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Lokalsport
Viktoria will Punkte statt Komplimente

Lokalsport: Viktoria will Punkte statt Komplimente
Auf seinen Einsatz hofft man bei der Viktoria noch: Sascha Tenbruck (r.). FOTO: Evers, Gottfried (eve)
Kleve. Die Gocher Viktoria überzeugte gegen den FSV Duisburg kämpferisch, blieb aber auch im vierten Spiel nach der Winterpause ohne Punkte. Dieses soll sich beim Duisburger SV am heutigen Abend endlich ändern (Anstoß 20 Uhr). Von Frank Gipmann

Maßlos enttäuscht sanken sie größtenteils zu Boden, die Viktoria-Kicker nach dem Schlusspfiff am Sonntag gegen den FSV Duisburg. Der späte, höchst umstrittene Elfmeterpfiff und das folgende 0:1 zugunsten der Gäste hatte die Gocher bis ins Mark getroffen - der nächste Wirkungstreffer im Abstiegskampf. Viel Zeit zum Lamentieren bleibt jedoch nicht, denn bereits am heutigen Abend und am Ostermontag geht es mit zwei wichtigen Partien beim Duisburger SV und gegen den PSV Wesel weiter, in denen es für die Weberstädter darum geht, nicht frühzeitig den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze oder zumindest den Relegationsplatz zu verlieren. "Das Ende am Sonntag war natürlich hart für uns, aber die Jungs haben prima gekämpft und die Köpfe sind schon wieder oben. Es geht jetzt nicht mehr um das Wie und Was, sondern nur noch um die Punkte und drei davon wollen wir uns jetzt eben beim DSV holen", hat Trainer Wim Wouterse mit seinen Schützlingen ein klares Vorhaben im Sinn. Sicher wäre der so nahe erste Punkt des Jahres am Sonntag für die Moral immens wertvoll gewesen, aber schon allein die Art und Weise wie die ersatzgeschwächten Gocher sich gegen das Ligaspitzenteam stemmten macht Mut für die kommenden Aufgaben. Entschlossen und leidenschaftlich gingen die Schwarz-Roten zu Werke, jeder stellte sich in den Dienst der Mannschaft - so wie es eben im Kampf um den Klassenerhalt nötig ist. Personell bleibt die Situation indes angespannt. Tim Janz und Kevin Kitzig fehlen weiterhin verletzungsbedingt.

Zudem droht Lukas Ernesti krankheitsbedingt auszufallen. Bei den angeschlagenen Hulusi Bulut und Sascha Tenbruck hofft Wouterse hingegen auf grünes Licht für einen Einsatz. Nach abgesessener Sperre stehen in jedem Fall Björn Gatermann und Sturmführer Jan-Luca Geurtz wieder zur Verfügung. "Das ist ganz wichtig für uns. Dagegenhalten können wir, das hat man am Sonntag gesehen. Aber um zu gewinnen, muss auch vorne etwas mehr kommen", will Wouterse in Duisburg mehr als nur ein 0:0 oder Komplimente vom Gegner, die es am Sonntag zur Genüge gab. Nicht von ungefähr feierten die Spieler des FSV Duisburg den Siegtreffer am Sonntag fast wie eine errungene Meisterschaft.

Deren Lokalrivale Duisburger SV soll heute Abend aber möglichst nichts zu feiern habe. Schlecht aus der Winterpause gekommen wie die Gocher durfte der DSV am Sonntag nach drei Niederlagen mit einem 2:0 bei VSF Amern den ersten Sieg in diesem Jahr bejubeln und festigte seine Position im oberen Mittelfeld.

Im Hinspiel führte der DSV 1900 in Goch bereits mit 3:0, ehe die Gocher eine unwiderstehliche Aufholjagd zum 3:3 hinlegten. Etwas Ähnliches würde der Tabellenletzte nun allzu gerne mit einem Sieg in Duisburg im Hinblick auf den Abstiegskampf einläuten.

Quelle: RP
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