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Fußball
Schütz im Tor - Umut fraglich

NRW-Liga: Der 1. FC Kleve bestreitet am Sonntag um 15 Uhr bei Westfalia Herne das erste Punktspiel in diesem Jahr. Kapitän Akpinar macht eine Magen-Darm-Grippe zu schaffen. Von Helmut Vehreschild

Lang, lang ist's her, seit der 1. FC Kleve zum letzten Mal ein Meisterschaftsspiel bestritten hat. Vor fast drei Monaten, am 13. Dezember 2009, gewannen die Rot-Blauen daheim gegen die Hammer Spielvereinigung mit 4:0. Danach wurde die Winterpause witterungsbedingt lang und länger.

Training und Testspiele wechselten sich ab, an einen geregelten Spielbetrieb war in diesem Jahr noch nicht zu denken. Das soll sich nun morgen ändern, wenn die Schützlinge von Trainer Georg Kreß um 15 Uhr am Schloss Strünkede (Westring 260) beim einstigen Zweitligisten Westfalia Herne gastieren.

Schulz scheidet aus

Die glorreichen Zeiten der Ruhrgebiets-Elf liegen freilich schon viele Jahre zurück. Aktuell plagen die Westfalia andere Sorgen. Finanziell sieht es alles andere als rosig aus, das Damoklesschwert der Insolvenz schwebt über dem Traditionsklub. Da verwundert es nicht, dass Westfalia-Trainer Frank Schulz zum Saisonende nach über sechsjähriger Tätigkeit - kurz durch ein Gastspiel in Cloppenburg unterbrochen - auf eigenen Wunsch ausscheidet.

"Ich sehe hier keine Perspektive mehr und suche eine neue Herausforderung", äußert er sich gegenüber unserer Zeitung. Nach dem 3:0-Erfolg am vergangenen Sonntag in Velbert ist Kleve für Schulz "ein Gegner, den wir auf Distanz halten wollen". Ein Wiedersehen gibt es mit einem alten Bekannten. Mirko Urban, im Regionalliga-Abstiegsjahr noch im Klever Dress unterwegs, zählt mittlerweile zu den Leistungsträgern am Schloss Strünkede.

FC-Coach Georg Kreß muss morgen definitiv auf den operierten Bulut Aksoy und David Wilhelm (Muskelfaserriss) verzichten. Da Schlussmann Sascha Horsmann die komplette Woche wegen einer Sprunggelenk-Verletzung nicht trainieren konnte, wird wohl Dominik Schütz zwischen den Pfosten stehen. Fraglich ist der Einsatz von Umut Akpinar. Der Kapitän meldete sich mit einer Magen-Darm-Grippe krank. Für ihn könnte Patrick Behrendt in die Stammformation rücken.

Co-Trainer Werner Buttgereit hat Herne in Velbert beobachtet. Erkenntnisse: "Eine sehr kompakte und aggressive Mannschaft, jederzeit gefährlich bei Standardsituationen durch die Innenverteidiger Eisen und Seidel." Daher muss Kleve schon alles in die Waagschale werfen, um dort erfolgreich abzuschneiden. "Herne ist Kampf. Wenn man dort nicht alles gibt, dann hat man keine Chance", sagt Georg Kreß.

Quelle: RP
 
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