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Tennis
UTC-Doppel dominiert die B-Konkurrenz

Kleve. Der Uedemer TC richtete zum 24. Mal auf seiner Tennisanlage am Kleinbergsbäumchen den "Doppelpott" aus. Drei Wettbewerbe wurden ausgetragen. Bei den B-Herren waren Andrej Nitsche und Andreas Palloch nicht zu schlagen. Von Sabrina Peters

Auch zum 24. Mal war der Uedemer Doppelpott, der zahlreiche Sportler und Zuschauer in die Schusterstadt lockte, wieder ein Erfolg. In drei Disziplinen traten Tennisspieler aus dem Kreisgebiet, aber auch aus anderen Regionen, gegeneinander an. Insgesamt erhielt Doppelpott-Organisator Georg Verhoeven 15 Meldungen, womit er sich auch zufrieden zeigte.

Den Anfang machten am Samstag die Damen und die A-Herren, die mit vier Tennis-Doppeln so gerade auf die Mindest-Teilnehmerzahl kam. Die Damen scheiterten in den A- und B-Konkurrenzen an dieser Hürde. "Für beide Wettbewerbe hatten wir jeweils drei Meldungen. Um ein Turnier zu spielen, brauchen wir aber mindestens vier", erklärte Verhoeven. Aus organisatorischen Gründen mussten beide Konkurrenzen zusammengelegt werden. "Wir hatten die Teilnehmer des B-Feldes gefragt, ob das für sie in Ordnung ist, wenn sie bei den stärkeren A-Spielern mitspielen", so Verhoeven. Zwei von dreien zeigten sich einverstanden, mussten jedoch allesamt den anhand der Leistungsklassen besser positionierten Akteurinnen im Wettbewerb letztendlich den Vortritt lassen. Jedoch hätten sie gut mitgehalten, wie Verhoeven bei der Siegerehrung sagte. "Man kann sich, wenn man gegen stärkere Gegner spielt, zahlreiche Lehrstunden abholen oder sich daran erfreuen, mal gegen stärkere Spieler zu spielen. Für die B-Damen gab es jedoch nur wenige Lehrstunden", lobte Verhoeven.

Im Modus "Jeder gegen Jeden" bestritten die Damen jeweils zwei Matches. Damit es nicht zu anstrengend wird, wurde der dritte Satz im Match-Tiebreak entschieden. Die Entscheidung über die ersten drei Plätze fiel erst im letzten Duell zwischen dem eigentlichen Favoritendoppel Miriam Jeuck und Ina Duschl vom TC Kamp-Lintfort und Nadine Heberle und Alexandra Nitsche von Viktoria Alpen. Nach drei Sätzen verloren Jeuck/Duschl relativ eindeutig mit 5:10 im Match-Tiebreak die Partie. Während die eine ihren Schläger verärgert in die Absperrungs-Maschen schleuderte und heftig durchschnaufte, gratulierte die andere den Gewinnerinnen Heberle/Nitsche.

Dank ihres Erfolgs durften sich Jana van Stiphoudt und Elena May vom TC Issum am Spielfeldrand über den ersten Rang und ein üppiges Preisgeld freuen. Da alle drei Teams jeweils drei Spiele gewannen und nur eines verloren, musste das Satzverhältnis entscheiden. Dabei lagen die Issumerinnen knapp vorne, während die beiden anderen erneut gleichauf waren. Somit entschied das direkte Duell den zweiten Platz zu Gunsten von Heberle/Nitsche. Für das Siegerdoppel war es der erste Erfolg beim "Doppelpott". Bei der A-Konkurrenz der Herren war ein Uedemer Ortsnachbar erfolgreich. Die Brüder Manuel und Andre Bossig vom TSV Weeze setzten sich im direkten Vergleich gegen Cedric Stanke und Boy van Barneveld (TC Goch/TC Seavenaren) mit 6:4 und 6:3 durch und eroberten so den ersten Rang.

Die Herren-B-Konkurrenz konnte sich indes am Wochenende über ein volles Feld von acht Mannschaften freuen. So spielten die Männer mit Vorrunde, Viertelfinale, Halbfinale und Finale ein gesamtes Turnier durch. Die Verlierer der Vorrunden-Spiele schieden nicht automatisch aus, sondern trafen im Viertelfinale auf die Gewinner einer anderen Vorrunden-Partie. Erst danach griff der K.o.-Modus. "Wir wollten, dass jedes Team wenigstens zwei Spiele absolviert und nicht sofort nach dem ersten schon abreisen muss", erläuterte Verhoeven. Im Finale setzten sich Andreas Palloch, der bereits zum 23. Mal teilnahm, und sein Partner Andrej Nitsche vom Gastgeber Uedemer TC gegen Paul Jansen und Peter Bissels (Grün-Weiß Geldern/TSV Weeze) durch.

Im Spiel um Platz drei schlugen Murat Erbach und Tobias Gau, die beim TC Rot-Weiß Detmold aktiv sind und die weiteste Anreise inklusive zwei Übernachtungen in der Kevelaerer Jugendherberge hatten, Georg Kleppe und Nils Riddermann vom UTC. "Ein Doppel-Turnier gibt es bei uns nicht. Das hat großen Spaß gemacht, obwohl einige ja immer sagen, dass im Tennis Doppel langweilig sind. Aber hier hatte jeder Lust drauf, die Doppel zu spielen. Das war super. Wir kommen definitiv im nächsten Jahr wieder", sagten die beiden Detmolder.

"Unser Doppelpott ist wirklich eine Rarität, und die Spiele sind immer attraktiv", erklärte Organisator Verhoeven. Solange das Turnier so angenommen werde wie dieses Jahr wieder, werde es ihn auch weiterhin geben, bestätigte Verhoeven bereits mit Blick auf die 25. Ausgabe im nächsten Jahr.

Quelle: RP
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