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Pfalzdorf: Aufgestiegen, um zu bleiben

Lokalsport: Pfalzdorf: Aufgestiegen, um zu bleiben
FOTO: Evers Gottfried
Kleve. Fußball-Bezirksligist Alemannia Pfalzdorf gelingt der sofortige Wiederaufstieg. Ganz oben auf der Agenda steht der Klassenerhalt. Mögliche Schwierigkeit: Erfahrene Spieler haben den Verein verlassen oder fallen längerfristig aus. Von Jens Helmus

Ein Jahr nach dem Abstieg meldet sich Alemannia Pfalzdorf zurück in der Bezirksliga. Als Saisonziel haben sich die Blau-Weißen den Klassenerhalt auf die Fahne geschrieben. "Wir werden gegen viele Mannschaften der Underdog sein, aber wir haben eine gute Truppe und durchaus Chancen, die Klasse zu halten", sagt Trainer Thomas Erkens. Einfach allerdings dürfte das Unterfangen, die Saison mit dem Nicht-Abstieg abzuschließen, nicht werden. Das ahnt auch die sportliche Führung, die von einer "herausfordernden Saison" spricht.

Erschwerend ist vor allem, dass einige erfahrene Spieler die Mannschaft zum Ende der Aufstiegssaison verlassen haben oder nicht mehr zur Verfügung stehen. Da ist zunächst die schwere Beinverletzung von Torjäger Marcel Ranft, der in der vergangenen Spielzeit 21 Treffer erzielte und damit für ein Drittel aller Pfalzdorfer Treffer verantwortlich war. Nach einem Schien- und Wadenbeinbruch fehlt der Leistungsträger mindestens in der Hinserie. "Er liebäugelt mit einem Comeback zur Rückrunde, aber das bleibt abzuwarten", sagt Erkens.

Mit Bastian Engler, Timo Auschner und Andre Kamps haben zudem drei erfahrene Köpfe ihre Karriere beendet. "Sie sind ein wesentlicher Bestandteil der Mannschaft gewesen, und es ist schwer, sie zu ersetzen. Aber die Neuzugänge lassen durchaus hoffen, dass wir die Lücken mittelfristig schließen können", sagt der Trainer, der mit der Nominierung von Daniel Granitza (19 Jahre) und Nils Mildenberger (18 Jahre) auch auf den eigenen Nachwuchs setzt.

Ein Wechsel, der die Pfalzdorfer nach Saisonende mehr oder weniger kalt erwischt hat, ist der Weggang von Christian Offermanns, der, so Erkens, kurzfristig einem "finanziellen Lockruf" von Viktoria Goch gefolgt sei. "Vier weitere Spieler, die ebenfalls von den Gochern angesprochen wurden, haben sich trotzdem für einen Verbleib in Pfalzdorf entschieden. Also müssen wir einiges richtig gemacht haben", sagt der VfB-Coach, der von Torwarttrainer Uli Kropmanns unterstützt wird.

In der mehrwöchigen Vorbereitung stand vor allem der konditionelle Aufbau im Vordergrund. Erkens: "Darauf lege ich immer viel Wert, aber jetzt in der Bezirksliga ist eine gute Ausdauer noch wichtiger." Auch die taktische Ausrichtung stand im Fokus, denn der Coach erwartet weniger defensiv eingestellte Gegner als in der Kreisliga A. Die Vorbereitung lief wie bei vielen Teams eher suboptimal, denn aufgrund von Urlaubszeiten und Verletzungen konnte die für den Saisonstart anvisierte Stammformation nicht einmal zusammenhängend getestet werden. "Die Testspiele liefen insgesamt aber trotzdem positiv", resümiert Erkens.

Zu den Ligafavoriten zählt er den SV Scherpenberg. "Da können wir vor allem Erfahrung sammeln. Trotzdem werden wir versuchen, auch diese Mannschaften zu ärgern." Dass auf die Pfalzdorfer eine schwere Saison zukommt, schmälert ihre Freude darauf keineswegs: "Wir haben uns sehr über die Gruppenaufteilung gefreut, sagt der Coach, der besonders auf die Lokalkämpfe gespannt ist. Besonders entgegenfiebern dürften die Pfalzdorfer der Rückkehr von Christian Offermanns: Am 11. September, pünktlich zur Pfalzdorfer Kirmes, empfangen die Blau-Weißen die Konkurrenz aus Goch.

Quelle: RP
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