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Von der Bundesliga ins Kreissportheim

Lokalsport: Von der Bundesliga ins Kreissportheim
FOTO: Evers, Gottfried (eve)
Kleve. Jahreshauptversammlung der Fußball-Schiedsrichter des Kreises Kleve-Geldern in Kellen: Vorsitzender Holger Hahn im Amt bestätigt. Zwei Unparteiische aus der ersten und zweiten Liga kamen dorthin zurück, wo ihre Karriere startete. Von Sabrina Peters

Nur alle drei Jahre treffen sich die Schiedsrichter des Kreises Kleve-Geldern zu ihrer Jahreshauptversammlung. Neben den beiden Top-Schiedsrichtern des Kreises, den Bundesliga-Referees Guido Winkmann (1. Liga) und Martin Thomsen (2. Liga), waren in diesem Jahr auch Holger Tripp, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses Kleve-Geldern, Kreisvorsitzender Heinz Geurts und Ralph van Hoof, Beisitzer des Verbands-Schiedsrichterausschuss, zugegen. Den mehr als hundert anwesenden Schiedsrichtern dankte Heinz Geurts für ihre wöchentliches Engagement auf den Plätzen.

"Sie haben es nicht immer einfach, müssen sich häufig der Kritik von Vereinen mit mangelnder Regelkunde aussetzen. Es ist nicht immer ein leichtes Hobby", fasste Geurts zusammen. Dies seien zum Teil auch die Gründe, warum der Kreis immer schwerer neuen Nachwuchs bekäme, selbst wenn ein Interesse da sei. Geurts Tipp deshalb: "Nicht immer gleich die Pfeife an den Nagel hängen, wenn mal Kritik hagelt."

Holger Hahn, der bisherige kommissarische Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses, und Ralph van Hoof versprachen in kritischen Situationen die notwendige Hilfe zu leisten.

"Im Moment herrscht bei uns ja Ruhe. Wir sind im ländlichen Raum auch gut aufgestellt", beruhigte van Hoof. Sollte es aber doch mal zu Konflikten kommen, greife die Junioren- und Senioren-Spruchkammer natürlich konsequent durch.

Auch van Hoof baut darauf, dass auch der Kreis Kleve das aktuelle Nachwuchsproblem in den Griff bekommt. "Es ist ein attraktives Hobby", waren sich die Anwesenden einig. Von den 200 Unparteiischen, die der Kreis haben müsste, um bestens für die Meisterschafts- und Pokalspiele aufgestellt zu sein, hat er derzeit 165 Schiedsrichter.

Mit Guido Winkmann und Martin Thomsen pfeifen davon allerdings zwei in der Bundesliga. Einige Referees der 165 Unparteiischen, darunter auch die beiden Top-Referees, halten dem Kreis bereits seit vielen Jahren die Treue, wofür sie auf der Jahreshauptversammlung geehrt wurden. Die silberne Kreisnadel für zehn Jahre Tätigkeit bekamen Sven Buss, Dennis Kewitz und Veit Vehreschild. Über die goldene Kreisnadel für 20 Jahre Tätigkeit durften sich Werner Boßmann, Christian Fischer, Ernst Hartung, Olaf Henkel und Michael Kohl freuen.

Vom Fußballverband Niederrhein wurden mit der silbernen Verbandsnadel für 15 Jahre Tätigkeit Werner van Gemert, Jörg Jörissen, Sandra Jung, Martin Thomsen und Marcel Bies sowie mit der goldenen Verbandsnadel für 25 Jahre Ralf Vogels und Guido Winkmann geehrt. Ein Präsent für 40 Jahre Tätigkeit erhielten Ernst Egink Heinz Geurts und Holger Hahn sowie für 50 Jahre Tätigkeit Josef Dix und Franz van Schrick. Der wichtigste Punkt auf der Tagesordnung war jedoch die Neuwahlen des neuen Vorstandes. Holger Hahn, der die Geschicke seit 2014 kommissarisch leitete, da der 2013 zum Vorsitzenden gewählte Dieter Heller aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste, wurde im Rahmen der Tagung in seinem Amt bestätigt.

"Ich freue mich über die Wiederwahl und werde mit Spaß meinen neuen Aufgaben, besonders der Arbeit mit jungen Leuten, nachgehen", sagte Hahn. Er und sein weiterer Vorstand müssen allerdings noch am 29. April vom Kreistag des Fußballkreises Kleve-Geldern bestätigt werden.

Im nächsten Jahr wird den Unparteiischen des Kreises Kleve-Geldern zudem eine große Ehre zuteil. Sie dürfen voraussichtlich am 7. und 8. Januar 2017 die Schiedsrichter-Hallenmasters des Fußballverbandes ausrichten, die derzeit noch in Planung sind.

Quelle: RP
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