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Reitsport
Unwetter unterbricht Kalkarer Reitturnier

Reitsport: Unwetter unterbricht Kalkarer Reitturnier
Lisa van Bebber vom RFV von Driesen Asperden-Kessel belegte im Sattel von "Clooney" den sechsten Platz im "Preis der RWE Deutschland". FOTO: Evers
Kleve. Der erste Tag beim Turnier des RV Seydlitz Kalkar litt unter Sturm und Regenfällen. Die Teilnehmer zeigten dennoch respektable Leistungen.

Sturmtief Zeljko meinte es am vergangenen Wochenende gar nicht gut mit jeglicher Freiluftveranstaltung. Und dabei hätten die Wettermacher während der Woche ausgiebig Zeit gehabt, sich auszutoben. Aber nein, es sollte ein paar wenige Stunden am Samstagnachmittag sein, in denen die Unwetterfront von Westen her das Kreisgebiet überquerte. Auch der erste Tag des Sommerturniers des RV Seydlitz Kalkar litt unter den widrigen Bedingungen.

"Gegen 15 Uhr haben wir zwischen zwei Prüfungen eine Pause von 45 Minuten eingelegt, damit bei dem starken Wind keine Gefährdung für Mensch und Tier aufkommen konnte", hieß es aus Veranstalterkreisen. So hatten die Reiter die Möglichkeit, in der neuen Voltigierhalle oder später auch in der großen Reithalle Schutz vor den Wetterunbilden zu finden. Zudem zahlten sich die Investitionen der vergangenen Jahre in Abreite- und Prüfungsplätze aus. Denn den Plätzen merkte man den Regen nicht an. Im Gegenteil, der Abreiteplatz der Springreiter musste am Morgen des zweiten Turniertages sogar noch einmal bewässert werden.

"Lediglich die Starterzahlen in den letzten Prüfungen des ersten Tages, einer M-Dressur* und einem M*-Springen, litten ein wenig unter den stürmischen und regnerischen Witterungsbedingungen", fasste Silke Smaalders aus der Meldestelle des gastgebenden RV Seydlitz Kalkar die Auswirkungen von Sturmtief Zeljko zusammen. Dem Keppelner Arnold Janssen auf Sharlymar schien das alles wohl wenig auszumachen. In dem mittelschweren Springen mit Joker kam er nicht nur zu der vollen Punktzahl, sondern beendete diese Prüfung auch in Bestzeit (65.00/54.84). Damit durfte er den Preis der Stadt Kalkar auf sein Konto verbuchen.

Siegreich verließ zuvor auch Marie-Luise Honig vom RV Blücher Pfalzdorf im Sattel der Florestan I Tochter-Florentina den Springparcours (0.00/54.26), die nicht nur in Bestzeit die Goldschleife errang, sondern damit auch Siegerin im Springen um den Havens-Cup, einer gleichfalls mittelschweren Prüfung, wurde. Zudem gewann Honig im Sattel von Florentina das abschließende M**-Springen mit Siegerrunde, in dem das Paar zwar einen Springfehler hinnehmen musste (*4.00/51.23), an deren schnellster Zeit aber der Bruckhausener Marc Impelmann (Checkpoint, *4.00/61.51) nicht herankommen konnte. Pfeilschnell hatte die Pfalzdorfer Amazone den von Georg Lamers fair, aber den Anforderungen entsprechend erstellten Stangenwald überwunden.

Szenenwechsel. Auf dem Dressurplatz stand unter anderem der Prix St. Georges, eine Dressurprüfung der schweren Klasse, im Mittelpunkt. Annähernd sechs Minuten hieß es höchste Konzentration für Pferd und Reiter. Zu den Aufgaben gehörte eine Schritt- oder Galopppirouette, die mit der gehörigen Portion an Durchlässigkeit und Schwung gezeigt werden musste. Dabei achteten die Richter Tonius Tielmann, Ulrich Eickershoff und Heiner Messing auch auf den Sitz und die Einwirkung des Reiters. Die Höchstpunktzahl gab es für den neunjährigen, in Westfalen aufgezogenen Hengst Jazz Dance (788.50 Punkte), Sohn des Jazz Rubin aus einer Lord Sinclar I-Mutter. Niklaas Feilzer, der für den RV Eversael startet, ritt den Braunen eindrucksvoll an die Spitze dieser Prüfung. Pech hatte in diesem Wettbewerb die "von Driesen"-Amazone Christine Nolden, die auf der Lord Loxley-Tochter La Lopez mit 739.50 Punkten nur einen halben Zähler den dritten Rang verpasste. Es wäre reine Spekulation, an dieser Stelle zu untersuchen, ob die Punkte bei der acht Meter großen Volte oder der Traversalen liegen gelassen wurden?

Die Diskussion darüber wäre aber auch müßig. Denn die Teilnehmer präsentierten in Kalkar im Dressurviereck wie auch im Springparcours zum Teil großartige Leistungen. Daran biss sich letzten Endes auch Sturmtief Zeljko die Zähne aus. Denn als die letzten Pferdeanhänger vom Reitplatz fuhren, war es zwar immer noch nicht angenehm sommerlich warm, aber wenigstens die Unwetterfront hatte der Reitanlage am Wisseler See den Rücken zugekehrt.

Quelle: RP
 
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