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Lokalsport
Viktoria will dem FC in die Suppe spucken

Lokalsport: Viktoria will dem FC in die Suppe spucken
Allein gegen alle: der Gocher Tim Janz (am Ball) nimmt es mit den Klevern Marcel Haegert, Fabio Forster und Tim Haal (v.r.) auf. FOTO: Stade
Kleve. Fußball-Landesliga: Am Sonntag steigt das Derby zwischen den ewigen Kontrahenten Viktoria Goch und dem 1.FC Kleve (Anstoß 15 Uhr). Der Gast will den Platz an der Sonne behaupten, die Viktoria den Lokalrivalen vom Thron stoßen. Von Frank Gipmann

Respekt ja, Angst nein - das gilt so oder so ähnlich für beide Kontrahenten, wenn am Sonntagnachmittag wieder Derbyzeit ist und im Gocher Hubert-Houben-Stadion die heimische Viktoria und der 1.FC Kleve aufeinandertreffen. Neben der Hoffnung auf eine stattliche Zuschauerkulisse für den ewig jungen Lokalkampf erklären beide Trainer unisono, dass sie sich mit ihren Teams einiges vorgenommen haben, schließlich geht es für beide Mannschaften abgesehen von der Derbybrisanz noch um einiges. Auf der einen Seite die Klever, die sich mit dem 1.FC Mönchengladbach ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den direkten Aufstiegsplatz liefern, auf der anderen Seite die Gocher, die im mehr als die halbe Liga beschäftigenden Abstiegskampf noch den ein oder anderen Zähler benötigen. Zu verschenken gibt es also für beide nichts.

"Es täte uns schon gut einen Dreier zu landen", will Viktoria-Coach Manfred Tebeck nach zwei eher mageren torlosen Heimremis alle Unwägbarkeiten eines Abstiegskampfes schnellstmöglich umschiffen. "Zudem ist es immer besonders schön ein Derby zu gewinnen und den Nachbarn ein wenig zu ärgern. Warum sollte uns das nicht gelingen? Wir haben im Hinspiel ja gezeigt, dass wir es können", fordert er einen mutigen, engagierten Auftritt seiner Schützlinge, die in der Rückrunde als einziges der 13 Mannschaften noch ohne Niederlage sind und insgesamt schon stolze neun Begegnungen in Serie nicht mehr verloren haben. Dabei setzt er als Basis auf die verlässliche Defensive, die den Gegnern zuletzt nur allzu wenig zugestand. "Auch gegen Kleve müssen wir aggressiv zu Werke gehen und vorne müssen wir zielstrebiger und effektiver sein", setzt Tebeck auf ein schnelles Umschaltspiel.

Auf selbiges will sein Pendant auf der Klever Bank, Thomas von Kuczkowski, seine Schützlinge entsprechend vorbereiten. "Beide Mannschaften kennen sich gut. Wir wissen um Gochs Stärken. Aber ich denke, wir haben die passenden Antworten darauf", lässt "Kucze" mit dem Selbstbewusstsein eines Tabellenführers verlauten: "Wir wollen in Goch drei Punkte einfahren. Wenn wir kein Selbstvertrauen haben, wer dann?", verweist er auf die jüngste Erfolgsserie mit fünf Siegen hintereinander. Von jeglicher Überheblichkeit ist er dabei aber weit entfernt: "Die Spiele waren aber nicht immer so souverän wie die Ergebnisse es erscheinen lassen. Wir wissen, dass wir eine Menge dafür tun müssen, um Goch in die Knie zu zwingen", appelliert er an die Konzentration seiner Akteure. "Wir haben die höhere Qualität. Das sieht man ja auch an der Tabelle. Sonntag entscheidet aber, wer die bessere Tagesform hat und nicht so nervös agiert und kühlen Kopf bewahrt", weiß er um die eigenen Gesetzmäßigkeiten solcher Lokalduelle. Genau diese bekamen die Klever im Hinspiel zu spüren, als sie mit einer Serie von sogar sechs Siegen in Folge die Liga zu überrollen schienen und dann ausgerechnet gegen die schwach gestarteten Gocher mit 1:3 die erste Saisonniederlage bezogen und anschließend ein wenig außer Tritt kamen. Ähnliches soll dieses Mal tunlichst vermieden werden.

Personell hat Thomas von Kuczkowski kaum Sorgen. Bis auf die Langzeitverletzten Pierre Wetzels und Patrick Braun sind alle Mann an Bord. Bei der Gocher Viktoria fehlt weiterhin Marc Debernitz. Zudem laboriert Jan-Philip Maaßen weiterhin an Problemen mit der Wadenmuskulatur. Kay Tassenaar plagte sich unter der Woche mit einem Infekt.

Quelle: RP
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