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Kommentar
Schlechte Hallenzeiten

Es vergeht kein offizieller Termin bei Vereinen, bei dem nicht die Bedeutung des Ehrenamts und deren Unverzichtbarkeit für die Gesellschaft herausgestellt wird. Auch die Klever Verwaltungsspitze betont dies, wo immer sich die Gelegenheit bietet. Merkur Kleve ist so ein Verein, der nur durch Ehrenamtliche funktioniert. Sie nervt das seit Jahren andauernde Chaos bei der Verlegung des Vereins.

Der VfL hat keine Schulden, engagierte Trainer, eine gute Führung und eine marode Halle, die gerade auseinander fällt. Es ist die Pflicht einer Kommune, die Sportstätten instand zu halten. Denn dies ist auch eine Form von Anerkennung für die Arbeit der Ehrenamtlichen. Wie so eine Wertschätzung aussehen kann, dafür reicht ein Blick zum kleinen Nachbarn. Hier bleibt es nicht bei Planungen. In Kranenburg gibt es neue Kunstrasenplätze, gepflegte Turnhallen und eine Tartan-Rundlaufbahn, die man in der Kreisstadt vergeblich sucht.

Es ist immer einfach, über Kulturausgaben zu klagen, wenn das Geld knapp wird. Im Museum Kurhaus fiel im September auf, dass 60.000 Euro fehlen. Offizielle Erklärung: "überplanmäßige Ausgaben". Die finanzielle Schieflage wurde aus der Stadtkasse beseitigt. Im Haushalt stehen 295.000 Euro, um die Front des Museums aufzuhübschen. Gleichzeitig wird diskutiert, dass Vereine Gebühren für die Nutzung von Turnhallen zahlen sollen.

Gute Anlagen sind unabdingbar, denn sie gehören zur Grundversorgung. Um das zu erkennen, bedarf es keiner besonderen Fähigkeit. Falls doch, könnte auch hier Sport weiterhelfen, denn, ein gesunder Geist wohnt bekanntlich in einem gesunden Körper.

PETER JANSSEN

Quelle: RP
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