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Reitsport
Reitsportmesse in Kalkar

Kleve. Über 500 Kilometer Reitrouten am Niederrhein. Von Stephan Derks

Blickt man auf das gesamte Reitwegenetz der deutsch-niederländischen Grenzregion, so kommt eine stattliche Zahl von 1.300 Kilometer (!) zusammen. Eine Strecke, die der Luftlinie zwischen Kleve und dem italienischen Napoli entspricht. Fast die Hälfte der Reitwege und -Routen, die unter anderem das Reiten auch auf Nebenwegen zulassen, befinden sich hierbei in den Kreisgebieten Kleve und Wesel. Das sind in Summe über 500 Kilometer. Hinzu kommen Wald- und Wegstrecken, die in drei angrenzenden niederländischen Provinzen (teilweise durch Dünengebiete) führen.

"Initiiert zum Ende der 90er Jahre stiegen 2001 die Kreispferdesportverbände Kleve und Wesel, unterstützt von der Landwirtschaftskammer Rheinland sowie dem Pferdesportverband Rheinland mit der Zielsetzung in das Gesamtprojekt ein, um eine Erweiterung des Streckennetzes in Kombination zu kommunalen Wegführung zur reittouristischen Attraktivität in den Kreisen Kleve, Wesel und darüber hinaus zu fördern", erklärt Peter Jansen jun., Breitsportbeauftragter der Dachorganisation der Kreis Klever Reiter. In Zahlen übersetzt entstanden im Kreis Kleve Reitrouten von 343 Kilometern (!) die grenzüberschreitend auch zu den ausgeprägten Strecken in die benachbarten Niederlanden führten. Hinzu kamen 194 Kilometer im Kreis Wesel, mit Ausläufern in die Kreise Borken und Duisburg.

"Für die Wartung und Pflege entstand ein flächendeckendes Netz von Patenschaften, die durch ihre anliegende Position zur Streckenführung einen optimalen Zugriff auf die Infrastruktur hatten. Große Teile der Route führen durch den Reichswald, der sich im Westen in die Waldgebiete der niederländischen Provinz Gelderland erstreckt und in Richtung Nijmegen die Gemeindegebiete Milsbeek, Mook en Middelaar, Berg en Dal und Heumen überschneidet", so Jansen weiter. Nach fast 15 Jahren ökologischer Prägung und verschiedener Einflüsse aus den Bereichen Land, Forst- und Pferdewirtschaft, sowie kommunal bedingten Entwicklungen, galt es einen Beschluss über die Zukunft der Wanderreitrouten auf der deutschen Seite zu fassen. Gemeinsam mit Interessenverbänden beider Länder, der Landwirtschaftskammer und den Wirtschaftsförderern wurde die Neuaufnahme des Projektes zu Gunsten der Reiter beschlossen. Unter der Federführung der Niederrhein Tourismus GmbH entstand ein "People to People" Projekt aus dem Interreg VA Programm. Mit der neuen App "typisch Niederrhein" (Nachfolger des Reitatlas) und einem niederländischen Reitroutenplaner können sich Reiter künftig über abwechslungsreiche Reitwege und an der Strecke liegende Sehenswürdigkeiten informieren. Ebenso wurden die Angebote zur Einkehr und Übernachtung überarbeitet.

Weitere Informationen zum Projekt und zu Reitplaketten erteilt der Kreispferdesportverband Kleve im Rahmen der Reitsportmesse-Niederrhein (heute und morgen) in der Halle Kalkar am Stand A 14.

Quelle: RP
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