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Tischtennis
Umemura stärkste Spielerin der Liga

Kleve. Eine Halbzeitbilanz der Damen-Mannschaft des Tischtennis-Zweitligisten TTVg. Weiß-Rot-Weiß Kleve. Der Platz der Serbin Jelena Muetstege, die das Team vor Beginn der Saison ohne Erklärung zurückließ, musste neu besetzt werden. Von Liza-Marie Siegmund

Mit Platz fünf haben die Tischtennis-Spielerinnen des Zweitbundesligisten TTVg. Weiß-Rot-Weiß Kleve eine aus personeller Sicht schwierige Hinrunde beendet. Dementsprechend zufrieden ist man seitens des Klever Traditionsvereins über das bisher Erreichte. In der Rückrunde, die für Kleve am kommenden Sonntag mit dem Heimspiel gegen den TSV Langstadt beginnt, soll der fünfte Tabellenplatz verteidigt werden.

"Durch das Fehlen von Jelena Muetstege hatten alle Beteiligten eine schwierige Situation zu lösen", erklärt Vereinsvorsitzende Sabine Bötcher in der Rückschau den Ausgangspunkt der Problematik. Die gebürtige Serbin fehlte dem Team vom ersten Spieltag an, so dass aus dem Quartett mit Aya Umemura, Yuko Imamura und Judith Hanselka ein Trio wurde, das ständig auf Ersatz aus der Reserve angewiesen war. "Wir mussten von Spieltag zu Spieltag neu überlegen, wie wir spielen. Zum einen um die Zweitligamannschaft zu komplettieren, zum anderen um unsere unteren Teams nicht zu sehr zu schwächen."

Drei Siege und ein Unentschieden sind demnach mehr, als anfangs zu erwarten war. Die Erfolge verbuchten die Kleverinnen gegen die drei schwächsten Teams der Liga: Gegen den Aufsteiger TSV Schwarzenbeck, ESV Weil und das aktuelle Tabellenschlusslicht TSV Langstadt. Bötcher lehnt sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn sie sagt, dass der TSV mit 0:16-Punkten Abstiegskandidat Nummer eins ist.

Die WRW-Damen kommen unterdessen auf ein Punktekonto von 7:9-Zählern. Das Unentschieden gelang ihnen beim Tabellennachbarn ATSV Saarbrücken. Größten Anteil am zufriedenstellenden Abschneiden des Klever Zweit-Bundesligisten hatte das obere Paarkreuz, das Umemura und Imamura bildeten. Während Umemura mit einer 14:0-Bilanz ungeschlagen zur stärksten Spielerin im Bundesliga-Unterhaus avancierte, feierte Imamura auch abseits der Liga beeindruckende Erfolge. So gewann sie im vergangenen September die Damenkonkurrenz des Bundesranglistenturniers und trug sich damit in die Liste der deutschen Meisterinnen ein.

"Für Judith Hanselka ist die Situation natürlich - wie für alle anderen - nicht einfach, weil sie im hinteren Paarkreuz meistens die einzige Spielerin ist, die realistisch gesehen punkten kann. Auch wenn unsere Ersatzspielerinnen sich bei ihren Einsätzen gut aus der Affäre gezogen haben, dürfen wir von ihnen keine Zähler erwarten", nimmt Bötcher Hanselka in Schutz. Die Linkshänderin brachte es bei ihren Einsätzen in der Hinrunde auf eine Bilanz von 5:8-Spielen.

Aushängeschild der Mannschaft sind aber ohne Frage Aya Umemura und Yuko Imamura. "Das obere Paarkreuz war überragend in der ersten Saisonhälfte", findet Hanselka Lob für ihre Mannschaftskolleginnen, auf die in der Hinrunde stets Verlass war. "Ich wünsche uns, dass sich Yuko und Aya auch in den jetzt anstehenden Begegnungen so stabil wie bisher präsentieren", sagt Hanselka, die aber auch hofft, dass sich ihre Mannschaft in den Doppeln und im hinteren Paarkreuz noch steigern kann. "Denn das müssen wir, wenn wir Zählbares mitnehmen wollen."

Für den Rückrundenstart gegen den TSV Langstadt am kommenden Sonntag hat Hanselka eine dezidierte Meinung. "Wir sind Favorit und wollen direkt einen Sieg klar machen."

Quelle: RP
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