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Lokalsport
Volle Konzentration bei der Darts-DM

Lokalsport: Volle Konzentration bei der Darts-DM
Im Wunderland wurden tausende Pfeile ins Ziel gebracht. FOTO: G. Evers
Kleve. Fast 500 Sportler aus ganz Deutschland warfen am Wochenende im Kalkarer Wunderland auf die runde Zielscheibe. Von Sabrina Peters

Alle Augen der Darts-Fans blickten am vergangenen Wochenende ins Wunderland nach Kalkar. Dort trug der Deutsche Darts-Sportverband (DDSV) die 9. Deutsche Meisterschaft im e-Darts aus. Weltweit konnte das Spektakel dank der technisch hochmodernen Automaten der Firma Radikal Darts verfolgt werden. Insgesamt hundert Geräte hatte sie zusammen mit der Firma Schneider-Automaten aus Köln innerhalb von zwei Tagen in der großen Hanse Halle in Kalkar aufgebaut. "Das war für uns einfach nur großartig, zumal die Geräte wirklich klasse sind", sagte DDSV-Bundesmedienwart Herbert Creon. Für ihn und den Deutschen Darts-Sportverband waren die dreitägigen Deutschen Meisterschaften von Freitag bis Sonntag aber auch aus einem anderen Grund sehr erfolgreich: Im Vergleich zum vergangenen Jahr nahmen 25 Prozent mehr Teilnehmer an der Veranstaltung teil. "Das ist toll für uns und für den Darts-Sport", fand Creon.

Bei vielen sei schließlich noch nicht angekommen, dass das Werfen mit schnellen Pfeilen auf das sogenannte "Bullseye" ein wirklich ernsthafter Sport ist. Viele verbänden, so Creon, mit Darts immer noch die typischen Bilder aus der Kneipe. Dabei sei die Sportart, die seit geraumer Zeit international sowie auch in Deutschland immer mehr im Fokus steht und dank Spielern wie dem Engländer Phil Taylor mittlerweile eine große Anerkennung genießt, mehr als nur eine Kneipen-Beschäftigung. "Für Darts muss man genauso trainieren wie für andere Sportarten. Die, die hier bei der Deutschen Meisterschaft antreten, haben eigentlich alle mehrere Stunden täglich daraufhin gearbeitet und sich wirklich extra auf den Tag vorbereitet. Manche haben sogar ein Trainingslager absolviert", erzählte Creon. Wer das nicht täte, hätte bei der Deutschen Meisterschaft auch keine Chancen auf die vorderen Plätze.

Das dreitägige Wochenende mit Wettbewerben im Einzel, Doppel und in der Mannschaft waren für 497 Teilnehmer der Deutschen Meisterschaft zudem eine Herausforderung in Sachen Konzentration. "Man muss den Kopf wirklich frei haben, sonst braucht man gar nicht erst anzutreten. Zu 80 Prozent macht der Kopf das Dartsspielen aus", so Creon. Die Konzentration über zwölf oder mehr Stunden halten zu können, sei dabei genauso anstrengend wie das Ausüben anderer körperlicher Sportarten.

Das sei auch ein Grund, warum die Rahmenbedingungen bei einer Deutschen Meisterschaft so wichtig seien. Diese hatte der DDSV im vergangenen Jahr im Wunderland Kalkar bereits einmal getestet. "Da hatten wir zum ersten Mal überhaupt keine Beschwerden. Alles lief total reibungslos ab. Das ist für uns sehr wichtig und auch ein Grund, warum wir in diesem Jahr so viele Teilnehmer mehr hatten. Denn eine gute Weiterempfehlung ist das A und O. Wer schlechte Erfahrungen gemacht hat, kommt nicht mehr und rät auch seinen Freunden von einer Teilnahme ab", so Creon. Mit der großen Hanse Halle und dem angrenzenden Hotel konnte das Wunderland aber auch in diesem Jahr wieder punkten und mehr als 600 Personen beheimaten.

Neben den 497 Startern bei der Deutschen Meisterschaft traten schließlich auch noch rund 120 Teilnehmer bei einer offenen Konkurrenz an. Im Fokus stand aber natürlich die DM, wo René Detering von den Gocher Joes Fighters sich viel vorgenommen hatte. "Mein Ziel ist es unter die Top 10 zu kommen. Dafür habe ich auch viel trainiert", sagte Detering. Am Ende reichte es allerdings trotzdem nicht für einen Platz unter den besten zehn. Dafür durfte sich ein anderer gleich über zwei DM-Titel freuen. Torsten Schönmakers von den Emmericher Billie Boys siegte im Herren-Einzel Master Out und zusammen mit seinem Partner Christian Eckey im Doppel Master Out. Bei den Damen gewann Katharina Brinkmann (Rosis Jäger aus Kleve). Beide dürfen nun Deutschland bei den Weltmeisterschaften in Spanien vertreten.

Quelle: RP
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