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Reitsport
Sommerturnier endet unter dem Dach

Reitsport: Sommerturnier endet unter dem Dach
Judith Emmers, die für die Farben des Reit- und Fahrvereins "von Driesen" Asperden-Kessel an den Start geht, beeindruckte mit ihrer dynamischen Reitweise die Zuschauer wie auch die Wertungsrichter. FOTO: Gottfried Evers
Kleve. Von-Driesen-Reiter hatten Pech bei ihrem Sommerturnier. Nach anfänglichem Sonnenschein setzte lang anhaltender Regen ein. Die Springprüfungen wurden in die Halle verlegt. Otmar Eckermann erhielt das Goldene Reitabzeichen.

Der anfängliche Sonnenschein beim dreitägigen Reit- und Springturnier des gastgebenden Reit- und Fahrvereins (RuFV) "von Driesen" Asperden-Kessel wollte nicht halten. Gegen Abend des zweiten Turniertages setzte kräftiger Regen ein, der bis zum Ende der Veranstaltung anhielt.

Vor dem Flutlichtspringen hatten große Wassermengen das Geschehen im Griff. Doch davon ließen sich die Organisatoren und immer noch zahlreichen Zuschauer an der Maasstraße nicht beeindrucken: Souverän und mit passender Unterbringung für das Publikum lief das Programm weiter, während die Gastgeber über Nacht den Umbau für ein Hallenturnier am Sonntag vorbereiteten. Sie verfuhren nach dem bekannten Sprichwort "Was nicht passt, wird passend gemacht." So wurden in bewundernswerter Weise die Ärmel hochgekrempelt und zur Tat geschritten.

Während einer Spätschicht packten alle Vereinsmitglieder für den Umbau mit an und stellten den Springparcours in der Halle auf. "Und zwar so, dass wir am Sonntag auch Kaffee, Kuchen, Cocktails, Flammkuchen und vieles mehr für unsere Gäste anbieten konnten. Sogar die beliebte Anton-Bar war mit in die Halle gezogen", sagte Vorsitzender Wolfgang Kösters, "wir werden uns immer an dieses Turnier erinnern: ein Sommerturnier in der Halle, das hat es noch nie gegeben."

Das Flutlichtspringen war trotz des Regens der richtige Rahmen, um den Kranenburger Otmar Eckermann auszuzeichnen. Nach zehn Siegen in der schweren Klasse erhielt der erfolgreiche Springreiter das Goldene Reitabzeichen. Andre Kolmann als Vertreter des Pferdesportverbandes Rheinland zeichnete den Reiter aus. Der saß hoch oben auf seinem Erfolgshengst Coco-Bongo-Boy, der brav und fast andächtig die Zeremonie ertrug. Laudator war der Vorsitzende des gastgebenden Vereins, Wolfgang Kösters, der neben dem RV Kranenburg sowie der Stallgemeinschaft Eckermann und den vielen Zuschauern für eine bewegende Ehrung sorgte. La-Ola-Wellen und Freibier im Pavillon feierten Otmar Eckermann, der später verlauten ließ: "Es war sehr schön, trotz des schlechten Wetters." Im anschließenden Flutlichtspringen der Klasse M* siegten Stefan Miß (Xanten) und Helmut Bergendahl (Hamminkeln).

1600 (!) Nennungen für die insgesamt 39 Prüfungen waren beim Veranstalter eingegangen. Auf den bis zum Abend des zweiten Turniertages prima hergerichteten Außenplätzen wurde im Springen wie auch in der Dressur hervorragender Reitsport gezeigt. So auch in der Springpferdeprüfung der Klasse L, deren zweite Abteilung mit einer Wertnote von 8.80 (9 = sehr gut) von Lokalmatadorin Judith Emmers im Sattel von Cristallo Boy (Cristallo/Acorado I) angeführt wurde. Passend wurde der in Hannover gezogene Hengst an die Sprünge herangeritten, vor denen er kraftvoll absprang und dabei das Tempo hervorragend mitnahm. Für die Wertungsrichter Hermann Erver und Wihlem Lochthowe gab es keinen Zweifel daran, Emmers und ihr Cristallo Boy das beste Paar waren. Nicht minder sehenswert war die Vorstellung von Jana Deloy (RuFV Asperden-Kessel) in der mittelschweren Springpferdeprüfung, in der sie Come together (Chap/Kolibri) mit einer Wertnote von 8.40 an die Spitze ritt.

Einen eben solchen positiven Gesamteindruck hinterließ zudem die für den RV St. Georg Kevelaer reitende Jana Freund in der Dressurpferdeprüfung der Klasse L, in der sie den Fuchshengst FS Numero Uno (Noir de Luxe/FS Don't Worry) mit einer Wertnote von 8.50 an die Spitze dieser Prüfung lenkte. Spitze war auch das Ergebnis der Pfalzdorferin Stefanie Berens, die in der Qualifikation zum Reisebüro-Horn-Cup, ein Stilspringen der Klasse A*, mit einer 8.00 die erste Abteilung anführte.

Quelle: RP
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