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Tischtennis
Vehreschild drittbeste Spielerin in Westdeutschland

Kleve. Der vergangene Sonntag hätte für Lea Vehreschild kaum besser verlaufen können. Beim Ranglistenturnier des Westdeutschen Tischtennis-Verbandes (WTTV) belegte das zwölfjährige Tischtennis-Ass einen hervorragenden dritten Platz in ihrer Altersklasse der B-Schülerinnen. Nur den beiden Erstplatzierten musste sich die Nachwuchsspielerin der DJK Rhenania Kleve geschlagen geben. Von Sabrina Peters

Nach der langen Fahrt ins ostwestfälische Lippstadt bestand für Vehreschild der Tag zu großen Teilen aus Warten. Von den insgesamt elf Teilnehmerinnen mussten zwei bereits im Vorfeld des Ranglistenturniers absagen, während sich Hannah Pollmeier (TTV Hövelhof) kurzerhand in Lippstadt verletzte und ebenfalls nicht an die Platte gehen konnte. Die Turnierleitung beließ es trotz der Ausfälle bei ihrem Rahmenkalender, so dass jede der Teilnehmerinnen teilweise bis zu anderthalb Stunden auf ihren nächsten Einsatz warten musste. Dies sorgte bei allen Anwesenden, die sich auf Grund der teilweise weiten Fahrtwege über eine frühere Abreise gefreut hätten, für Unmut. Bei drei Spielen weniger, die Lea und ihre sieben Mitstreiter im Modus Jeder-gegen-Jeden nur noch zu bewältigen hatten, wäre eine Turnierverkürzung von zwei Stunden durchaus möglich gewesen.

Von den längeren Wartezeiten und dem Unmut ließ sich Vehreschild aber nicht beeindrucken. Vier Mal besiegte sie ihre Gegnerinnen ohne Satzverlust mit einem glatten 3:0. Allein gegen Charlotte Schönau (TTF Kreuzau) kam Vehreschild erst im fünften Satz zu ihrem knappen 3:2-Erfolg. Gegen deren Schwester Hannah Schönau, ebenfalls vom TTF Kreuzau, zeigte die Kleverin abermals, dass sie auch mit den besten Tischtennisspielerinnen ihrer Altersklasse aus Nordrhein-Westfalens mithalten kann. Nach knappen Sätzen musste sie sich letztlich aber doch mit 1:3 geschlagen geben. Einzig und allein Leonie Berger von Borussia Düssseldorf, die von Anfang an als klare Favoritin galt und den ersten Platz dann auch ohne Niederlage errang, war für Vehreschild zu stark. Ihr musste sich die Kleverin mit 0:3 beugen.

Der schlussendliche dritte Platz war für das DJK-Talent jedoch ein voller Erfolg. Auch ihr Trainer Michael Boekholt, der sie in Lippstadt coachte, war absolut zufrieden. "Sie hat ein tolles Turnier gespielt", gab sich Boekholt begeistert. Dies unterstrich auch Stephan Schulte-Kellinghaus, Verbandstrainer des WTTV. "Lea hat qualitativ sehr gut gespielt, fast keine Fehler gemacht und Kampfgeist gezeigt." Bis zwölf Jahre gehöre sie damit zu den Top-Spielerinnen in Nordrhein-Westfalen, so Schulte-Kellinghaus.

Kein optimales Wochenende erwischte hingegen Cedric Görtz von Weiß-Rot-Weiß Kleve, der sich ursprünglich beim WTTV-Ranglistenturnier der Jungen für einen Platz auf nationaler Ebene qualifizieren wollte. Doch wegen eines grippalen Infektes musste Görtz am Sonntagmorgen seine Teilnahme absagen. "Cedric war zwar einen Tag vorher noch im NRW-Liga-Männerteam angetreten, doch danach kam die Grippe erst richtig durch", sagte Sabine Bötcher. Er sei kränker nach Hause gekommen als er gegangen war, meinte die Vereinschefin der Rot-Weißen.

Quelle: RP
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