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Umut Akpinar gibt jetzt den Ton an

Lokalsport: Umut Akpinar gibt jetzt den Ton an
Viele neue und einige altbekannte Akteure beim ersten Training des 1. FC Kleve (v. l.): Nedzad Dragovic, Ahmet Taner, Fabio Forster, Andre Barth, Jannis Altgen, Lars van Rens und Trainer Umut Akpinar. FOTO: van Offern Markus
Kleve. Fußball-Landesliga: Der 40-Jährige ist ab sofort Trainer der ersten Mannschaft des 1. FC Kleve. Am Wochenende war Trainingsauftakt mit den Neuzugängen. Sportlicher Leiter Georg Kreß spricht von Hochkarätern. Von Helmut Vehreschild

Für Umut Akpinar war es am Samstag schon etwas besonderes, als er kurz nach 11 Uhr den Rasen am Bressserberg betrat. Schließlich ist der 40-Jährige ab sofort der Cheftrainer des Fußball-Landesligisten 1. FC Kleve. "Das ist eine neue Herausforderung", sagt der Coach, der zuvor zwei Jahre die Verantwortung für die Bezirksliga-Reserve der Rot-Blauen hatte. "Das hat viel Spaß gemacht. Ich war froh, dass ich damals die Chance bekommen habe", betont Akpinar. Seitdem der Verein im Jahre 2000 fusionierte - die Klever Erzrivalen Sportclub 1863 und VfB 03 heißen seit nunmehr 17 Jahren 1. FC Kleve - war Umut in der ersten Mannschaft nicht wegzudenken. Über ein Jahrzehnt war er der Kapitän, stieg dreimal auf - von der Landesliga über die Verbandsliga und Oberliga bis zur Regionalliga. "Ich habe viel gelernt bei meinen Trainern Horst Riege, Fred Bockholt, Klaus Berge, Arie van Lent und Georg Kreß", sagt Akpinar. Knapp 650 Meisterschaftsspiele und Pokalbegegnungen hat er für die Rot-Blauen absolviert, nun nimmt er auf der Trainerbank platz. Mit 16 Feldspielern und drei Torhütern stürzt sich der Coach, der Inhaber der DFB-Trainer A-Lizenz ist, in das Abenteuer in der Oberstadt. "Wir wollen nur auf uns schauen und freuen uns besonders auf die Derbys gegen Hönnepel-Niedermörmter und Sonsbeck."

Georg Kreß, Sportlicher Leiter des 1. FC Kleve, der damals als Verantwortlicher den Bresserberg-Klub in der Regionalliga und Oberliga trainierte, bezeichnet die letzte Spielzeit als "Übergangssaison, die durchwachsen war. Jetzt wollen wir wieder angreifen, wobei man den Aufstieg natürlich nicht planen kann. Wir wollen auf jeden Fall lange oben mitspielen". Von den insgesamt sechs Neuzugängen, davon gleich vier Akteure mit Oberliga-Qualität, ist er überzeugt. Vom Oberliga-Absteiger SV Hönnepel-Niedermörmter kommt nach einem Jahr Niklas Klein-Wiele ebenso zurück nach Kleve wie auch Fabio Forster (Düsseldorf-West). Abwehrspieler Nedzad Dragovic (SV Hönnepel-Niedermörmter), die Torhüter Ahmet Taner (KFC Uerdingen) und André Barth (Emmerich) sowie Stürmer Jamis Altgen (FC Aldekerk) komplettieren die Neuen. "Damit haben wir eine hochexplosive Mischung", glaubt Kreß. Klein-Wiele und Forster sieht er ebenso wie Dragovic als "absolute Leistungsträger, die die Mannschaft führen". Gespannt darf man auf den hochtalentierten Janis Altgen sein. "Der ist sehr schnell und weiß, wo die Hütte steht", sagt der Sportliche Leiter. "Wir müssen ihm Zeit geben, dann werden wir viel Freude an ihm haben." Die drei Torhüter (aus der Reserve kommt noch Raven Olschewski dazu) sieht Kreß als "Hochkaräter". Ahmet Taner war in der vorletzten Saison noch Stammtorwart beim KFC Uerdingen und stand auch beim SV Sonsbeck zwischen den Pfosten.

"Unser wichtigster Neuzugang ist aber unser Trainer", betont Georg Kreß, der große Stücke auf Umut Akpinar hält. "Wir wollten einen Cheftrainer für den Verein, nicht nur einen Trainer für die erste Mannschaft. Umut hat ein hohes Standing bei der Jugendabteilung, die für uns sehr wichtig ist. Wir wollen neben Fachkompetenz jemanden, der durch Persönlichkeit und Geradlinigkeit besticht. Aus vielen guten Spielern soll er ein Ensemble formen", sagt der Sportliche Leiter, der zudem froh ist, dass in Lars van Rens ein guter Co-Trainer die Crew verstärkt.

Lockerer Trainingsauftakt beim 1. FC Kleve in die Saison 2017/18: Der ersten Einheit unter Trainer Umut Akpinar dürften nur wenige ebenso entspannte folgen. FOTO: van Offern Markus
Quelle: RP
 
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