitet, war fokussiert. Das hat in Balve perfekt funktioniert, zumal das Turnier in jeder Hinsicht optimal war", freut sich Holger Hetzel über seinen Erfolg. "Vier Umläufe ohne Springfehler, das ist schon gut", sagt der 57-Jährige, für den "Glück und Tagesform" entscheidend waren.

Auch Bundestrainer Otto Becker war gestern im Gespräch mit unserer Zeitung voll des Lobes: "Holger hat zwei sehr gute Pferde am Start. Der ist gut dabei. Er hat durchaus eine Chance, als Einzelreiter bei den Reiterspielen in Aachen nominiert zu werden."

Seit 40 Jahren ist Holger Hetzel in der Reitsportszene ein Begriff, hat über die Jahrzehnte zahlreiche Nationenpreise geritten und war schon vor zwei Jahren einmal Vizemeister bei den Deutschen. Angesichts seiner aktuellen Form strahlt Holger Hetzel übers ganze Gesicht: "Ich habe jetzt die beiden besten Pferde meiner Karriere." Neben Legioner hat Hetzel auch noch den 12-jährigen westfälischen Wallach Come to win gesattelt. "In Deutschland gibt es kaum Reiter, die gleich zwei so starke Pferde haben wie ich", betont der Pfalzdorfer, der noch ehrgeizige Ziele hat. "Solange ich körperlich fit bin und auf diesem Niveau Reiten kann, mache ich gerne noch einige Jahre weiter."

Christine Dorenkamp von RSG Niederrhein hatte bei den Titelkämpfen in Balve ebenfalls Grund zur Freude. Die Geldernerin ist seit zehn Jahren Bereiterin in Hetzels Stall und auch im kaufmänischen Bereich aktiv. Im Sauerland schrammte sie bei den Deutschen Meisterschaften der Damen nur knapp an einer Medaille vorbei. "Das war schon sehr gut. Ich hatte nur einen Fehler", sagt die 29-Jährige, die drei Umläufe absolvieren musste. Das tschechische Warmblut Lepus, zehn Jahre alt, war in guter Form. Silber- oder Bronzemedaille waren sogar in greifbarer Nähe. "Die drei Reiterinnen vor mir hatten am Ende die etwas schnellere Zeit", so Dorenkamp. Insgesamt waren 45 Damen im ersten Umlauf angetreten, anschließend war gut die Hälfte schon ausgeschieden. Die Geldernerin bereitet sich jetzt auf die Rheinische Meisterschaften vor.

Quelle: RP
 
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