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Lokalsport
Selbst der Absteiger zu stark für Mewes-Truppe

Kleve. Fußball-Oberliga: Der SV Hönnepel-Niedermörmter kann auch beim Schlusslicht FC Kray nicht gewinnen. Nach der Führung durch Florian Girnth fängt sich die Elf vom Rheindeich eine 1:3-Niederlage ein. Von Hans-Gerd Schouten

Selbst beim abgeschlagenen Schlusslicht FC Kray kann der SV Hönnepel-Niedermörmter nicht gewinnen. Nach einem frühen Führungstreffer von Florian Girnth unterlag die Mannschaft von "Schorsch" Mewes mit 1:3. Der Ex-Mönchengladbacher Moses Lamidi, Alessandro Tomasello und Jörn Zimmermann trafen für die Hausherren. Mewes zeigte sich sehr enttäuscht: "Wir haben gegen die schlechteste Mannschaft der Liga gespielt. Und gegen die verlieren wir noch. Wir steigen völlig verdient ab, weil wir nicht oberligatauglich sind. In der neuen Saison wird eine ganz andere Hö.-Nie.-Mannschaft auf dem Platz stehen. Es wird einen Neuaufbau geben."

Dabei hatte es in Essen gar nicht schlecht begonnen. Bereits nach sieben Minuten zogen die Schwarz-Gelben in Front. Auf dem rechten Flügel nutzte der aufgerückte Enes Bayram seinen Freiraum und flankte flach präzise auf den mitlaufenden Girnth, der wenig Mühe hatte, die Kugel im Kasten unterzubringen. Bereits 60 Sekunden später hätte die Führung ausgebaut werden müssen. Tim Seidel kam in halbrechter Position freistehend an den Ball, doch er zielte überhastet genau auf Marvin Lippe. Mit etwas mehr Selbstvertrauen wäre er noch einige Meter weiter gelaufen, um dann recht problemlos zum 0:2 einzuschieben.

Dann erlaubte sich Torhüter Martin Hauffe nach 17 Minuten einen dicken Patzer. Völlig überflüssig brachte er auf der Torauslinie Marius Müller zu Fall. Schiedsrichter Robin Delfs blieb keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Lamidi ließ mit einem harten Flachschuss in die linke untere Ecke dem "Sünder" nicht den Hauch einer Abwehrchance. Der Ex-Profi hatte wenig später das 2:1 auf dem Fuß. Sein Heber war aber zu flach angesetzt, so dass sich Hauffe den Ball schnappen konnte. Kurz vor dem Pausentee steuerte Girnth zweimal allein auf das Tor zu, wählte aber jeweils ein Abspiel auf einen mitlaufenden Kollegen, zielte aber so ungenau, dass ein Krayer Abwehrspieler klären konnte. Beim Halbzeitpfiff hätte die Partie längst zu Gunsten der überlegenen Gäste entschieden sein müssen.

Fünf Minuten nach Wiederbeginn sollte Girnth eine weitere dicke Einschussgelegenheit bekommen. Diesmal zielte er genau auf Marvin Lippe, der seine Mannschaft vor einem erneuten Rückstand bewahrte.

Die 66. Minute bescherte den Krayern die erneute Führung. Im dritten Nachschuss traf Tomasello ins Netz, die Situation hätte vorher längst bereinigt sein müssen. Wieder einmal wurde das energische Eingreifen der Hö.-Nie.-Hintermannschaft vermisst. 120 Sekunden später hätte Moritz Amler ausgleichen können. Allein strebte er auf Lippe zu, den er umkurven wollte. Doch mit dem Bein konnte der Schlussmann klären. Solch glasklare Chancen müssen einfach zu Toren führen. In Minute 71 scheiterte Dominik Borutzki, der nur noch in vorderster Front zu finden war. Den zurückprallenden Ball schoss Amler kläglich neben den Pfosten. Dann hatte Tarek Staude (75.) eine dicke Möglichkeit, kam aber ebenfalls nicht am Torwart vorbei, der Nachschuss von Borutzki flog über den Querbalken. Mit dem Schlusspfiff gelang Jörn Zimmermann die endgültige Entscheidung.

SV Hönnepel-Niedermörmter: Hauffe, Bayram, Dragovic, Schneider, Weiß, Boldt (74. Staude), Pagojus, Seidel (30. Borutzki), Mehinovic, Thuyl, Girnth (66. Amler).

Quelle: RP
 
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